FOLGE ENGADGET


Wie die Schweizer Aargauer Zeitung berichtet, sollen über viele Jahre Beamte der Schweizer Bundesverwaltung aktiv Artikel bei Wikipedia nicht nur korrigiert, sondern auch manipulativ umgeschrieben haben. Vor allem, wenn es um Fakten rund um Vorratsdatenspeicherung ging, sollen Beamte großzügig in die Kosmetikschatulle gegriffen haben. Aber auch Erwähnungen über den NDB, den schweizerischen Geheimdienst, sollen davon betroffen sein. Das wusste offenbar auch Wikipedia und hat in den letzten Jahren den IP-Adressblock der Bundesverwaltung schon einige Male gesperrt. Anonym und unpassend, seien die Änderungen gewesen, so die Betreiber der Online-Enzyklopädie. Seit 2003 sollen mehr als 5.000 Wikipedia-Artikel von den Manipulationen betroffen gewesen sein.

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Einige Zeit wurde nun spekuliert, welcher Anbieter die erste exklusive Video-On-Demand-Serie aus Deutschland bringen wird. Nicht Netflix ist es geworden, sondern Amazon Prime. Gestern wurde in München die neue Amazon Originals Serie "Wanted" angekündigt. Mit dabei: Schauspieler Matthias Schweighöfer, der außerdem die Regie führen wird und zusammen mit seiner Produktionsfirma Pantaleon die Serie Anfang 2017 herausbringen will. In der Serie geht es um einen Berliner Projektmanager, der von einem Hackerangriff betroffen ist und plötzlich sich und seine Familie in Gefahr sieht. „Diese außergewöhnliche Kooperation mit Matthias Schweighöfer, einem der gefragtesten Schauspieler und Regisseure im deutschsprachigen Raum, hebt Deutschlands beliebtesten Video-Streaming-Service Amazon Prime auf ein ganz neues Level", wird der Geschäftsführer Christoph Schneider von Amazon Video Deutschland in der offiziellen Pressemitteilung zitiert. Diese findet ihr in voller Länge hinter dem Break. Ob parallel Til Schweiger gerade mit Netflix für ein Nick-Tschiller-Spinoff an einem Tisch sitzt? Überraschen würde das niemanden mehr. Ob die deutschen Serien mit den amerikanischen mithalten können? Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

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Ab heute Abend läuft der Marvel-Film Deadpool in den Kinos und noch bevor irgendwelche Kassenergebnisse bekannt sind, scheint schon festzustehen, dass es ein Sequel geben wird. Das berichtet zumindest der Hollywood Reporter, der zudem schreibt, dass das gleiche Team um Hauptdarsteller Ryan Reynolds und Regisseur Tim Miller wieder mit am Start sein wird. Fox erwartet für das erste Wochenende Einspielergebnisse von rund 65 Mio. Dollar und im Vergleich zu anderen Franchises wie X-Men und Avengers, handelt es sich bei Deadpool um einen zynischen, kleinkinduntauglichen Charakter mit rabenschwarzem Humor. So will Marvel offenbar sicher stellen, die erwachsene Zielgruppe nicht dauerhaft zu verprellen. Ob Deadpool allerdings der erhoffte Erfolg wird, muss sich erst noch zeigen. Ein generationsübergreifender Straßenfeger wie Star Wars wird der Film nämlich eher nicht.

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Vorgestern fanden in San Francisco die Crunchies statt. Eine Art Oscar für die Start-up-Szene im Silicon Valley, die von den Kollegen von TechCrunch veranstaltet wird. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Schauspielerin und Comedian Chelsea Peretti, die man von ihrer Rolle in der Sitcom Brooklyn Nine-Nine kennt. Außerdem ist Chelsea die Schwester von Jonah Peretti, dem Gründer von Buzzfeed und ist in der Bay Area aufgewachsen. Wie man es von Preisverleihungen dieser Art kennt, gab es eine Einführung, die wie bei Ricky Gervais bei den Golden Globe die Szene gehörig aufs Korn nimmt. Vor allem der obszöne Reichtum des Valleys kriegt hier sein Fett ab. Hier findet ihr alle Gewinner der neunten Crunchies. Seht das Video der amüsanten Rede nach dem Break.

