Es ist das Zusammenspiel von Hardware und Software, das über Erfolg oder Misserfolg eines Gadgets entscheidet, und gerade in Sachen Software hat sich
Sony in der Vergangenheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Zu viele proprietäre Formate, nicht überzeugende Implementierungen: ATRAC jagt uns heute noch einen Schauer über den Rücken. Bei einem Pressegespräch hat der neue CEO des Unternehmens,
Kazuo Hirai, jetzt durchblicken lassen, dass das Vita OS, also das Betriebssystem der neuen portablen Playstation, nicht nur auf Gaming ausgelegt ist. Und der Chef von Sony Computer Entertainment, Yoshio Matsumoto, bestätigt indirekt Sonys Bestrebungen, auch andere Geräte wie Smartphones und Tablets mit dem Betriebssystem auszustatten:
"Wenn Sie mich fragen, ob wir das OS auf Erweiterungen angelegt haben, dass es also möglich ist, es auf Smartphones und Tablets laufen zu lassen ... es ist möglich. Das soll nicht heißen, dass wir aktuell daran arbeiten, das OS wurde aber entsprechend entworfen."
Steht uns also noch ein OS für mobile Geräte bevor? Überraschen würde es uns nicht, wenn sich Sony wieder ein geschlossenes Ökosystem zulegen würde, immerhin ist das Android-Geschäft aktuell alles andere als profitabel: 247 Millionen Euro Verlust musste
Sony Ericsson für das Jahr 2011 vermelden, die Verknüpfung mit der PlayStation-Welt war alles andere als ein Erfolg. Ein Smartphone mit wirklich tiefgreifender PS-Integration könnte genau das Alleinstellungsmerkmal für Sony sein, was es braucht, um auf dem Mobilfunk-Markt endlich überzeugend Eindruck zu hinterlassen. Wo doch
Android und
iOS mittlerweile Sony und Nintendo als mobile Gaming-Platformen den Rang ablaufen. Sony denkt im Moment aber auch über den umgekehrten Weg nach. Gefgat, ob es denkbar ist, dass Smartphone Apps für die PS Vita portiert werden, hieß es von Kunimasa Suzuki von Sony:
"Das ist genau der Grund, warum wir dieses Jahr die Weiterentwicklung der PlayStation Suite vorantreiben werden."
[via
The Verge]