FOLGE ENGADGET


Die Sony-Hacks beschäftigen selbst den Commander in Chief. In einer Pressekonferenz hat Barack Obama die "Entscheidung", die Satire "The Interview" in der es unter anderem eine Todesszene des nordkoreanischen Führers gibt, nicht herauszubringen ganz offen einen Fehler genannt. Er warnte davor, das eine Gesellschaft sich nicht der Einschüchterung hingeben sollte und wies noch darauf hin, dass, wenn eine Satire schon zu so etwas führt, bei einer Dokumentation oder Nachrichten die Lage noch viel schlimmer wäre und am Ende gar Selbstzensur herauskäme. Völlig unamerikanisch, so der Präsident. Aber wenn Sony sein Versprechen wahr macht, den Film doch noch zu zeigen, ist das White House pleased. Whistleblower sind aber nach wie vor tabu.

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Anfang Dezember absolvierte die US-Raumkapsel Orion ihren Jungfernflug. Die letzten zehn Minuten, vom Wiedereintritt in die Atmosphäre bis zur Landungs per Fallschirm im Pazifik, können wir nun aus Astronautenperspektive mitverfolgen: Die Nasa hat einen tollen Clip veröffentlich, der durch die Fenster des Crewmoduls aufgenommen wurde. Eine Aussicht, die sich nach heutiger Planung im Jahr 2021 auf der ersten bemannten Orion-Mission den Astronauten bieten wird, nachdem sie den Mond umrundet haben. Video nach dem Break.

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Volvo stellt auf der CES 2015 einen Fahrradhelm vor, der Fahrrad- und Autofahrer vor kurz bevorstehenden Kollisionen warnen soll. Das lebensrettende System entstand in Zusammenarbeit mit zwei weiteren schwedischen Unternehmen - der Helm- und Sportartikelmarke POC und Ericsson. Es vernetzt das Auto und den Drahtesel über die Volvo Cloud.

Smartphone-Apps wie Strava registrieren via GPS die Position des Radfahrers und übermitteln sie in die Cloud des Fahrzeugs. Droht ein Zusammenstoß, erhält der Autofahrer eine Warnung über ein Head-Up-Display, gleichzeitig schlägt eine im Farradhelm intergrierte Leuchte Alarm. So sind beide Verkehrsteilnehmer auch dann informiert, wenn sie sich wegen eines parkenden Lieferwagens oder einer unübersichtlichen Kreuzung noch gar nicht sehen können. So weit so gut - nun sind aber nicht alle Autos Volvos, und ständig den Aufenthaltsort in die Wolke zu schicken, das muss nicht sein. Video nach dem Break.

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Der Sony-Hack und das Drumherum werden zunehmend absurder, aber auch unterhaltsamer. Auf jeden Fall genug Stoff für mindestens eine Satire, einen Agententhriller und eine Fernsehserie. Nachdem das FBI Beweise dafür haben will, dass der Hack tatsächlich von Nordkorea ausging, hat nun die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA (Korean Central News Agency, hier eine sehr grobe Übersetzung) dieser Darstellung vehement widersprochen und sogar Hilfe bei der Suche nach den "wahren Schuldigen" versprochen. Noch gestern hatte US-Präsident Barack Obama Nordkorea mehr oder weniger deutlich mit Vergeltung gedroht, "zu einem Zeitpunkt und in einer Form, die wir uns selbst aussuchen", und die Entscheidung Sonys kritisiert, die Komödie "The Interview" mit James Franco und Seth Rogen vorerst nicht rauszubringen. Sony wiederum war daraufhin schnell zurückgerudert, man wolle den Film ja weiterhin zeigen, habe aber Probleme mit den Vertriebspartnern.

Zu dem Hack, der seit November zunächst vor allem wegen der Verbreitung von peinlichen Interna, Drehbüchern und privaten Daten für Rechtsstreitigkeiten und Zerwürfnissen zwischen Sony und diversen Stars geführt hatte, bekannte sich die Hackergruppe "Guardians Of Peace". Lange sah es so aus, als ob es dabei vor allem um schlichte Erpressung ginge, begünstigt durch die extrem lasche IT-Sicherheit bei Sony, bis schließlich diffuse Terrordrohungen im Zusammenhang mit der Satire "The Interview" aufkamen, die sich um einen Anschlag auf Kim Jong-un dreht. Um zukünftig mit ähnlichen Situationen souveräner umgehen zu können, hat Sony jetzt eine neue Stelle ausgeschrieben: Der "Director of Vulnerability Managment" soll die Cyber-Spionageabwehr von Sony koordinieren.

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Da dank Benchmarks einige Details zur technischen Ausstattung des Galaxy S6 von Samsung ja bereits kursieren, bleibt die Frage, ob der Hersteller denn nun auch wirklich beim kommenden Flaggschiff das Polykarbonat mal Plastik sein lassen und auf Metall beim Gehäuse setzen wird. Im letzten halben Jahr gab es von Samsung ja bereits einiges in dieser Richtung zu sehen. Die Leak-Experten von nowhereelse.fr bestätigen dies jetzt indirekt. Dies hier soll das Gehäuse des S6 sein. Aluminium durch und durch. Warten wir ab. Vielleicht dauert es ja gar nicht mehr so lang bis zur Vorstellung, die sowas wie einem Neustart bei Samsung gleichkommen könnte, nach den eher mäßigen Quartalszahlen.

Ich gebe allerdings folgendes zu bedenken: Samsung, Aluminium, Flaggschiff, nowhereelse.fr ... ja, da war was.

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Das ist der Flexcharger. Flexcharger wurde in Nürnberg entwickelt und hofft derzeit auf Indiegogo darauf, von Gadget-, als Strom-besessenen Menschen finanziert zu werden. Die Kampagne läuft noch bis in den Februar 2015 hinein.

