FOLGE ENGADGET


Ein oft unterschätzter Kollateralgewinn von Algorithmen zur Gesichtserkennung ist die Anwendung aufs Chaos, schrieb ich anlässlich des Pareidoloop-Projekts des Programmierers Phil McCarthy. Setzt man solche Algorithmen auf zufällig generierte Muster an, erhält man eine wunderschöne Sammlung gruseliger Unmenschen.

Der auf Hawaii lebende Künstler Sterling Crispin dreht den Wolkengesichter-Ansatz nun ordentlich weiter und lässt einen Algorithmus aus Blobs Pseudogesichter entwickeln, die von Facebooks Gesichtserkennung als "Gesicht" erkannt werden und druckt sie als formlose, gesichthaltige Masken aus. Damit will er zur Schau stellen, wie Maschinen und der Überwachungsstaat menschliche Identität sehen und so den unsichtbaren Machtstrukturen eine Form geben. Auf Facebook kann man den Fortschritt seines Algorithmus live beobachten.

Im Rahmen seines "Media Arts and Technology"-Studiums an der University of California Santa Barbara schreibt er über dieses Projekt eine Masterarbeit - da diese noch nicht fertig ist, bleibt mir nur ein wenig Spekulation, wie er auch auf Eigengesichter, eine für mich besonders spannende Methode zur Gesichtserkennung, zurück greift. Dabei werden Normgesichter entwickelt, von denen sich die zu untersuchenden Gesichter unterscheiden. Das untersuchte Gesicht ist dann die Differenz zu einer Datenwolke - und so hat alles seinen Sinn!

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Weihnachten. Fest der Tradition, des Handgemachten, das war mal. Auch das größte aller christlichen Jahresfeste kann sich vor dem technischen Fortschritt nicht mehr schützen. Nun ist der Weihnachtsbaum dran. Kluge Menschen haben sowieso einen aus Plastik oder Pappe, aber wer noch einen Schritt weitergeht, geht mit Aura, kabellos leuchtende Christbaumkugeln, die mit LEDs funktionieren. Natürlich lässt sich die Beleuchtung mit App steuern und der Strom kommt über Induktion, indem man einen Power Ring unter den Baum platziert. Fancy. Die Romantik geht vor die Hunde? So ein Ansatz hat durchaus eine Menge Vorteile. Keine gefährliche Hitze, Feuer noch Kabelsalat sind mit Aura zu befürchten. Totschlagargument? Kann man so sehen. Hinter der Quelle gibt es die Kickstarter-Kampagne (vor Xmas 2015 wird es also nichts), Video nach dem Break.

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Wie könnte das nächste Samsung Galaxy S6 aussehen? Eine Frage, die maximal Samsung selber beantworten kann. Oder man macht sich seinen eigenen Reim wie die Macher der indischen Webseite 91mobiles, die sich quasi ihr Wunschphone zusammengerendert haben. So verfügt dieses Konzept über ein 5,5 Zoll 2K-Display, 20 MP Isocell-Kamera und biometischen Sensor. Der Rücken erinnert an das HTC One, sonst bleibt man der neuen Linie mit Fakeleder treu. Was haltet ihr davon? Mehr in dem Video nach dem Break.

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Letztes Jahr haben die Evil Mad Scientist Laboratories den Tusche-Plotter WaterColorBot, der der Legende nach auf der Idee eines 12jährigen Mädchens basiert, mit einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne lanciert, jetzt kommt die verbesserte zweite Version des Geräts, die sich mit reduziertem Bastelkellerflair schon fast wie ein reguläres Produkt anfühlt: Der WaterColorBot 2.0 ist solider verarbeitet, sieht professioneller aus und kommt jetzt vollständig mit allem nötigen Zubehör ausgerüstet, damit man sofort loslegen kann, wobei sich am Preis (295 Dollar plus Versandgebühren) nichts ändert.

