FOLGE ENGADGET

Der Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will auf der Autobahn A9 eine Teststrecke für selbstfahrende Autos einrichten. Laut Frankfurter Allgemeine Zeitung soll das Pilotprojekt "Digitales Testfeld Autobahn" noch dieses Jahr starten.

Dafür würde die Strecke im bayerischen Teil der A9 mit "zusätzlichen Angeboten der Kommunikation zwischen Straße und Fahrzeug wie auch von Fahrzeug zu Fahrzeug" ausgerüstet. Was genau damit gemeint ist, erklärt die FAZ leider nicht - dafür, welche Föhntechnik Dobrindt beherrscht: "Die deutsche Autoindustrie wird auch beim digitalen Auto Weltspitze sein können", sagte der Minister. "Die deutschen Hersteller werden sich nicht auf Google verlassen." Man arbeite mit der Wissenschaft, zum Beispiel mit der Fraunhofer-Gesellschaft zusammen, um eigene Plattformen zur Vernetzung und Kommunikation von Daten zu entwickeln.

Mehr Gehalt haben da schon die Einlassungen Strategy Analytics, besonders der Teil über die rechtlichen Voraussetzungen in Deutschland; die Kurzfassung auf "Autonomous Technology"-Blog:

A first step towards realizing this vision [of self-driving cars] was made back on April 17 [2014], when the good old international treaty called "Vienna Convention on Road Traffic" saw dramatic change in its Article 8 para. 1. Pushed mainly by representatives from Germany, Italy and France, the U.N. Working Party on Road Traffic Safety agreed to let drivers take their hands off the wheel of self-driving cars, as long as the system "can be overridden or switched off by the driver." In a nutshell: a driver must be present and able to take over the wheel at any time.

(Bild: Tage Olsin / A9 Ausfahrt 48 800 m from south / CC BY-SA 2.0)

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Nicht 118.000, wie Forbes letzte Woche das "Blutbad bei IBM" ankündigte, sondern 11.000 bis 12.000 Leute sollen beim Projekt Chrome entlassen werden. Das berichtet TechCrunch.com und beruft sich dabei auf zwei anonyme Insider. Demnach stünden die Entlassungen zwar bald an, aber würden nicht alle auf einmal passieren.

Der (wahrscheinliche) Grund für die (angeblichen) Entlassungen: IBM hat elf Quartale hintereinander desaströse Geschäftszahlen vorgelegt. Im letzten Quartalsbericht meldete IBM vergangene Woche einen Umsatzrückgang von 5,6 Prozent und 27 Prozent weniger Einkünfte.

Vergangenes Jahr wollte sich IBM gesundschrumpfen, weniger Hardware und mehr Dienstleistungen anbieten - so stieß das Unternehmen die Chip-Sparte für 1,5 Milliarden Dollar ab, verkaufte eine Server-Sparte an Lenovo und machte sich in Analytics, eCommerce und Cloud-Belangen stark.

Und so sind die angeblichen Massenentlassungen vielleicht auch nicht ein Zeichen für ein nahes Ende, sondern für einen Neuanfang. Der könnte für IBM den Weg aus der Krise bedeuten, für die Massen der entlassenen Arbeitern aber wäre das zunächst der Weg in die Krise.

(IBM Watson / Clockready / CC BY-SA 3.0)

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Microsoft hat laut Polygon.com klargestellt, dass die meisten Updates in der neusten Version von DirectX Hardware-unabhängig sein werden. Das heißt: Auch ohne neue Grafikkarte kommt man in den Genuss der neuen Features.

Und die sollen es laut ExtremeTech in sich haben: DirectX 12 soll erheblich effizienter arbeiten, fast schon auf Konsolenniveau (ExtremeTech legt nahe, dass sich Microsoft ein Vorbild an AMDs Mantel-API genommen haben könnte); DirectX 12 soll Bildraten verbessern und dabei energiesparsamer sein; nach Benchmarks seien Performance-Steigerungen von 60 Prozent drin (z.B. von 30 FPS auf 48 FPS), wenn man nur die Treiberlast senkt.

Welche Änderungen in DirectX 12 tatsächlich Hardware-abhängig sind, ist derweil noch nicht klar. ExtremeTech vermutet einige Render-Pipeline-Funktionen, die es nur mit neusten Grafikchips geben werde.

DirectX 12 wird voraussichtlich mit Windows 10 ausgeliefert. Die ersten Spiele, die das unterstützen, werden zum Herbst erwartet; auf der Games Developer Conference im März sollen weitere Details bekannt gegeben werden.

