FOLGE ENGADGET


Laut einem Bericht des Guardian gründet die britische Armee eine spezielle "77th Brigade" für den Kampf in Onlinemedien. Damit sind unter anderem soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter gemeint. Unkonventionelle Kriegsführung nennt sich das und ließe sich natürlich auch mit Propaganda umschreiben. Immerhin ist es eine gewaltlose Truppe und sie will wohl von den russischen Unternehmungen, den Erfahrungen in Afghanistan und der IDF lernen, die immerhin auf 60 Plattformen in sechs Sprachen unterwegs sind. Den Namen bekommt die Truppe von einer speziellen Guerilla Truppe der indischen Armee im 2. Weltkrieg. Die britische Armee ist übrigens (siehe Link) auch so schon recht munter in sozialen Netzwerken unterwegs, die neue Truppe dürfte aber etwas verdecktere PR-Aufgaben übernehmen.

Das Foto des britischen Verteidigungsministerium zeigt übrigens nicht die Truppe bei der Arbeit, aber es passte irgendwie zu gut.

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Neulich machte sich Bill Gates ja ganz offen Sorgen um die Zukunft der künstlichen Intelligenz. Ihr wisst schon, die werden schnell schlauer als wir, die müssen dringend einen Ethik-Grundkurs belegen. Fanden wir ja etwas albern, aber nachdem wir heute gelernt haben, dass die DARPA an der Universität von Maryland einen Roboter finanziert hat, der ausgehend von YouTube-Kochvideos lernen konnte, welchen Kochlöffel er bei welchem Rezept zu schwingen hat, sind wir auch besorgt. Die Vorstellung, was Roboter alles sonst noch von YouTube lernen können, lässt uns nämlich wirklich etwas ungemütlicher in die Zukunft blicken. Und dabei sind Schminktipps noch die angenehmste Vorstellung. Es ist ja auch kaum anzunehmen, dass die DARPA plant, einen Roboter zu entwickeln, der Kartoffeln für die Truppen schält.

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Das MusicMakers Hacklab im Rahmen des CTM-Festivals präsentiert nach einer Woche intensiven Bastelns heute in Berlin seine Abschlussveranstaltung. Moderiert von Leslie Garcia und Peter Kirn ging es dieses Jahr unter dem Motto "Tuning Machines" um Wechselwirkungen zwischen Mensch, Maschine und Natur im Kontext audiovisueller Performance. Zu sehen und zu hören sind unter anderem ein Kombucha-Pilz, der Synthesizer spielt, ein über Hirnwellen und Herzrate gesteuertes Interface und Musik, die Muskeln über Elektrostimulation zucken lässt. Los geht´s ab 17 Uhr im HAU2 (Hallesches Ufer 32), der Eintritt kostet 8 Euro.

[Fotos: Ruthe Zuntz]


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Toothpick ist eine App, die auf der Oberfläche so tut, als würde sie Trinkgeld berechnen und dabei Frauen, die einen bedienen, 22% weniger zukommen lassen. Mittels Gender-Abzug. Die Idee dahinter ist natürlich: wenn Frauen im Arbeitsleben weniger Geld für gleiche Arbeit bekommen, dann sollte man beim Trinkgeld genau so unverschämt sein. Apps als Methode, Bewusstsein für reale Probleme zu entwickeln, sind nicht neu, wir befürchten allerdings, bei Toothpick wird der ein oder andere ernsthaft übersehen, dass die App als zynischer Kommentar gedacht ist, nicht dafür, Trinkgeld zu sparen.

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Ihr vermisst die peinlichen Serien für Teenager aus den 80ern? Keine Sorge. Sie sind zurück. Snapchat hat in Folge des neuen Snapchat Discover Programms, dass Chat-Nutzern irgendwelche Inhalte von Sponsoren vorstellt, jetzt auch selber mal Inhalt gemacht. Soll ja alles nicht ganz so auffallen. Eine Serie soll es werden und der Titel "Literally Can't Even" verspricht schon Übles. Zielgruppenaffinität mit der Brechstange. Zwei Freundinnen gehen zu einer Poolparty und die Jungs sind echt doof. Und die Protagonistinnen echt peinlich. Und überhaupt jeder ein Abziehbild furchtbarster Vorurteile über Jugendliche, die noch nicht mal sonderlich jugendlich aussehen. Aber, genießt selbst, im Video nach dem Break, und ihr braucht nicht mal Snapchat anschalten. Wir nehmen es euch aber auch nicht übel, wenn ihr es nicht bis zum großen Finale, dem "Kuss" am Ende, aushaltet.

