FOLGE ENGADGET


Sony will sich einigen Berichten zufolge nächstes Jahr wieder als Innovationsunternehmen positionieren - und das erste Fanal für diesen Wandel soll eine Smartwatch aus E-Papier werden, die man ums Handgelenk wickelt. Veröffentlichungstermin: Anfang nächsten Jahres, heißt es bei Bloomberg. Die Sony-Uhr sei der Lackmustest für Sony neue Innovationsabteilung, die auch für die Prototyping-Bausteine Mesh verantwortlich sind. Abteilungsleiter Kazuo Hirai soll Sony mit neuen Produkten und Diensten versorgen, die nicht in die bisherigen Geschäftsfelder des Unternehmens passen. Alle Sony-Mitarbeiter sollen darüber hinaus in einem Seed Acceleration Program für gute Ideen belohnt werden und sie entwickeln können. Bei der ersten Runde im Juni hätte es 187 Mitarbeiter-Einreichungen gegeben, von denen 80 es in die nächste Runde schafften. (Osterei: Der Bloomberg-Text hat auch ein paar wunderschöne Dinge über die "generelle Ekligkeit" von Smartwatches zu bieten.)

Außerdem: Wie praktisch, dass man sich das ganze E-Tinte/E-Papier-Ding dank des FES Uhr auch gleich als animiertes Gif veranschaulichen kann!

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Es ist keine Überraschung und gefühlt sogar ein wenig überfällig: Die NASA hat den ersten 3D-Drucker im Weltraum erfolgreich in Betrieb genommen, der als erstes Werkstück sozusagen sein Signet in Relief-Buchstaben produziert hat: Made in Space. Klingt jedenfalls schon mal gut, aber bevor es wirklich ernst wird und beispielsweise Ersatzteile für die International Space Station vor Ort aus dem 3D-Drucker kommen, müssen wir uns noch eine Weile gedulden, denn zunächst wird mal der Drucker in der Schwerelosigkeit kalibriert, dann werden weitere Testobjekte gedruckt, die 2015 zur Erde geschickt werden, wo sie auf Herz und Nieren überprüft werden müssen, bevor entschieden werden kann, ob und wie sie auf der ISS verwendet werden könnten. Video nach dem Break.

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Bei Hacker News ist ein schöner, kleiner Streit entbrannt um Patente, Rechte, Ehre zweier Firmen: Nth Degree vs. Rohinni. Rohinni machte dort gestern nämlich mit leuchtender Folie Schlagzeilen, so dünn wie Papier. "Stell Dir die Möglichkeiten vor", schreibt Rohinni auf der Lightpaper-Produktseite: Wir erfinden Licht neu: Für Werbung, Displays, Autos, Elektronika, Beleuchtung, Sport,... Rohinni, am 7. Juni 2013 als Handelsmarke geschützt. Das klingt alles toll, die Bilder sind offensichtlich optimiert - aber Leuchtpapier: wow! Und 2015 wollen sie damit schon auf den Markt.

Doch dann tauchte bei Hacker News Jcjray und schrieb: Dieses Leuchtpapier wurde von Nth Degree erfunden, er konnte auch ein Patent für Druckfähige Zusammensetzung aus flüssigen oder gelartigen Suspensionen von Dioden, eingereicht am 31. August 2011, veröffentlicht am 30. September 2014, vorlegen. Und offenbar unverfälschte Bilder von Prototypen.

Auch Osmium war nicht zu begeistern. Er erforscht LED-Technik und bezweifelt nicht nur die eh schon zweifelhafte Legitimität der Fotos sondern vor allem auch die Behauptungen von Rohinni - und bekommt eine Antwort von Eande, der selbst eine dünne Hintergrundbeleuchtung mit LEDs entwickelt: "Für mich stimmt hier etwas nicht." Aktuelles Lichtpapier sei - wie man auf Nth Degrees Bildern auch sehen kann - alles andere als gleichförmig hell. Es sind recht wenige LEDs, die zusammenklumpen und Lichtdreck auf einer durchsichtigen Folie ergeben.

Solange Rohinni also nicht vorlegt, Nth Degree ein Lizenzabkommen veröffentlicht oder klagt, bleibt erstmal nur, dieses etwas aussagelose Werbevideo nach dem Break anzuschauen.

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iPhone-Nutzer aus den USA und Kanada können sich ab dem 1. Dezember ein Upgrade - wie es BlackBerry nennt - auf das QuadratPhone Passport mit einem soliden Zuschuss von BlackBerry versüßen: BlackBerry verrechnet beim Passport-Kauf im Rahmen seines Trade-Up Program gebrauchte iPhones mit 300 bis 600 Dollar (ersteres fürs 4S, letzteres fürs 6). Die Aktion läuft dann bis Mitte Februar, allerdings wie gesagt nur in den USA und Kanada, hierzulande nimmt BlackBerry nur eigene Modelle in Zahlung.

