Ryno ist ein Elektrovehikel, das dem Segway-Prinzip ein wenig altmodischen Motorrad-Stil verleihen soll. Das stattliche 72 kg wiegende Einrad ist demnach nicht so konsequent miniaturisiert wie das Solowheel, wofür man dann auch noch einmal deutlich tiefer in die Tasche greifen muss: Ryno kann ab sofort beim Hersteller für fette 5.295 Dollar vorbestellt werden. Die Auslieferung soll bis Jahresende erfolgen, allerdings nur über ausgewählte US-Händler, nicht zuletzt weil die Käufer nicht ohne ausführliche Einführung losrollen sollen. Neben dem Verbrennungsmotor-Charme bietet Ryno rund 16 km Reichweite mit einer Akkuladung bei der Höchstgeschwindigkeit von 16 km/h. Video nach dem Break.

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Die Suche nach adaptiven Oberflächen ist einen Schritt voran gekommen: Ein Forscherteam hat nun ein Material vorgestellt, das auf Geheiß einer elektrischen Spannung seine Farbe (bzw. Fluoreszenz) und sogar Struktur verändern kann.

Das Team des Soft Active Materials Laboratory am MIT um Prof. Xuanhe Zhao arbeitet an künstlichen Muskeln, Haut Knorpeln - bionische Forschung, die von der natürlichen Evolution optimierte Lösungen technisch verwertbar machen will.

Die jetzt vorgestellte künstliche Kopffüßler-Haut reagiert auf elektrische Stimuli und verändert dabei ihr Aussehen und Form. Ihr "Paper Cephalopod-inspired Design of Electro-mechano-chemically Responsive Elastomers for On-demand Fluorescent Patterning" ist zwar noch nicht als PDF erhältlich, eine Zusammenfassung gibt es aber bei Phys.org.

Anwendung könnten die Forschungsergebnisse im militärischen Bereich mit anpassungsfähiger Camouflage finden, oder als Oberflächen für Schiffsrümpfe, um Faulbakterien das Leben durch ständige Bewegung etwas schwerer zu machen. Hoffentlich gibt es das aber auch irgendwann als Handycase.

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Nie wieder Klapphandys zerbrechen wie Anwalt Saul in Breaking Bad. Nie wieder das W-Lan manuell deaktivieren, um im Supermarkt nicht für die Verhaltensanalyse-Systeme trackbar zu sein. Nie wieder paranoid s... achso. Ist ja schon paranoid, so zu denken. Jedenfalls: Die australische Firma The Affair ("Literatur modisch machen") will eine Kollektion von Anti-Tracking-Kleidung auf den Markt bringen: Shirts, Hosen, Jacken, mit - nach dem Prinzip des Faradaykäfigs - gegen Funkwellen abgeschirmte Taschen. Mit der UnPocket gibt es ein abgeschirmtes Stoff-Case für Handys auch für den flexiblen Umgang mit Nicht-paranoider-Mode. Die komplette UnPocket-Kollektion orientiert sich an der Arbeitskleidung, die an die Arbeiterschaft in George Orwells Totalitarismus-Roman 1984 erinnern soll.
Es geht natürlich auch anders: Der Berliner Künstler Aram Bartholl nähte schon Handytaschen aus Silberfäden und die Handystrahlenschaden-Angstausnutzer diverse Handy-Safes. Geht natürlich auch einfacher: Ab in die Mikrowelle.

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Die Vorstellung, sich ein iPad vors Gesicht zu schnallen, wirkt im ersten Moment wie ein schräger Scherz, ist aber ernst gemeint, denn das Tablet dient im Falle von AirVR als Display für eine VR-Brille, ein Konzept dem auch Samsungs Gear VR folgt. Die kanadische Firma Metatecture sucht für ihre iOS-Variante des Konzepts nun Unterstützer bei Kickstarter, konkret funktioniert AirVR mit iPad mini (Retina) und die Variante AirVR+ mit dem iPhone 6 Plus. Die VR-Brillengestelle können derzeit für 49 kanadische Dollar (rund 35 Euro) plus eine ungenannte Versandgebühr bei Kickstarter vorbestellt werden, sollte das Projekt erfolgreich sein, soll AirVR aber auch Anfang nächsten Jahres zum selbem Preis regulär in den Handel kommen. Video nach dem Break.

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Der Goat Simulator hat sich in kürzester Zeit vom Scherz übernächtigter Programmierer der Coffee Stain Studios zum Game-Phänomen gemausert, das man jetzt auch auf iOS- und Android-Geräten bestaunen kann, jedenfalls wenn man bereit ist, für den Ziegenamoklauf mit Glitch-Effekten 4,50 Euro auszugeben. Womit die Ziegen-Simulation der nächsten Generation ihren absurden Siegeszug aber noch längst nicht beendet hat, das Spielchen kommt ja demnächst auch noch auf die Xbox One.

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Von allen Bastelschurken gehören die Kreditkarten-Skimmer zu den interessantesten. Lowtech trifft Hightech, DIY-Genie trifft Ausschlachtungs-Können. Der Aufwand und das Können, das in die Entwicklung von Skimming-Geräten für EC- und Kreditkartenautomaten fließt, ist erstaunlich.
Der amerikanische Sicherheitsexperte Brian Krebs, ein Aficionado, hat nun seine Sammlung von Gerätebildern, Aufnahmen von Skimmern und aus Skimmer-POV zu einer tollen Gadget-Galerie zusammengestellt.