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Spec-Vergleiche sollen im Regelfall feine Details zwischen Mitbewerbern kenntlich machen. Wer hat mehr Pixel, mehr Prozessorpower oder den größeren Speicher. Wie in diesem Fall ein altes Nokia-Handy mit einem Smartphone zu vergleichen, ist natürlich Mumpitz. Wenn man sich aber die richtigen Kategorien aussucht, kann es nur einen Gewinner geben. Und das macht Infografiken ja auch so charmant, Subjektivität spielt auch hier eine große Rolle.

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Facebook hat heute weltweit sein neuestes Produkt gelauncht. Es heißt Rooms und ist für iOS-Geräte entwickelt worden. Gerade Facebook will interessanterweise, das "alte Internet" aufs Smartphone zurück bringen. Rooms sind eine Art Forum, wo man sich über Interessen und spezielle Themen austauschen kann. In Südkorea gibt es seit langer Zeit die Internet-Tradition der sogenannten Bang (wörtlich übersetzt Zimmer, Raum), in denen sich die Community austauscht. Nun Facebooks angloamerikanischer Versuch. Die Erklärung liest sich so. Die Pressemitteilung findet ihr hinter dem Break.
Die Faszination in den Anfangszeiten des Internets bestand darin, zum ersten mal auf globaler Ebene mit Menschen zu interagieren, mit denen man im Alltag sonst keinen Kontakt hatte. Foren und Chaträume haben Menschen mit gleichen Interessen die Möglichkeit gegeben, sich zu verbinden – auch wenn sie geographisch und aus sozialer Sicht weit entfernt voneinander waren. Und auch Anonymität gehörte dazu.



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Der Filmemacher Danny Cooke ist unlängst für die CBS-Sendung 60 Minutes in die Gegend des havarierten Kernkraftwerks Tschernobyl gereist und dabei hatte er nicht nur Kameras (Canon 7D, GoPro Hero3+) sondern auch den Quadrocopter DJI Phantom 2 im Gepäck, mit dessen Hilfe Cooke die Geisterstadt Prypjat, die vier Kilometer vom Katastrophenreaktor entfernt verfällt, aus neuen, sehenswerten Perspektiven filmen konnte. Video nach dem Break.

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Unser Kram muss smart werden, damit wir so richtig schön gedankenverloren schusselig durch die Welt tapern können - jedenfalls scheint die SmartWallet auf dieser Logik zu basieren, die gerade bei Indiegogo um Unterstützung wirbt: Die Brieftasche wartet zum einen mit einem Akku mit 1.000 mAh auf, der das Smartphone laden kann, wenn der Nutzer wieder mal vergessen hat, es rechtzeitig an die Steckdose zu hängen. Außerdemö kann man entweder das Smartphone oder das SmartPortemonnaie finden, wenn man ersteres oder letzteres wieder mal verlegt hat - richtig blöd wird´s nur, wenn man beide verbummelt. Nach unserem Geschmack muss eine wahrhaft schlaue Brieftasche zwar anders ticken, aber wer auf das mit Bluetooth und GPS aufgebrezelte Teil steht, kann es für 75 Dollar plus 10 Dollar für den internationalen Versand bei Indiegogo vorbestellen. Video nach dem Break.

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Ende Oktober ist eine Antares-Rakete mit dem unbemannten Versorgungsraumschiff Cygnus an Bord sechs Sekunden nach dem Start explodiert. Nach dem Crash wurde der Weltraumbahnhof Wallops im US-Bundesstaat Virginia für die Untersuchungen zur Ursache der Explosion gesperrt, wodurch unabhängige Medien zunächst auch keinen Zugang zu ihren Kameras hatten, die in direkter Umgebung der Startrampe platziert waren. Die Kameras konnten unterdessen allerdings geborgen werden und das aufgenommene Material für weitere Untersuchungen gesichert, weshalb nun Zero-G News und AmericaSpace.com endlich Zugang zu ihrem Equipment und den Aufnahmen bekamen, die die Explosion aus verschiedenen Perspektiven nahe der Startrampe zeigen. Video nach dem Break.

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