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Ein oft unterschätzter Kollateralgewinn von Algorithmen zur Gesichtserkennung ist die Anwendung aufs Chaos, schrieb ich anlässlich des Pareidoloop-Projekts des Programmierers Phil McCarthy. Setzt man solche Algorithmen auf zufällig generierte Muster an, erhält man eine wunderschöne Sammlung gruseliger Unmenschen.

Der auf Hawaii lebende Künstler Sterling Crispin dreht den Wolkengesichter-Ansatz nun ordentlich weiter und lässt einen Algorithmus aus Blobs Pseudogesichter entwickeln, die von Facebooks Gesichtserkennung als "Gesicht" erkannt werden und druckt sie als formlose, gesichthaltige Masken aus. Damit will er zur Schau stellen, wie Maschinen und der Überwachungsstaat menschliche Identität sehen und so den unsichtbaren Machtstrukturen eine Form geben. Auf Facebook kann man den Fortschritt seines Algorithmus live beobachten.

Im Rahmen seines "Media Arts and Technology"-Studiums an der University of California Santa Barbara schreibt er über dieses Projekt eine Masterarbeit - da diese noch nicht fertig ist, bleibt mir nur ein wenig Spekulation, wie er auch auf Eigengesichter, eine für mich besonders spannende Methode zur Gesichtserkennung, zurück greift. Dabei werden Normgesichter entwickelt, von denen sich die zu untersuchenden Gesichter unterscheiden. Das untersuchte Gesicht ist dann die Differenz zu einer Datenwolke - und so hat alles seinen Sinn!

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Weihnachten. Fest der Tradition, des Handgemachten, das war mal. Auch das größte aller christlichen Jahresfeste kann sich vor dem technischen Fortschritt nicht mehr schützen. Nun ist der Weihnachtsbaum dran. Kluge Menschen haben sowieso einen aus Plastik oder Pappe, aber wer noch einen Schritt weitergeht, geht mit Aura, kabellos leuchtende Christbaumkugeln, die mit LEDs funktionieren. Natürlich lässt sich die Beleuchtung mit App steuern und der Strom kommt über Induktion, indem man einen Power Ring unter den Baum platziert. Fancy. Die Romantik geht vor die Hunde? So ein Ansatz hat durchaus eine Menge Vorteile. Keine gefährliche Hitze, Feuer noch Kabelsalat sind mit Aura zu befürchten. Totschlagargument? Kann man so sehen. Hinter der Quelle gibt es die Kickstarter-Kampagne (vor Xmas 2015 wird es also nichts), Video nach dem Break.

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Wie könnte das nächste Samsung Galaxy S6 aussehen? Eine Frage, die maximal Samsung selber beantworten kann. Oder man macht sich seinen eigenen Reim wie die Macher der indischen Webseite 91mobiles, die sich quasi ihr Wunschphone zusammengerendert haben. So verfügt dieses Konzept über ein 5,5 Zoll 2K-Display, 20 MP Isocell-Kamera und biometischen Sensor. Der Rücken erinnert an das HTC One, sonst bleibt man der neuen Linie mit Fakeleder treu. Was haltet ihr davon? Mehr in dem Video nach dem Break.

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Letztes Jahr haben die Evil Mad Scientist Laboratories den Tusche-Plotter WaterColorBot, der der Legende nach auf der Idee eines 12jährigen Mädchens basiert, mit einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne lanciert, jetzt kommt die verbesserte zweite Version des Geräts, die sich mit reduziertem Bastelkellerflair schon fast wie ein reguläres Produkt anfühlt: Der WaterColorBot 2.0 ist solider verarbeitet, sieht professioneller aus und kommt jetzt vollständig mit allem nötigen Zubehör ausgerüstet, damit man sofort loslegen kann, wobei sich am Preis (295 Dollar plus Versandgebühren) nichts ändert.

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Spec-Vergleiche sollen im Regelfall feine Details zwischen Mitbewerbern kenntlich machen. Wer hat mehr Pixel, mehr Prozessorpower oder den größeren Speicher. Wie in diesem Fall ein altes Nokia-Handy mit einem Smartphone zu vergleichen, ist natürlich Mumpitz. Wenn man sich aber die richtigen Kategorien aussucht, kann es nur einen Gewinner geben. Und das macht Infografiken ja auch so charmant, Subjektivität spielt auch hier eine große Rolle.

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