FOLGE ENGADGET


Mit einem zweiten Display, das in das Chassis integriert ist, will Lenovo gleich zwei Fliegen mit einer Smart-Watch-Klappe schlagen: Das Recht auf Privatsphäre einerseits und die Darstellungsbegrenzungen, die kleine Displays wie auf Uhren eben mit sich bringen. Anschnallen, jetzt kommt Science Fiction.

Die Uhr – vorgestellt auf der aktuell in Peking stattfindenden Tech World Konferenz von Lenovo – erinnert im aktuellen Prototypen-Design sehr an Motorolas Moto 360 – keine Überraschung –, ist jedoch mit einem zweiten Display im Armband ausgestattet. Dieser Screen ist zwar faktisch noch kleiner als das runde Haupt-Display, soll mit Hilfe "optischer Reflexionen" die dort angezeigten Inhalte jedoch 20 Mal größer darstellen, als es das Display tatsächlich hergibt. Science Fiction eben. Um das Display zu aktivieren, muss man lediglich seinen Arm heben und Augenkontakt mit dem Screen herstellen.

Und was soll es dort zu sehen geben? Karten, Bilder (eine Art 3D-Ansicht dank des Beschleiunigungssensors inklusive) und sogar Videos. Da das DIsplay nur anspringt, wenn man es selbst aktiviert, eignet es sich natürlich auch für die Art von Benachrichtigungen etc., die man lieber für sich behalten will. Android Central berichtet, dass die Uhr mit einer speziellen Android-Version läuft. Und einen Namen hat sich auch schon: Magic View.

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9To5Mac berichtet, dass Apple mit der Einführung von iOS 9 auch den Star eines Google-Now-Konkurrenten plant. Der Service heißt in der Entwicklungsphase "Proactive" und soll Informationen aus Apps, dem Adressbuch und dem Kalender mit Hilfe der eigenen Karten-App und natürlich Siri zu einem persönlichen Assistenten machen. Google liegt hier aktuell deutlich vor Apple. Zwar bietet das Benachrichtigungs-Zentrum von iOS schon jetzt sporadisch Informationen, die über Termine etc. hinausgehen – zum Beispiel die Entfernung vom Büro nach Hause – viel mehr ist jedoch aktuell noch nicht drin. Der neue Service soll in iOs 9 prominent platziert werden.

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Die Macher von Mail Pilot, einem meiner Meinung nach ziemlich in den and gesetzten E-Mail-Client für OS X und vor allem iOS, bringen demnächst einen Dienst an den Start, der sich zwischen euch, den Userinnen und Usern, und allen Newsletter-Anbietern, Spammern und Scammern stellen will. Die Idee dahinter scheint schlüssig: Will man Newsletter abonnieren, dann macht man das zukünftig nicht mehr mit der eigenen E-Mail-Adresse, sondern mit einer von Throttle generierten. Dieser Account greift alle Mailings ab und liefert sich gebündelt einmal pro Tag aus. So vergeudet man keine Zeit mit dem Lesen vermeintlich nutzloser Informationen, sondern schaut zukünftig konzentriert und fokussiert, ob es etwas Nützlich dort zu entdecken gibt.

Vorteil: Die Anbieter bekommen nie eure echte Adresse, können so also diese Informationen auch nicht verkaufen und euch zum Spam-Opfer machen. In einem Web-Interface können darüber hinaus bestimmte Einstellungen vorgenommen werden, Dinge mehr oder weniger anonym abbestellt oder bis in alle Ewigkeiten geblockt werden. Je nach Features-Umfang reicht das Preis-Modell von umsonst bis 10 US-Dollar pro Monat. Wer sich angesprochen fühlt, kann ab sofort seine E-Mail (sic!) für eine Einladung zum Test hinterlassen.

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Lenovo bringt Mitte Juni zwei neue Laptops in Umlauf. Das erste, das Z51, – oben im Bild – ist mit 15"-Display und voller HD-Auflösung, Dolby-Sound und auf Wunsch auch AMD-Grafikkarte vor allem an Film- und gaming-Fans adressiert. Schnelles Wifi im a/c-Standard soll für ruckelfreies Streaming sorgen, so es die heimische Netzwerk-Verbindung denn hergibt. Speicher-seitig gibt es entweder 256 GB SSD oder eine Hybrid-Festplatte mit bis zu 1 TB Kapazität. Wer es ganz wild mag, kann auch eine RealSense-Kamera von Intel dazu buchen. Die ermöglicht nicht nur dreidimensionale Spiele, sondern auch das entsprechende Scannen, spezielle Gestensteuerung usw. Los gehtÄs bei 599 Euro.

Das IdeaPad 100 ist mit einem Einsteigerpreis von gerade mal 299 Euro deutlich günsitger, setzt auf einen Bay-Trail-Prozessor und ist mit einer Festplatte mit einer Kapazität von bis zu 500 GB ausgestattet. Der Akku hingegen hält maximale vier Stunden. Immerhin liefert Lenovo auch hier ein 15"-Display.

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Ab kommenden Dienstag, das ist der 2. Juni, verkauft der chinesische Durchstarter Xiaomi, seine Produkte auch in Deutschland: online und quick & dirty. Das betrifft explizit nicht die Smartphones, sondern lediglich Zubehör und Accessoires. Also den hauseigenen Fitness-Tracker Mi Band, Kopfhörer und das Ladegerät Mi Power Bank. Toll oder meh? Ein Anfang ist immerhin gemacht, zumal der Start des europäischen Logistik-Unterfangens ja eigentlich schon vorher ... egal. Willkommen und hallo, lasst uns doch mal Steuernummern tauschen.

