FOLGE ENGADGET


Das Konzept sprechender Puppen ist erstaunlich alt, erste Patente für entsprechende - kaum praxistaugliche - Techniken wurden bereits in den 1820ern angemeldet. 1890 brachte Supererfinder Thomas Edison dann tatsächlich sprechende Puppen auf den Markt, die auf seiner Phonographie-Technik basierten, wobei Wachs- oder Zinnzylinder als Tonträger zum Einsatz kamen. Mit Hilfe des 3D-Scan-Systems IRENE-3D wurden nun einige der noch erhaltenen, aber längst mehr direkt spielbaren Walzen wieder hörbar gemacht und die Ergebnisse sind - tscha - bemerkenswert. Was damals aus den Puppen klang, etwa Twinkle, twinkle little star, Hickory, dickory, dock, Now I lay me down to sleep oder Little Jack Horner, konnte Kinder eigentlich nur schwer verstören, kein Wunder also, dass Edisons sprechenden Puppen kein großer Erfolg vergönnt war.

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Infografik: Mehr Fotos dank Smartphone-Boom? | Statista

Ihr kennt sicherlich diese Überlegung: Durch die rasant ansteigende Anzahl von Smartphones im Alltag werden auch erheblich viel mehr Bilder geschossen. Das Institut für Demoskopie Allensbach hat mal nachgefragt. Und wenn ihr mich fragt, ist das Ergebnis erstaunlich - wenn auch ganz und gar nicht erfüllend.

Also: Parallel zum Smartphone-Absatz, will die Kurve oben sagen, steigt auch die Anzahl der Leute an, die "mindestens ein Mal pro Woche fotografieren". Die hat sich bei einer Verfünffachung der verkauften Smartphones seit 2008 nur verdoppelt: Statt damals 12 Prozent machen heute 25 Prozent aller Befragten ein Mal oder mehr pro Woche ein Bild.

Das sagt natürlich vielirgendwas über die Verbreitung von Smartphone-Fotografie in der Bevölkerung aus, aber wenig über eine angebliche Bilderflut. Außerdem gebe ich zu bedenken, dass ein ganz simpler Effekt eine riesige Auswirkung auf so eine Umfrage haben kann: Viele Leute werden ganz einfach nicht wissen, dass das Selfie, das sie gerade mit Whatsapp oder iMessage verschickt haben, ja auch ein Foto ist. Also: Wer weiß, wie Smartphone- und Fotoboom tatsächlich zusammen hängen.

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rift2

Was als Kickstarter begann, von Spielern, Unterstützern, Entwicklern und Enthusiasten aus aller Welt geformt wurde, heißt es etwas pathetisch im Oculus-VR-Blog, wird im ersten Quartal 2016 endlich auf den Markt kommen; Vorbestellungen seien bald möglich.

Hardware-, Software-, Input- und Spiele-Infos werden in den nächsten Wochen bekannt gegeben, nächste Woche solle es mit Tech-Specs losgehen. Wer sich für die Entwicklung von Oculus-Apps interessiert, soll sich im Oculus Developer Center melden.

Aber: Preis, Preis, Preis?! Keine Ahnung! Noch ein Bild des HMD nach dem Break.


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The Void hat sich vorgestellt - und was für eine Vorstellung das ist! The Void ist ein VR/AR-Freizeitpark, oder vielleicht doch eher ein Dungeon? Man betritt ihn mit VR-Brille, schreitet durch seine Räume und Gänge, sitzt in seinen Venturers und schwingt Schwert- und schultert Kanonenattrappen. Über die Brille (eine Eigenanfertigung) bekommt man einen virtuellen Raum vorgespiegelt, aber interessant wird das alles, weil man trotzdem mit der Welt interagiert. Man schreitet in VR und in Echt auf eine Konsole zu - die man mit seinen echten Fingern bedient, aber nur in VR sieht man sie als interaktives Touch-Display und nicht als Plastikbrett.

The Void ist ein US-Startup aus Salt Lake City, das diese VR-Freizeitparks als "Virtual Entertainent Centres (VECs) anbieten will: Dort stehen die Spielarenen, die so genannten Gaming Pods, die sich dank VR-Brille in eine virtuelle Umgebung aufhübschen lassen.

Wäh? Ach, einfach Teaser-Video anschauen - nach dem Break.

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Die Gegenwart ist düster, verkleistert und schrauberfeindlich, aber die Zukunft wird hell, freundlich und reparierbar! So jedenfalls das Fazit der notorischen Gerätezerleger von iFixit, die anlässlich des Star Wars Day ein Lichtschwert demontiert und eingehend auf seine Reparaturfreundlichkeit untersucht haben, wobei munter so getan wird, als sei der SciFi-Prügel ein ganz reguläres, funktionstüchtiges Gerät. Mit dieser Herangehensweise entpuppt sich die Lichtschwert-Replica von Brad Lewis als ein echtes Schrauberträumchen, das 10 von 10 Punkten auf der Reparierbarkeitsskala absahnt.

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DNA on an iPhone screen

Eine Plattform für medizinische Daten hat Apple mit ResearchKit schon. Aber glaubt man dem MIT Technology Review, dann will Cupertino damit auch noch an unsere DNA ran. Demnach arbeite das Unternehmen zusammen mit US-Forschern an Apps, die iPhone-Besitzern die Analyse ihrer DNA ermöglichen sollen. Die Apps gründen auf ResearchKit, heißt es in dem Insider-Bericht: Als Nutzer könnte man Speichelproben an ein Labor schicken und die Daten aufbereitet über die App einsehen.

