FOLGE ENGADGET


Wer immer seine Zweifel daran hatte, wie ernst es Ello nun wirklich meint mit ihren Aussagen, nie Werbung haben zu wollen und die Daten der User nicht weiterzuverkaufen, kann jetzt beruhigt sein. Sie werden sich in eine sogenannte Public Benefit Corporation verwandeln, was bedeutet, dass sie sich einen Code auferlegen, der eingehalten werden muss, selbst wenn sie die Firma eines Tages verkaufen. In den drei Regeln mag hier und da ein wenig Luft sein, aber die Absicht, die im höchst populären Ello-Manifest für ein besseres soziales Netzwerk schon formuliert wurde, scheint halbwegs in Stein gegossen. Keine Werbung von Drittanbietern, keine User-Daten-Verkäufe an Dritte und bei einem Verkauf von Ello muss das auch berücksichtigt werden. Wisst ihr wer mir da sofort einfällt als Käufer? Google! Bei denen ist das mit den "Dritten" überhaupt kein Problem, ihr eigenes social Network, Google+, kommt ja eh auch ohne Anzeigen aus und mit den Daten könnten sie selber sicherlich einiges anfangen. Obendrein könnten sie für ihren Ruf als Datenkrake auch mal ein Projekt gebrauchen, das offiziell schwört mit den Userdaten sehr sensibel umzugehen und mehr für das soziale Ganze, als für den Gewinn arbeitet. Ob man es ihnen abkaufen würde, ist allerdings eine andere Frage. Die vorerst wichtigere News zu Ello ist sowieso: sie haben 5,5 Millionen Dollar Kapital von der Foundry Group in Boulder erhalten und können, trotz Ansturm, erst mal weiter wachsen. 1 Millionen User soll Ello jetzt schon haben. Laut CEO Budnitz stehen die Investoren übrigens bei Ello Schlange.

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Facebook hat nicht gerade Erfolg beim Versuch eine App nach der anderen aus dem Facebook-Universum auszuklinken. Sicher, sie können sich diverse Fehltritte wie Poke oder Slingshot leisten, bei anderen wie Paper geben sie sich nicht mal wirklich Mühe, die überhaupt weltweit zu launchen. Und auch Rooms, basierend auf der alten Idee der Chatrooms, wie sie in den Anfängen des Internet mal existierten, scheint mit einem, besser gesagt zwei, nein eigentlich drei eingebauten Hindernissen zu kommen.

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So schlecht es Amazon geht, so gut geht es Microsoft. Ja sogar die Sorgenkinder scheinen für Umsätze gut zu sein. Mit einem Umsatz von 23,20 Milliarden Dollar (in etwa die Größenordnung von Amazon) mit 25% Steigerung gegenüber dem Vorjahresquartal, machen sie nicht etwa eine halbe Milliarde Verlust, sondern 4,3 Milliarden Gewinn. Auch wenn das weniger ist, als im Vergleichsquartal stehen alle Zeichen positiv. Wie erwartet stiegen die Konsolen-Verkäufe dank Xbox One massiv um 102% auf 2,4 Millionen Einheiten. Selbst die Surface Umsätze verdoppeln sich dank Surface Pro 3 auf 908 Millionen, Smartphones steigen auf 2,6 Milliarden mit 9,3 verkauften Lumias. Letzteres ein sanfter Anstieg von 8,8 Millionen, aber sicherlich noch kein Anzeichen dafür, das Windows Phone (oder wie auch immer das jetzt heißt) es gegenüber Android und iOS geschafft hat. Office 356 ist um 25% auf 7 Millionen Abonnenten gewachsen und selbst bei den Lizenzen für Windows gab es, trotz Flaute auf dem PC-Markt und dem neuen Billig-PC-Segment, einen Anstieg von 10%. Wie schon bei Amazon angemerkt, dürfte aber das entscheidende Quartal das nächste sein, Microsoft hat aber definitiv nach diesem weniger Druck.

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Zugegeben, die Quartalsergebnisse der großen Internetfirmen, sind nicht jedermanns Sache. Aber auch wenn man keine Aktien drin hat, sind sie dieses Mal doch ein wenig überraschend. Und die Perspektive die sie aufzeigen, betrifft uns tatsächlich auch. Amazon z.B. ist bekannt dafür, eine Firma zu sein, die auf Gewinne nahezu verzichtet und lieber alles in den Aufbau der massiven weltweiten Marktmacht steckt. Normalerweise kommen sie im Quartal dann auf einen marginalen Gewinn haben dafür aber wieder den Prime-Spot im Lieferlastwagen weltweit, wollen aber wie man an den diversen Fire-Unternehmungen sehen kann, mehr, viel mehr. Auf den breiten Schultern des größten Retailers weltweit versuchen sie, das gesamte Ökosystem zu beherrschen. Von der Hardware, über den App Store, bis hin zu den Inhalten. Aber selbst mit einem gigantischen 20,58 Milliarden Dollar Umsatz haben sie nicht nur keinen Gewinn gemacht, sondern massive 437 Millionen Verlust. Nicht zuletzt dürfte das dem überteuren Ankauf (1 Milliarde Dollar) von Twitch geschuldet sein, das sie Google quasi aus den Händen gerissen haben. Ob sie im Streaming Video Bereich aber wirklich konkurrenzfähig sind, nur weil ihre Fire TV Box es in drei Ländern geschafft hat, im eigenen Store auf Platz 1 zu sein? Auch das Fire Phone macht nur Verluste. 170 Millionen Dollar sollen es sein. In den Finanzergebnissen wird Amazon selbst nicht müde die endlosen Verbesserungen aufzuzählen, die sie dieses Jahr an allen Ecken gemacht haben. 20% mehr Umsatz ist in diesen Zeiten ja auch bemerkenswert. Aber sollte Amazon es nicht schaffen im bekanntermaßen gigantischen Weihnachtsgeschäft dieses Jahr zumindest einen Großteil der Verluste wieder aufzufangen, dann dürften die Aktionäre wirklich nervös werden. Eher früher als später wird Amazon - so unsere Vermutung - doch gezwungen sein den ein oder anderen Geschäftsbereich aufzugeben oder zumindest radikal umzudenken. Wir vermuten es wird das Smartphone sein und prognostizieren einen Abschied vom High-End Sektor und eine weit sinnvollere Konzentration auf das unterste Ende von Android. Dort, wo man vielleicht sogar ein Smartphone, als Bonus für den Rest der Services, fast verschenken kann.