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Eine Kamera, 97.000 Bilder und die Gesichtserkennungs-Funktion von Google Picasa, die 457 Individuen auf den an 159 Nachmittagen aufgenommenen Fotos identifiziert. Das ist das Rohmaterial, aus dem der dänsiche Künstler Simon Høgsberg sein Grocery Store Project entwickelte.

Das Ergebnis ist ein Netz aus 2067 Bildern der identifizierten Personen vor einem Supermarkt in Kopenhagen: Auf einem Bild ist eine kleine Personengruppe zu sehen, vertikal und horizontal werden an verschiedenen Tagen geschossene Fotos der identifizierten Personen arrangiert. Die Installation ist per Maus und Tastatur erforschbar - und eröffnet eine ganz seltsame Unheimlichkeit und Nähe.

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Daniel Rozin stellt "interaktive Kunst her", technische Spielereien mit Kunstansatz. Ein besonderes Faible hat er für physische Bildmanipulationen: mechanische und Software-Spiegel, Videomalerei, Glasskulpturen und seine "Proxxi"-Bilder, die je nach Abstand ein anderes Motiv zeigen.

Einer seiner meistverwendeten Ansätze ist die Aufnahme einer Person mit dem Xbox-3D-Scanner Kinect - und die Manipulation "untechnischer" Materialien, so dass sie wie ein Spiegel ein Teilbild der Person wiedergeben.

Für die "Descent With Modification"-Ausstellung der Bitforms-Galerie in New York (noch bis 1. Juli 2015) hat er nun seinen Fellspiegel "PomPom Mirror" entwickelt - Video nach dem Break.

dr_penguins_3-wDas ist natürlich ganz hübsch - aber nichts im Vergleich zu der Kolonie von Spielzeugpinguinen, die sich nach einem Bildinput der gespiegelten Person entweder mit ihrem weißen Bauch entgegen stellen oder sich abwenden und ihren schwarzen Rücken zeigen.

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Am 7. September 1940 begannen die verheerenden Angriffe der deutschen Luftwaffe auf Großbritannien. In 57 aufeinanderfolgenden Nächten und monatelangen, regelmäßigen Bombardierungen wurde London in Schutt und Asche gelegt. Mehr als eine Millionen Häuser in London wurden zerstört, über 40.000 Zivilisten getötet und viele mehr verletzt. Was bald "The Blitz" hieß, war ein Terrorangriff auf die britische Gesellschaft. Er verfehlte seine erwünschte Wirkung, aber drängte letztlich die amerikanische Bevölkerung aus ihrer isolationistischen Haltung - und führten damit auch zum Kriegseintritt der Amerikaner.

Bomb Sight - screenshot thumbnailMan muss dieses Ausmaß an Vernichtung und Terror verstehen, um das späteren Vorgehen der Alliierten gegen Deutschland zu verstehen. Und ein Schritt dahin ist diese - schon 2012 - veröffentliche Karte jeder von den Deutschen auf London abgeworfenen Bombe. Ein Klick auf so eine Bombe - Zufallsklick - führt zu Bildern und aufgezeichneten Erinnerungen von Londonern in der unmittelbaren Umgebung (Daten vom BBC-Projekt WW2 People's War). Sich das anzuhören und anzuschauen fällt schwer. Eine Android-App bringt den Bomben-Terror vermittels Augmented Reality zum Spaziergang durch London.

Preview-Video nach dem Break.

Das Projekt ging bereits 2012 online. Ich bin bei Hacker News drauf gestoßen und fand es angesichts der Vricon-Meldung von heute Vormittag angemessen, eine pazifistische Kartennutzung als Gegengewicht zu zeigen.

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Guillaume Rolland hat mit diesem SensorWake den Google Science Fair als eine der "Top 15 Erfindungen, die die Welt ändern können" gewonnen - und wendet sich nun an die Öffentlichkeit mit einer Bitte: Kauft alle alle meinen Wecker, der Euch mit dem Geruch von Croissants, Pfirsichen, Blumen und - nur für Frühkäufer - "Dollar & Ebenholz-Luxus" weckt.

SensorWake ist ein einfacher Wecker, der am Vorabend mit einer Geruchskartusche befüllt werden kann, die dann zur Weckzeit ihren Duft verströmt. Eine Kartusche kostet 7,5 Euro und soll 60 Weckvorgänge durchhalten. (Im Gegensatz etwa zu Scentee bedarf er keines Smartphones.)

Mithilfe von 100 Testpersonen hat Rolland herausgefunden, dass sein Duftwecker tatsächlich Menschen aufzuwecken vermag - in weniger als zwei Minuten in 99 Prozent aller Fälle, schreibt er. Und weiter: Für die 1 Prozent mit verstopfter Nase schaltete sich nach drei Minuten unerfolgreicher Weckerei ein Audio-Wecker hinzu.

Video nach dem Break.

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Wer diese Nachricht zum Beispiel per iMessage an ein iPhone sendet, versetzt es damit angeblich in den Tiefschlaf; iPhones mit Jailbreak schalten nach Erhalt zumindest in den Safe-Mode um. Bei Reddit hieß es deshalb in den letzten Stunden: Warum?

Für Reddit-Mitglied Sickestdancer98 ist das nichts Neues: eine altbekannte Schwachstelle der Banner-Notification im Umgang mit Unicode-Text. "Der Banner", schreibt er bei Reddit, "versucht kurz die eingehende Nachricht dazustellen und 'gibt dann auf', er crasht also. Ist das eine mögliche Sicherheitslücke? Vielleicht. Gab's das schon? Ungefähr seit iOS 6. Kann es gefixt/gepatcht werden? Das, meine Freunde, hängt ganz von Apple ab."

Ein Bug in der CoreText API, schrieb im August 2013 zum Beispiel schon einmal Ars Technica, der sowohl iOS als auch OS X betrifft.

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