FOLGE ENGADGET


Die Nerds von der Royal Institution haben ein unterhaltsamen Chemieunterricht-Filmchen über Stickstofftriiodid produziert: Der extrem labile Stoff explodiert schon bei kleinsten Erschütterungen oder zartesten Berührungen und erzeugt dabei ansehnliche rote Rauchwolken. Die Royal Institution zeigt das Phänomen formschön in Zeitlupenaufnahmen und erklärt nebenbei, warum Stickstofftriiodid so dünnhäutig ist. Video nach dem Break.

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Am 1. September soll der dänische Astronaut Andreas Mogensen zur internationalen Raumstation ISS fliegen, wo er unter anderem ein Fernsteuerungs-Experiment durchführen soll: Wenn alles glatt läuft, wird Mogensen am 7. September die Kontrolle über das Robotergefährt Centaur im ESA-Technikzentrum im niederländischen Noordwijk übernehmen. Dabei geht es nicht nur darum, den Rover durch die Gegend zu lenken, Mogensen soll mit den Roboterarmen des Rovers auch Aufgaben erledigen, die eine gehörige Portion Feingefühl erfordern, etwa das Einstöpseln eines kleinen Metallstiftes in eine Buchse mit einem sechstel Millimeter Spielraum, wozu die Centaur-Sensoren dem Astronauten haptisches Feedback vermitteln werden. Die entsprechenden Signale müssen dabei über Relay-Satelliten einen Weg von rund 90.000 km Länge zurücklegen, weshalb die Übung durch verzögertes Feedback noch erschwert wird.

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Großstädter in New York, Tokyo, London, Berlin, Seoul kennen das Gefühl jeden Tag. Schnell mit der U-Bahn zur Arbeit hetzen, noch eben nen Kaffee auf die Hand und hinein in die graue, kapitalistische Work-Existenz. Wenn ein Kaffee, der ja eigentlich in Ruhe daheim verzehrt gehört, schon während des Arbeitswegs hintergeschlungen werden muss, dann wenigstens mit ein bisschen mehr Liebe? Das dachte sich der südkoreanische Designer Wooseok Jang und hat den "Take Kiss Out"-Kaffeedeckel designt. Die perfekte Fusion aus Wärme, imaginiertem Miteinander und ein bisschen Peinlichkeit. Sich in der Öffentlichkeit charmant ein bisschen zum Affen zu machen, hat aber noch niemandem geschadet.

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Wenn Kanye West seine Präsidentschaftskandidatur 2020 bekannt gibt, Taylor Swift und Nicki Minaj wieder Frieden schließen, Justin Bieber mit neuer Frisur begeistert, dann ist mal wieder Zeit für den Video Music Award. Gestern Abend fanden die VMA 2015 statt und im Rahmen des Musikgroßevents gab es auch zwei neue Spots von Apple Music, die ihren Fokus auf den hauseigenen Playlist-Service setzen. Hauptdarsteller ist der gehypte Produzent und Künstler The Weeknd, aber auch John Travolta kommt hier zu seinem Auftritt. Seht beide Spots nach dem Break.

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Mäuse im Keller und keine Lust auf brutale Mausefallen oder gar Chemiekeulen? Findige Bastler haben mit Hilfe eines Raspberry Pi eine smarte und halbwegs pazifistische Mausefalle gebastelt. Im Prinzip handelt es sich um eine klassische Lockfalle. Mit ein paar zusätzlichen Finessen. Verläuft sich ein Tier in die Falle, wird zunächst das Tor sanft geschlossen und prompt ein Foto-Porträt des "Häftlings" gemacht. Nun wird der User per Mail informiert, dass die Falle zugeschnappt hat und per Foto mitgeteilt, wer da überhaupt in die Falle gelockt wurde. Nicht ganz unaufwendig, aber auch Mäuse haben ein bisschen Hightech verdient. Seht ein Demovideo nach dem Break. Eine ausführliche Bauanleitung zum Nachbasteln gibt es hinter dem Quelle-Link.

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Google testet seit einiger Zeit in den USA eine größere Flotte der selbstfahrenden Autos und in Austin kam es zu einem interessanten Zwischenfall zwischen einem Google-Auto und einem Radfahrer. Der Radfahrer wartete mit seinem Fixie an einer Kreuzung, allerdings im sogenannten Trackstand, heißt, er balancierte sein Bike im Stehen ohne jedoch seine Füße auf den Asphalt abzustellen. Diese ungewohnte Haltung hat offensichtlich das Auto irritiert. Es bremste plötzlich ab und bei jeder kleinen Bewegung des Radfahrers reagiert das Auto mit seltsamen Stotterern, promptem Anfahren und plötzlichem Bremsen. Googles Auto und seine Algorithmen schienen offenbar vom Phänomen "Fahrrad, das eigentlich fährt, aber dann doch nicht" überfordert gewesen zu sein. Google erklärte (voll legitim), dass die momentanen Tests genau für solche Fälle und Problemfindungen stattfinden. Also liebe Fixie-Fahrer, wenn ihr das nächste Mal ein Google-Auto seht: Vorsicht mit dem Trackstand.