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Seit Jahrzehnten sammelt die NASA neben Gesteinsproben und Bildern auch den Sound des Weltraums ein. Jetzt hat sie einen Großteil dieser Sammlung auf Soundcloud hochgeladen: Zu hören gibt es dort neben klassischen Snippets wie "Houston, we have a problem" und "The Eagle has landed" auch die Geräusche diverser Raketenmodelle, Space Shuttles und Jupiter-Blitzen oder den Ping-Sound des Sputnik und von Cassini aufgefangene Radiowellen des Saturn, die fast wie der Soundtrack einer Enterprise-Folge aus den Sechzigern klingen. Das beste daran ist, daß alle Sounds unter Creative Commons veröffentlicht wurden (die genauen Bestimmungen findet ihr hier) und somit unter Verweis auf die Quelle auch für eigene Musik benutzt werden dürfen. Einen Vorgeschmack gibt´s nach dem Break, den kompletten NASA-Account findet ihr hinter dem Quelle-Link.

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Der deutsche Begriff „Panzertauchanzug" sagt eigentlich schon alles: Die Idee, Taucher in Einmann-U-Boote zu verwandeln, ist erstens ziemlich alt und zweitens ist die Gelenkkonstruktion der große Knackpunkt in der Entwicklung solcher Anzüge. Die Firma Nuytco Research, die Marine und Ölfirmen schon seit Jahrzehnten mit Panzertauchanzügen beliefert, testet nun einen neuen, beweglicheren „Exosuit" im Rahmen einer archäologischen Unterwasser-Expedition zum Schiffswrack vor der griechischen Insel Antikythera (ja, wir hatten mal einen sehr netten Lego-Nachbau der dort entdeckten astronmischen Uhr). Den ersten Testtauchgang mit dem 700.000 US-Dollar teuren Anzug seht ihr im Video nach dem Break.

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Was macht man als Hersteller von Bluetooth-Lautsprechern? Man kümmert sich um die Musikfreunde. Denkt sich Jawbone und droppt die App Drop. Was macht Drop? Well, it's complicated.

Stellt euch vor, ihr seid auf einer Party. Und der DJ streamt die Tracks von Rdio oder Spotify. Und ihr findet das, was der DJ spielt, naja, sagen wir mal: ausbaufähig. Wenn ihr den gleichen Streaming-Service nutzt, dann könnt ihr mit der App Tracks auf die Playlist schieben. Mit einem Tweet. Der DJ braucht dabei nicht mal die App selbst: Tracktitel und das Wort "drop" ein einem Tweet reichen aus, um das Stück dann auch über den drahtlosen Lautsprecher zu hören. Die App ist für iOS verfügbar. Die Beta tauchte vor ein paar Wochen auf meinem iPhone auf, so richtig anfangen kann ich bislang nichts damit. Macht doch mal mit.

Will Jawbone so mehr Jamboxes verkaufen? Bestimmt. Wird da was draus? Bestimmt nicht. Aber die App könnte ganz nett werden.

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Was in groß geht, funktioniert auch in klein(er). Marshalls neuer Bluetooth-Lautsprecher ist ab dem 3. November zu haben. Acton wiegt amtliche drei Kilo, der Woofer bringt 25 Watt auf die Schalldruckwaage. Die beiden Tweeter jeweils acht Watt. Musik kann per Bluetooth oder aber mit einem 3,5mm-Klinkenkabel übergeben werden. 250 Euro werden fällig. Kleiner Tipp: Der größere Bruder des Acton, Stanmore, ist bei Marshall aktuell im Angebot und kostet 320 Euro.

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Gewichtskontrolle, BMI, Blutdruck, Blutzucker, Herzschlag, Schrittzähler, Kalorienverbrauch, Sauerstoffgehalt und Infos zum generellen Gemütszustand. All das - und mehr - soll SensoTRACK messen können. Der Knubbel kommt ins Ohr, hört auf iOS und Android und ist die eierlegende Wollmilchsau der so beliebten Gesundheits-Gadgets. Klar gehört sowas auf Kickstarter.

250.000 US-Dollar müssen gesammelt werden, um das Projekt Wirklichkeit werden zu lassen. Im kommenden April soll dann geliefert gemessen werden. Hoppla!


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Das war nur eine Frage der Zeit. Bowers & Wilkins zeigt mit dem T7 den ersten portablen Bluetooth-Lautsprecher. Wem das Thema zum Halse raushängt, muss nicht weiterlesen.

Immerhin liegt die angepeilte Batterielaufzeit bei beeindruckenden 18 Stunden. Gut klingen soll er sowieso: keine Überraschung. Einerseits kommt aptX zum Einsatz, andererseits kann natürlich auch B&W spezielle Treiber für ein Gehäuse dieser Größe entwickeln. Preis: 350 Euro.



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