FOLGE ENGADGET


Mehdi Sadaghdar entwickelt sich langsam aber sicher zum Johnny Knoxville der Elektrobastel-Nerds: In einer aktuellen Folge seiner Video-Reihe Electro Boom ergründet der furchtlose Forscher, welchen Einfluss die Wechselstrom-Frequenz auf das Schmerzempfinden hat - was Sadaghdar dann natürlich im Selbstexperiment erkundet, indem er Elektroden an seine Zunge klebt, 4 Volt Spannung anlegt und am Frequenzknopf dreht. Sein subjektives Schmerzempfinden hat er dabei auf einer frei gewählten Skala eingetragen, auf der sich eine interessante Kurve (pdf) der masochistischen Wissenschaft ergibt. Video nach dem Break.

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Das Konzept Herz in der Box ist uns 2011 schon mal untergekommen, damals wurden die Organ-Transportbehälter für schlagende Herzen gerade klinisch getestet. Inzwischen wird die Herz-Box der US-Firma Transmedics von 15 Kliniken in Großbritannien und Australien genutzt und Transmedics hofft auf den Durchbruch der Geräte mit Pumpe und Sauerstoffzufuhr durch die Zulassung in den USA, die allerdings ob ethischer Bedenken verweigert werden könnte, da die Herzschlag-erhaltenden Geräte Mediziner zur vorschnellen Organentnahme verleiten könnten.

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Nicht zuletzt der Trend zu 4K-Filmen erhöht dieser Tage den Erfolgsdruck bei der Weiterentwicklung von Videokompressions-Verfahren und dabei zeigt Google wiederum Ehrgeiz den dominierenden Videocodecs H.264 und H.265 (aka HEVC) mit seiner konzerneigenen (Open-Source-)Entwicklung Konkurrenz zu machen. Dabei geht es um den Nachfolger von Googles VP9-Codec, der schlicht VP10 heißt und der Konkurrenz in Sachen Kompression wiederum um eine Dimension überlegen sein soll, wonach VP10 doppelt so effizient sein müsste wie H.265, sprich: Nur halb so große Files wie der Platzhirsch produzieren sollte. Damit nicht genug, versprach der zuständige Google-Manager James Bankoski gerade auch noch, dass VP10 eine Verbesserung der Bildqualität (schärfer, kontrastreicher und farbechter) bieten wird - allerdings erst Ende 2016.

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YouTuber Poehavshiy hat ein sehenswertes Filmchen gepostet, das zeigt wie 2000 Schuss Munition in einem Spezialofen unschädlich gemacht werden, was naturgemäß ein heftiges Feuerwerk im Popcorn-Stil abgibt. Das Video nach dem Break lässt in Puncto Auflösung zu wünschen übrig, aber es vermittelt auch so einen recht lebhaften Eindruck der Knaller-Hölle, die in der Entsorgungs-Brennkammer herrscht.

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Nachdem wir neulich schon die Galerie der Maschinenträume bestaunt haben, die die psychedelische Sicht eines neuronales Netzwerks auf unsere Welt darstellt, kommen nun Forscher aus Tübingen mit einem Algorithmus ums Eck, der scheinbar beliebige Fotomotive in typische Werke berühmter Künstler verwandeln kann. Die Software scheint problemlos neue Kandinskys, Van Goghs, Munchs oder Picassos zu produzieren, auch wenn dies jeweils mit einer Stunde Rechenzeit verbunden ist, weshalb der Stunt nicht gar so schnell aufs Smartphone kommen wird. Aber den Tübinger Forschern geht es mit ihrer Arbeit (pdf) auch nicht um den nächsten Foto-Filter-Hit, sondern darum zu demonstrieren, wie Bildanalyse-Software Inhalt und Stil eines Bildes unterscheiden kann.