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Forscher an der Stanford University haben sich intensiv mit der Flugtechnik von Schwänen auseinandergesetzt und diese analysiert. Denn wie den meisten schon in irgendwelchen Tierdokus gesehen haben müssten, fliegt ein Schwan bewegt sich zwar der ganze Körper, der Kopf hingegen scheint wie auf einer schnurgeraden, langgezogenen Linie zu schweben. Nun soll dieses Phänomen in Drohnen implementiert werden. Damit könnten Kameradrohnen bspw. noch geschmeidiger und stabiler für spektakuläre Luftaufnahmen sorgen. Die Forscher haben nämlich dank Zeitlupenaufnahmen und Computer-Modeling herausgefunden, dass der Schwanenkopf prinzipiell ähnlich funktioniert wie die Federung in einem Auto. Seht hinter dem Break zwei Videos zu dem interessanten Projekt.

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Wenn Lenovo am Mittwoch Abend zur großen Pressekonferenz in einem ehemaligen Berliner Techno-Club lädt, dürfte es reichlich neue Geräte von der Fabrikdecke regnen, offenbar auch der Nachfolger des Yoga 3 Pro, dem Ultrabook-Flaggschiff, das im Oktober 2014 vorgestellt worden war. WinFuture meldet, bei einem Online-Händler Spezifikationen und Bilder aufgegabelt zu haben. Offenbar nimmt Lenovo beim Yoga 900-13 vor allem die Performance in den Blick.

Das Ultrabook soll mit Intels neuste Prozessoren der Skylake"-Serie laufen, also sehr energieeffizient, gleichzeitig aber deutlich leistungsstärker sind: bis zu 2,5 GHz, ohne Turbo-Modus. Beibehalten wird Lenovo die hohe Display-Auflösung. Der 13"-Screen soll wieder über 3.200 x 1.800 Pixel verfügen. Eine SSD gilt als sicher, genau wie ein USB-Typ-C-Anschluss, bei voller Ausnutzung der Geschwindigkeit. 1,3 Kilo soll das Yoga 900 schwer sein, der Akku rund neun Stunden durchhalten. Lassen wir uns überraschen. Wir sind am Mittwoch vor Ort und berichten zeitnah.

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Es ist ja schon längst klar, dass BlackBerry zukünftig verstärkt auf Android setzen wird. Und langsam ändert sich auch der Ton und die Aussagen vom CEO John Chen zu diesem Thema. Bei einer Podiumsdiskussion ließ er sich zu ganz bemerkenswerten Statements hinreißen.

Die Smartphone-Verkäufe laufen bescheiden, die Einbindung der Blackberry-Telefone an den Android-App-Store von Amazon reicht nicht und wer überleben will im Smartphone-Markt, muss auf mehreren Plattformen präsent sein. Das sind die Kernaussagen von Chen, und das lässt relativ tief blicken. Wer einen aktuellen BlackBerry im Einsatz hat, kann Android-Apps aus dem Amazon-Store installieren. Das ist ok, reicht aber nicht. "Der Store hat einfach nicht die gleiche Reichweite wie der Play Store oder der App Store von Apple". Die Performance der Apps auf Blackberry-Smartphones lässt außerdem oft zu wünschen übrig. "Ohne Partner geht nichts in diesem Geschäft, sonst verschwindet man einfach." Das wird bei Blackberry schon lange befürchtet. Hoffentlich kann Chen das Ruder nochmals rumreißen.

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Dass Apple am 9. September nicht nur neue iPhones, sondern auch eine überarbeitete Version der Settop-Box Apple TV vorstellen wird, gilt als sicher. Mark Gurman von 9To5Mac weiß nun Genaueres. Eigentlich müsste man ja sagen: will genaueres erfahren haben, aber Gurmans Trefferquote war in den letzten Monaten so überzeugend, dass es diese Einschränkung wohl nicht braucht.

Der vierte Apple TV soll im Oktober in den Handel kommen und zwischen 150 und 200 Dollar kosten. Eine deutlich Preissteigerung. Daher plant Apple auch, die noch aktuelle Version weiterhin anzubieten. In Deutschland ist die Box im Moment für 79 Euro zu haben.

Die Hardware der neuen Generation soll auf 2015er-Niveau hochgeschraubt und mit einem neuen User-Interface ausgestattet werden, Siri, eine neue Fernbedienung und ein eigener App-Store inklusive. 2016 – so die Planung – will Apple dann mit einem TV-Streaming-Dienst an den Start gehen. Der soll auch auf dem preisgünstigen Variante zur Verfügung stehen, auf Apps wird man hier jedoch verzichten müssen.

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