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Auf Reddit ist bekannt geworden, dass WhatsApp endlich die Anruffunktion freigeschaltet hat, die vor gefühlten Ewigkeiten mal angekündigt wurde. Es ist allerdings völlig unklar wie der Rollout vonstatten geht. Manche vermuten, man müsse angerufen werden, dann würde sich die Option freischalten, andere wiederum können das nicht nachvollziehen. Scheinbar gibt es die Funktion nur für bestimmte Smartphones und auch unter denen muss gelegentlich die App neu installiert werden, ähnlich wie schon bei der Webapp von WhatsApp. Weiteres Gerücht: es funktioniert vor allem bei Smartphones mit Lollipop. Manche haben auch Erfolg mit gerooteten Smartphones und der Version die von der Webseite von WhatsApp aus angeboten wird. Es ist wohl schlichtweg etwas Geduld angesagt. Eine Pressemeldung von WhatsApp steht aus. Video nach dem Break.

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Nachdem The Pirate Bay im Dezember nach einer Polizeiaktion von der Bildfläche verschwunden war und nach einer Weile mit einem Countdown als Domain wieder auftauchte, ist die Webseite jetzt, überpünktlich, wieder da. Auf Torrentfreak ist man sich nicht ganz schlüssig, was nun alles wiederbelebt wurde und vieles scheint auch noch etwas wackelig zu sein, aber man vermutet auf jeden Fall, dass es keinen Zugang für Moderatoren mehr gibt, die früher dafür gesorgt haben, dass allzu offensichtlicher Müll aussortiert wurde. Die Seite ziert etwas pathetisch ein Phoenix und die Wiederbelebung ist offenbar auch etwas wackelig, denn gelegentlich ist die Seite dann doch nicht erreichbar. Für die meisten dürfte aber auch die Nostalgie reichen, denn Torrents sind letztendlich dieser Tage ja auch mehr ein Symbol.

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Ihr wolltet schon immer eine Lizenz für Google Earth Pro, aber 350 Euro reißen ein zu tiefes Loch ins Portemonnaie? Dann solltet ihr jetzt zugreifen: Die Profi-Version der Earth-Software könnt ihr ab heute gratis herunterladen - wie lange noch, steht in den Sternen. Dazu müsst ihr zuerst dieses Anmelde-Formular ausfüllen. Pro bietet erweiterte Mess- und Zeichentools, den Ausdruck hochauflösender Bilder, mehr Daten und die Erstellung von Videos virtueller Flüge rund um die Welt. Eine Beschreibung der Features und einen Vergleich der beiden Versionen seht ihr auf der Produktseite.

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Ihr erinnert Euch: Nachdem ein Uber-Fahrer mutmaßlich eine Kundin vergewaltigt hatte, wurde Uber in Indien verboten. Zum ersten Mal sah sich das Unternehmen gezwungen, eine reguläre Taxilizenz zu beantragen. Nun hat das Opfer den Fahrdienstvermittler in den USA verklagt und fordert eine Entschädigung. "Uber lockt Kunden mit einer ‚Verpflichtung zu Sicherheit', dabei ist es eigentlich nur seiner Profitsteigerung verpflichtet, indem es in die am dichtesten besiedelten Märkte expandiert", heißt es laut n-tv in der Anzeige.

Tatsächlich soll der Angeklagte schon einmal wegen eines mutmaßlichen sexuellen Übergriffs in Haft gewesen sein. Wie n-tv weiter schreibt, hatte Uber aber kein polizeiliches Führungszeugnis von ihm verlangt. Uber-Chef Travis Kalanick sieht demnach eine Mitschuld beim indischen Staat, weil dieser die Taxi-Fahrer überprüfen müsse. Uber arbeite aber nur mit Fahrern zusammen, die über eine solche gewerbliche Lizenz verfügten. Mittlerweile sind die Uber-Fahrer wieder in Neu Dehli unterwegs, sie nutzen dazu allerdings eine neue App namens Pooch-O.

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