Was er nicht zeigt (und wir nicht): YouTube ist außerdem voller Werbevideos für Skimming-Geräte, inklusive Unboxing-Videos! Skimming ist aber auch ein interessantes Geschäft: Solche Geräte kann jede/r kaufen und installieren - aber um die Karten- und PIN-Daten auch verwenden zu können, braucht man (in Deutschland, in den USA ist das einfacher) HelferInnen in einem Ausland, wo Geldautomaten keine Prüfung des EMV-Chips vornehmen. Unbedarfte Geldkartenbetrüger hieven sich so in den Status organisierter Kriminalität mit Arbeitsteilung. (Offenlegung: Im März 2012 verlor der Autor 3000 Euro an eine Skimming-Bande)

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Fernando Livschitz von Black Sheep Films, dessen Inception Park uns schon ausgesprochen gut gefiel, manipuliert in seinem neusten Streich namens Rush Hour wiederum Videomaterial aus Buenos Aires zu einem surreale Großstadt-Clip, in diesem Fall durch die Vervielfältigung und geschickte Montage von Autos, Fußgängern und Fahrradfahrern auf einer Kreuzung zu einem absurden Verkehrsballet, das sich ständig in einer Massenkarambolage zu verknoten droht - ein einfaches aber faszinierendes 1-Minute-Filmchen, das an Cy Kuckenbakers farbsortierte Autobahn erinnert. Video nach dem Break.


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Ziegen können gut klettern, viel besser als Menschen mit zwei Beinen und noch viel besser als Menschen mit weniger als zwei Beinen. Liegt es daran, dass Ziegen vier Beine haben? Vielleicht eher an der Form der Beine und Füße, dachte sich der Designer Kai Lin vom Pratt Institute und entwarf im Rahmen eines Lernprojekts die bionische Beinprothese Klippa. Vorbild: Bergziege.

Zwar hat die noch kein beinloser Kletterer jemals ausprobiert, warnt Lin, aber seine Recherche, Prototypen und reine Logik seien vielversprechend.

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Facebook will einem Bericht von Techcrunch zufolge Privat-Sharing einfacher machen. Derzeit sei eine App in Entwicklung, Moments, mit der Inhalte einzelnen Freunden oder festgelegten Gruppen - und nur ihnen - zugänglich gemacht werden können; das ganze erinnere an die Cluster-App. Die zentrale Oberfläche sei ein Kachelraster, bei dem jede Kachel für einen zuvor festgelegten Personenkreis steht. Ein Klick auf so eine Kachel und ein Post landet nur bei denen - und nicht bei der ganzen Welt, wie das in der konventionellen Facebook-Oberfläche so oft passiert.
Ob Moments jemals das Appstore-Tageslicht sehen wird, ist freilich unklar. Aber es wäre eine logische Weiterentwicklung, nachdem Facebook-Nutzer die eigentlich für solche Zwecke vorgesehenen Freundeslisten kaum nutzen. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte außerdem in einem Interview bereits angekündigt, die Gruppenfunktion auszubauen. Im Gegensatz zu ähnlichen Angeboten wie Path könnte Moments auf diese Gruppen zurückgreifen oder automatisch Freundeskreise anhand des sozialen Netzes einer/s UserIn festlegen.
Sollte Moments jemals veröffentlicht werden, wäre das aber auch ein Eingeständnis, dass die Zeit des exponentiellen Wachstums der Freundeslisten zu Ende sein könnte und soziale Netzwerke nun nach innen wachsen, also die Beziehungsgeflechte ausbauen müsste. Hilft dann auch bei der zielgerichteten Auslieferung von Werbung.

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Als Apple eine 446-Millionen-Euro-Partnerschaft mit der Saphir-Firma GT Advanced Technologies einging, war der Jubel groß: Endlich iPhone in Saphirglas, das Graphen der Smartphone-Schutzschildforschung-Fans! Als sich Apple dann doch beimiPhone 6/6 Plus für Gorillaglas entschied, war hingegen die Enttäuschung groß: Angeblich waren Produktionsprobleme oder Bruchtests für den Rückzieher verantwortlich - und irgendwann würde Apple doch wieder zu Saphirglas zurückkehren.

Pustekuchen, glaubt Tim Bajarin vom Time-Magazin. Seine Quellen und Recherche legen nahe, dass Saphirglas in Sachen Design und Gewicht weit hinterher hinkt, weil es in Form geschnitten werden muss (da kannte Bajarin wohl nicht dieses Patent eines flexiblen Saphirglases). Dass Saphir etwa zehn Mal so viel koste wie gehärtetes Glas (100 Dollar mehr Produktionskosten pro iPhone!), mehr als 100 Mal so viel Energie wie Glas bei der Herstellung benötigt, Licht schlechter als Glas leite, weshalb die Hintergrundbeleuchtung des Displays heller und deshalb die Akkulaufzeit beschränkter sei. Vor allem aber sei Saphir zu spröde - und Gorilla Glas oder ähnliche, gehärtete Gläser einfach noch immer weitaus überlegen bei weit geringeren Preisen. Frage: Warum gab Apple 446 Millionen Dollar für einen Saphirhersteller aus?! (Apple bezahlte laut dem ersten Quartalsbericht von GT Advanced Technologies bis zum Mai drei von vier Vorabzahlungen)

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