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Im Rahmen des letzten Galaxy-Events kündigte Samsung auch kurz die Gear S2 an und verriet, dass die neue runde Smartwatch auf der IFA debütieren wird, und seitdem ist der Konzern dann im Teaser-Modus und dies auch noch kurz vor offiziellem IFA-Start: Die Gear S2 soll ein 1,2-Zoll-Display haben, mit 11,4 Millimetern eher stattlich als zart ausfallen und unter Tizen OS mit einer 1-GHz-CPU arbeiten, ließ Samsung im Vorfeld der Berliner Messe durchsickern. Die runde Smartwatch soll demnach außerdem NFC an Bord haben, optional auch 3G beherrschen und in verschiedenen Designs kommen.

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Dass Apple am nächsten Mittwoch nicht nur neue iPhones, sondern auch eine überarbeitete Version der Settop-Box Apple TV präsentieren wird, wurde ja an dieser Stelle schon als todsicherer Tipp gehandelt, jetzt legt Variety noch einen drauf und berichtet, dass der Konzern auch Produzent eigener TV-Inhalte werden will, womit man dann in diesem Bereich in einer Liga mit Netflix, Hulu und Amazon spielen würde. Federführend soll dabei Online-Manager Eddy Cue sein, der bereits Gespräche mit den maßgeblichen Hollywood-Firmen führen soll. Ob uns dann demnächst Original Apple Series ins Haus stehen oder ob es der Konzern Spielfilm-Produktionen anpeilt, sagt Variety allerdings nicht - Abwarten.

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Eine Smart Watch, die mit Googles Android Wear läuft, ist ganz schnell eine ganz schöne Schlunze, wenn man die Uhr zwar toll, sein iPhone aber noch toller findet und unter keinen Umständen aufgeben will. Das ändert sich heute, zumindest für die Besitzer ausgewählter Android-Uhren. Google hat Android Wear für iOS veröffentlicht.

Davon profitieren kann man im Moment nur, wenn man eine LG Watch Urbane (Luxus-Edition hin oder her) besitzt. Ebenfalls unterstützt wird die Huawei Watch (finale Vorstellung am kommenden Mittwoch in Berlin) und die Zen Watch 2 von Asus (auch noch nicht auf dem Markt). Ältere Uhren kommen nicht in den Genuss zu kommen, zumindest offiziell. Das hat mit dem Pairing-Prozess zu tun, für den die aktuellste Version von Android Wear benötigt wird.

So lassen sich nun so ziemlich alle Features unter iOS nutzen, die man bereits aus dem Zusammenspiel von Uhr und Android-Telefon kennt. Google-Services sind integriert (eine seprate Installation der jeweiligen iOS-Apps ist nicht nötig), außerdem werden Benachrichtigungen von anderen iPhone-Apps auf der Uhr gezeigt. Was allerdings noch nicht funktioniert, ist die native Unterstützung von Drittanbieter-Apps.

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Adam Spiers von der Uni Yale hat ein Navigations-Gadget ausgetüftelt, das dem Nutzer haptisch den Weg weist: Das Gerät besteht aus einem handlichen Kubus, dessen obere Hälfte sich in die gewünschte Richtung bewegt. Der Navi-Würfel namens Animotus soll eine Alternative zu Vibrations-Geräten in Schuhen, Handschuhen oder Gürteln darstellen, die laut Spiers viele Nutzer auf Dauer enervieren, ähnliches gelte für akustische Systeme, die insbesondere für blinde Nutzer oft irritierend seien, weil sie von den Umgebungsgeräuschen ablenken, die für die situative Orientierung elementar sind. Video nach dem Break.

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American Hacker zeigt in einem Video, wie man sich mit einfachsten Mitteln eine bionische Hand aus Pappe, Bindfaden und Strohhalmen baut, deren Finger sich durchs Ziehen am entsprechenden Faden steuern lassen. Einen ernsthaften praktischen Nutzen hat die solchermaßen ferngesteuerte Papphand eher mal nicht, aber als Kostüm-Gimmick dürfte sie gute Dienste tun - mal abgesehen davon, dass die tendenziell kostenlose Bastelei ein feiner Feierabendspaß sein dürfte: Video nach dem Break.

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