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Man kennt diesen Move aus dem Fußballstadion beim Torjubel oder aus dem Rock'n'Roll-Tanzsaal, wenn man auf den Knien nach einem soliden Anlauf über den Boden schlittert. Hier gilt die Losung, umso weniger Reibung desto besser. Sonst ist entweder die schöne Tanzhose durchlöchert oder man kostet den schmackhaften Fußballrasen. Sowas muss doch auch auf Schnee gehen, haben sich einige Leute gedacht und so wurden die Sled Legs entwickelt. Halb Plastikbob, halb Schienbeinschoner. Sieht nach einer kurzweiligen Unterhaltung aus, wenn auch der professionelle Alpinist hier kein neues Superhobby finden wird. Seht ein Video nach dem Break.

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File:GoodMorningToAll 1893 song.jpg

Der jahrelange Streit um die Verwertungsrechte an "Happy Birthday To You" geht einem glücklichen Ende zu. Der Musikverlag Warner/Chappell hat laut einem Gerichtsschreiben eingewilligt, 14 Millionen Dollar zu zahlen, um den Prozess gegen ihn zu beenden (das sind die erwarteten Einnahmen mit dem Song in den nächsten 15 Jahren). Ein Richter soll das Stück "Happy Birthday to You" schließlich offiziell gemeinfrei erklären.

Warner/Chappell wurde 2013 von einer Filmfirma verklagt, die für eine Dokumentation über "Happy Birthday to You" 1.500 Dollar Nutzungsgebühren für den Song hätte zahlen sollen. Der Prozess weitete sich zu einer Sammelklage aus, im September letzten Jahres erklärte ein Gericht, dass Warner/Chappell keine gültigen Rechte am Song erworben hätte, im Dezember kündigte der Musikverlag eine Einigung an.

[Bild: PD-US / Music and lyrics of the song "Good Morning ot All", the basis for "Happy Birthday To You / Allgemeinfrei]

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Wer sich über die aktuellen Meldungen freut, dass immer mehr große Internetfirmen Adobes Flash-Software eine Absage erteilen - jüngst: Google liefert ab 2017 keine Flash-Werbung mehr aus - sollte sich diese Kurve anschauen: Sie zeigt, wie viele Prozent der laut Alexa 10.000 größten Websites des Internets noch Flash-Inhalte ausliefern. Und wenn man dieser Kurve traut, dann hat sich das Flash-Problem bis 2017 eh von allein ergeben.

Wohlgemerkt: Eine der wichtigsten Quellen für Flash ist immer noch Online-Werbung. Viele Website-Betreiber haben zur Grafikdarstellung und Animation längst auf HTML5 umgestellt. Sobald die letzten Online-Werbefirmen auf Flash verzichten, dürfte die obige Kurve noch rapider sinken.

Nach dem Break das letzte Flash-Jahr Monat für Monat.

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Die letzten Trutzburgen des gepflegten, von giergetriebenen App-Store-Lotterieteilnehmern Alleingelassenwerdens fallen. Die Untappd-App überwacht nicht nur, welches Bier man trinkt, sondern übermittelt das auch an die Freunde, natürlich mit Trink-Standort. Jetzt wird dieses perfide Stück sozialen Trinkens in der neusten Version noch um ein Suff-zu-Drittanbieter-Geld-Modul erweitert: Hat man genug an einem Ort getrunken, kann man direkt aus der App ein Uber-Taxi zur nächsten Trinkstätte bestellen.

Warum das überhaupt einen Post wert ist? Ist es nicht verwunderlich, dass nicht viel mehr Apps längst solche Drittanbieter-Dienstleistungen anbieten? Im Alltag begegneten mir bislang vor allem Bezahldienste und eine breitere Unterstützung von Apple-Apps wie Wallet. Dabei sollten die (bei Apple zum Beispiel seit iOS 8 freigeschalteten) Schnittstellen zwischen Apps doch ganz tolle Möglichkeiten bieten - und sei es, dass Dienst A einen Dienst B dafür bezahlt, im App-Kunden zu vermitteln (z.B. Uber bezahlt Untappd für jede vermittelte Fahrt).

Kennt ihr solche Apps, die mit anderen Apps auf eurem Handy interessante Dinge bereden?

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Zeke Kossove vom Exploratorium in San Francisco hat für die Jungs vom YouTube-Kanal Tested ein kleines Experiment vorgeführt, das Ignoranten wie uns unterhaltsam ein wenig Physik nahebringen soll: Ein Ping-Pong-Ball wird von einer improvisierten Vakuum-Kanone auf rund 800 km/h beschleunigt und bläst dann glatt ein Loch in eine Cola-Dose. Wie das funktioniert, wird herrlich hüftsteif im Video nach dem Break erklärt.

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