Zunächst seien zwei Studien geplant, bei denen Apple nicht direkt DNA sammeln und verarbeiten will - das sei den akademischen Partnern vorbehalten. Eine dieser Studien werde von der University of California, San Francisco, durchgeführt und soll die Auslöser von Frühgeburten untersuchen, indem Gentests mit anderen auf den Smartphones von Schwangeren gesammelten Daten zusammengebracht werden.

Solche Daten würden von den Wissenschaftlern in einer Cloud verwaltet und nur eventuell wieder zurück ans iPhone der Kunden gespielt. Apple-Kunden könnten, heißt es reichlich schwammig in dem Artikel, vielleicht dereinst sogar mit einer Wischgeschte "Meine Gene teilen" mit anderen Menschen.

Zwar wollte Apple dem MIT Technology Review die Gerüchte nicht bestätigen. Aber "eine Person mit Wissen um die Pläne" habe erklärt, dass es der Firma letztlich darum ginge, "dem Individuum das Zeigen und Teilen" von DNA-Informationen zu ermöglichen, zum Beispiel den Organisatoren von wissenschaftlichen Studien.Meine Vermutung: Health-App-Anbieter, also kommerzielle Organe, dürften darauf besonders scharf sein.

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Die Flying Machine Arena der ETH Zurich war ja schon des Öfteren Schauplatz spektakulärer Drohnen-Stunts, aber das High-g quadrocopter training macht dann noch einmal ein ganz neues Fass auf: An einen Pfosten gebundene Drohnen sausen mit über 50 km/h gezwungenermaßen im Kreis und werden dabei Zentrifugalkräften von mehr als 13 g ausgesetzt - eine Art Astronautentraining für Flugroboter um die Belastungsgrenzen der Technik auszuloten. In der Roboter-Folterkammer rotiert dabei zunächst ein einzelner Quadcopter, danach sogar vier Geräte gleichzeitig, die beim schwindelerregenden Kreiseln sogar noch synchronisierte Manöver absolvieren müssen: Video nach dem Break.

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Ich bin kein Freund der Smart Citys, wenigstens nicht derer, die man sich in den Tech-Labors und -Magazinen immer so vorstellt: Technik als Feen-Zauberstab, um einem hübsch wuseligen Ort Effizienz und Kontrolle einzuzwiebeln. Aber es gibt ja auch ganz handfeste Gründe gegen die naiv gedachte Smart City: Sicherheitsprobleme mit gewaltigem Störpotenzial.

Dank Golem.de weiß ich von einer unlängst veröffentlichten Studie des Hacker-Forschers Cesar Cerrudo, der sich vergangenes Jahr in ein Sensornetzwerk einhackte, das den Verkehr in 40 amerikanischen Städten regelt, darunter San Francisco, Los Angeles, New York City und Washington DC, und auch in 9 anderen Ländern eingesetzt wird.

Und diese Studie macht schlechte Laune. Erstens, wie schlecht diese Netzwerke geschützt waren - warum?! - und zweitens, wie wenig nach dem Aufdecken durch den Hacker passiert ist: nämlich nichts.

Die aktuelle Angriffsoberfläche von Städten ist riesig und sperrangelweit offen für Angriffe. Das ist eine echte und unmittelbare Gefahr. Je mehr Technik eine Stadt benutzt, desto verwundbarer ist sie für Cyber-Angriffe, also tragen die smartesten Städten das größte Risiko.

Ich empfehle Cesar Cerrudos Studie aber nicht, um sich über die Gegenwart aufzuregen. Toll ist vor allem dessen Liste von Angriffsszenarien auf eine Smart City: schnell gelesene sechs Seiten (Seite 12-17).

(Roy Googin / New York City Gridlock / CC BY-SA 3.0)

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Android Logo be together, not the same

Man wird erst in ein paar Jahren sagen können, wie die App-Wars genau abliefen, wer zu welchem Zeitpunkt die Oberhand hatte, was die großen Vorstöße und Rückzüge waren. Aber klar ist trotzdem schon: Die Sache mit den Apps für Mobilgeräte ist ein Hauen und Stechen, alle gegen alle. Hersteller gegen Entwickler gegen Kunden gegen Gesetze.

Und während Apples Attraktivität als App-Goldgrube immer stärker leidet, will Google jetzt den Markt für Android-Apps auffrischen, wenn man The Information glaubt. Und zwar soll auf GooglesI/O-Konferenz Ende Mai das Unternehmen unter anderem Android-Entwickler die Möglichkeit für A/B-Tests geben. Das heißt, dass zwei unterschiedliche App-Version an Kunden ausgegeben werden und dann deren Leistungsfähigkeit verglichen werden kann.

Man mag jetzt denken: Toll, mehr Software-Qualität. Aber ich wette, dass das sofort auf penetrantere In-App-Kaufbewerbung, Conversion-Optimierung usw. hinausfläuft, also auf eine noch bessere Manipulation zum In-App-Kauf oder -Werbeklick von App-Kunden. Freut euch.

Klickt das blaue oder das rote Symbol besser, führt das große oder das kleine Herz zu mehr In-App-Käufen? Ich sagte: Freut euch!

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Die polnische Idea Bank hat BMWs Elektroauto i3 zum mobilen Geldautomaten umgebaut, den man in Warschau per App rufen kann. Am Ziel angekommen, fährt das Geldvehikel die hintere Scheibe herunter hinter dem sich ein Geldautomaten verbirgt - Ein Service nach unserem Geschmack, wobei leider etwas unklar bleibt, ob der Mobilny Wpłatomat allen oder nur Geschäftskunden offen steht und wieviele von den Automatenautos die Bank betreibt. Auf jeden Fall taugt das Konzept aber als SciFi-Indikator: Zukunft ist, wenn selbstfahrende Geldautomaten durch die Straßen rollen und von autonomen Räuberrobotern überfallen werden. Videos nach dem Break.

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