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Lenovo wechselt den Asienkurs. Die Marke Motorola soll mit drei neuen, personalisierbaren Handys auf den "größten und spannendsten Smartphone-Markt", nämlich den chinesischen, zurückkehren. Laut Motorola-Blog hat das Unternehmen am Montagmorgen bekannt gegeben, dass sie das Moto X (von 2014) und das LTE-fähige Moto G und das Moto X Pro (quasi ein Nexus 6) für China fit machen. Dazu gibt's das Moto Hint Bluetooth-Headset und den Moto Maker Handy-Personalisierungsdienst - und irgendwann die Moto-360-Smartwatch. Das Moto X werde das erste Smartphone mit Android Lollipop in China, behauptet Motorola; es soll bereits Anfang Februar, das Moto X Pro und Moto G nach dem Neujahrsfest am 19. Februar erscheinen.

(Bild: Maurizio Pesce / Motorola Moto X / CC BY 2.0)

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Mit Helikopter-Drohnen will die NASA ein grundsätzliches Navigationsproblem von Roboter-Fahrzeugen auf fremden Planeten lösen. Sie sollen als Hilfsdrohnen den Robotern voraus fliegen und für sie das Gelände erkunden. Die so anfallenden Daten würden von Menschen auf der Erde bearbeitet und als Steuerbefehle zur planetaren Erkundung zum Beispiel an einen Mars-Rover geschickt.

Denn auch wenn Mars-Rover für den roten Planeten gemacht sind, sind sie nicht für den roten Planeten gemacht. Sie sind viel zu klein, um über die vielen Hindernisse fahren zu können - noch nicht mal über sie hinweg blicken gelingt ihnen. Das Navigieren vor Ort ist um so mühsamer, als Menschen nur mit einer bestenfalls sechsminütigen Latenz Steuerbefehle und Informationen über ihre Ausführung an die Sonde schicken können. Und selbst die Menschen sind nicht wirklich gut im Bild: Der Lander sieht nix und der Orbiter über ihm viel zu viel und das zu grob. Heli-Drohnen wären eine gute Zwischenlösung.

Das Joint Propulsion Laboratory der NASA hat schon mal ein Demo-Video dieses Scouts entwickelt - für Euch nach dem Break.

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Apple hat in den USA heute eine neue Sektion im iTunes Store eingeführt. "Free on iTunes" listet kostenlose Musikdownloads und TV-Serien auf und löst die Sparte "iTunes Single of the Week" ab. Apple hatte bereits vor einigen Jahren die "Free on iTunes" im Programm, hat sie aber wieder klammheimlich verschwinden lassen. Nun das unerwartete Comeback. Hoffentlich auch bald in den restlichen Märkten.

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Da war selbst Sony überrascht. Im Rahmen einer Charity-Auktion für die Initiative "Save the Children" in Japan wurde die erste Laufnummer der 20th Anniversary PS4 versteigert. Insgesamt 12.300 Exemplare der grauen (und in der Tat sehr hübschen) Konsole wurden hergestellt. Nun hat ein Bieter das Modell mit der Nummer 00001 für 15.135.000 Yen bei einer Yahoo-Auktion erstanden. Das sind umgerechnet 114.000 Euro. Dafür könnte man sich 285 schwarze PS4 zulegen. Wenn man sie denn braucht.

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Man kennt das sonst als typisches Bonusmaterial für DVDs oder Blu-rays. Regisseure oder Autoren kommentieren den Film, den sie umgesetzt oder geschrieben haben. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt der YouTube-Kanal Devs Play von Double Fine Productions. Nur dass hier Games statt Filme Ausgangsmaterial sind. In der aktuellsten Folge spielt niemand geringeres als John Romero, einer der Erfinder der FPS-Blaupause Doom, seine eigene Schöpfung. Für Game-Entwickler ein besonderes Schmankerl, aber auch für Doom-Fans mehr als sehenswert.

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In Phoenix, Arizona vermietet ein Mann seinen Tesla Model S bei der Übernachtungsplattform Airbnb. Richtig gehört, Airbnb geht aber dabei nicht unter die Autovermietungen, sondern der Besitzer bietet sein hochmodernes Elektroauto wirklich als Schlafplatz an. Dafür wird im Fond eine Luftmatratze aufgepustet. Das Auto befindet sich in einer Garage. Für 78 Euro ist man dabei, wenn man im "weltersten Tesla-Hotel" nächtigen will. Dafür kann man das Bad und die Küche des Besitzers nutzen. Wirklich nach romantischem Wochenendausflug klingt das zwar nicht, aber so kann man wenigstens behaupten, dass man für Geld in einem Auto geschlafen hat. Wieso auch immer.

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Laut dem koreanischen Maeil Business Newspaper wird Samsung für den Großteil der Chips für die nächste iPhone-Generation verantwortlich sein. Der Bericht besagt, dass 75 Prozent aus Korea stammen sollen. Samsung ist eine der wenigen Firmen, die Apples großen Bedarf an Highend-Prozessoren decken kann. 2014 hat Apple seine Chips noch bei TSMC herstellen lassen. Damit geht die jahrelange komplizierte Beziehung von Apple und Samsung weiter. Geschäftspartner auf der einen, Konkurrenten auf dern anderen Seite. So ganz voneinander lassen können offenbar beide nicht.

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