Die Ladestation kann bis zu fünf Geräte gleichzeitig mit Strom versorgen. Nicht nur via Kabel (im Angebot sind zwei Varianten: USB und Lightning), sondern auch drahtlos. Denn der Ausklapper auf der vorderen Seite dient nicht nur dazu, zum Beispiel ein Tablet sicher abzustellen. Die Oberfläche selbst kann für das drahtlose Aufladen kompatibler Geräte verwendet werden. Diverse Kabel sind in das Gerät integriert, auf der oberen Seite befindet sich außerdem ein fester Dock-Connector, der selbstverständlich eingeklappt werden kann.

Flexcharger lädt nicht nur Geräte auf, sondern fungiert außerdem als WiFi-Repeater. Der Netzstecker, der Flexcharger mit der Steckdose verbindet, kann leicht getauscht werden. Damit ist das Ladegerät international einsetzbar. Schon mit 70 Dollar ist man dabei. Mit der Auslieferung wird im August 2015 gerechnet, wenn die Kampagne denn erfolgreich abgeschlossen werden kann.

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Vielleicht wird das ja wirklich noch ein Trend: Auflegen mit der eigenen Streaming-Bibliothek. Algoriddim zumindest integriert den Platzhirschen des Musik-Streaming in djay Pro, eine 4-Deck-Lösung für den Mac. Damit wird die Software erstmalig für OS X optimiert, bislang stand die Software nur für iOS und Android zur Verfügung, auch hier allerdings mit Spotify-Integration. Wie sinnvoll das Ganze ist, muss jeder für sich selbst entscheiden, Fakt ist jedoch, dass es für Laptops bereits zahlreiche DJ-Lösungen gibt, lange getestet und weiterentwickelt. Ob Spotify hier das Killer-Argument ist oder sein könnte, bleibt abzuwarten.

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Als Facebook vor rund zweieinhalb Jahren Instagram für 1 Milliarde Dollar übernahm, ging ein Raunen durch das Netz, vor allem natürlich durch die Startup-Szene. Wie sich jetzt herausstellt, war der Kaufpreis ein Schnäppchen. Der Foto- und Video-Service kann aktuell nicht nur einen ordentlichen Zuwachs an Nutzerinnen und Nutzern verbuchen, auch der Wert des Unternehmens ist explodiert. Das zumindest behauptet die Citigroup. Bislang bewertete das Finanzunternehmen Instagram mit rund 19 Milliarden Dollar. Auch schon nicht schlecht. Der - offenbar nicht erwartete - Popularitätsschub machte jedoch eine Neubewertung unabdingbar. Und genau die liegt jetzt bei 35 Milliarden. Das hängt auch damit zusammen, dass Instagram noch längst nicht so monetarisiert wird, wie es faktisch möglich wäre. Die Citigroup schätzt die Werbeeinnahmen durch Werbung auf zwei Milliarden Dollar.

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Nachdem Teleguru vor einigen Tagen bereits gestochen scharfe Fotos und Spezifikationen zum Xperia E4 veröffentlichten, hat die die polnische Webseite nun weitere Details zum Sony-Einsteigermodell veröffentlicht. Darunter befinden sich auch zwei Videos zur Kameraqualität - eines bei Tage, das andere bei Nacht -, die wir hinter den Break gestellt haben. Wer Polnisch versteht, kann sich hier die ziemlich lange Review durchlesen, für alle anderen gibt's tonnenweise Fotos.

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Apple hat schnell reagiert auf die BBC-Dokumentation "Broken Promises" zu den Zuständen beim chinesischen Herstellungs-Partner Pegatron und weiteren Zulieferern, zumindest intern. Der englischen Zeitung The Telegraph liegt eine E-Mail von Jeff Williams vor, dem VP of Operations, die er an rund 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in England verschickt hat. Darin ist einerseits zu lesen, dass sich der CEO Tim Cook "tief verletzt" fühlt von den Anschuldigungen, die in der Dokumentation erhoben werden. "Der Bericht impliziert, dass Apple die Arbeitsbedingungen nicht verbessert. Nichts könnte weiter weg von der Wahrheit sein", fährt Williams fort.

In der Dokumentation werden mit versteckter Kamera gefilmte Aufnahmen von Pegatron gezeigt, die übermüdete Arbeiterinnen und Arbeiter zeigen und den Rekrutierungsprozess neuer Mitarbeiter begleiten. In beiden Fällen wird offenkundig gegen Apples Vorschriften verstoßen. Zu viele Überstunden, auch von minderjährigen Arbeitern, überfüllte Schlafsäle, verkürztes Einstiegstraining für Neuankömmlinge, aber auch vollkommen inakzeptable Standpauken der Vorarbeiter. Zudem wurden die Personalausweise vieler neu verpflichteter Arbeiter einbehalten. Im zweiten Teil der Doku besucht der Autor kleinere Rohstoff-Lieferanten. Dort sind die Zustände noch schlimmer.

Berichte über die schlechten Arbeitsbedingungen in chinesischen Fabriken sind nicht neu, Apple steht jedoch unter ganz besonderer Beobachtung. Nicht nur weil die Marke so beliebt ist, sondern weil sich der Konzern selbst nach den Selbstmordwellen beim größten Produktions-Partner Foxconn selbst tätig geworden war und sich dazu verpflichtet hatte, die Missstände proaktiv anzugehen. Dass die immer noch bestehen, ist in keinster Weise überraschend. Eine derart kleinteilige Zuliefererkette zu kontrollieren, ist schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Deutlich mehr Engagement sollte Apple dennoch zeigen.

Die komplette E-Mail von Jeff Williams haben wir hinter dem Klick.

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