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Beiträge zu staatstrojaner

Video: Staatstrojaner erklärt



Nach dem großen Aufschrei des Wochenendes in Sachen Staatstrojaner ist die Verwirrung nach wie vor groß: Man gibt sich besorgt, klar, im Innenausschuss des Bundestages wird aber erst in der nächsten Woche darüber debattiert. Wenn nichts dazwischen kommt. Alexander Svensson hat die vermutete Funktionsweise des Trojaners jetzt in einem Video visualisiert. Für ein besseres Verständnis, aber auch, um eine noch breitere Diskussion anzuregen. Hinschauen. Hinter dem Break.

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Chaos Computer Club analysiert den Bundestrojaner - mit ernüchternden Ergebnissen



Der Chaos Computer Club (CCC) hat nach eigenen Angaben die staatliche Überwachungssoftware geknackt und dabei Funktionen entdeckt, welche den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts widersprechen und über das Abhören von Kommunikation hinausgehen: Der Trojaner könne über das Netz weitere Programme nachladen und ferngesteuert zur Ausführung bringen. Daten auf dem Rechner könnten verändert werden und auch ein digitaler Lausch- und Spähangriff via Mikro, Kamera und Tastatur des Computers sei möglich.
"Damit ist die Behauptung widerlegt, daß in der Praxis eine effektive Trennung von ausschließlicher Telekommunikationsüberwachung und dem großen Schnüffelangriff per Trojaner möglich oder überhaupt erst gewünscht ist", kommentierte ein CCC-Sprecher die Analyseergebnisse. "Unsere Untersuchung offenbart wieder einmal, daß die Ermittlungsbehörden nicht vor einer eklatanten Überschreitung des rechtlichen Rahmens zurückschrecken, wenn ihnen niemand auf die Finger schaut. Hier wurden heimlich Funktionen eingebaut, die einen klaren Rechtsbruch bedeuten: das Nachladen von beliebigem Programmcode durch den Trojaner."
Besorgniserregend sei zudem, dass die Schnüffelsoftware sehr schlecht verschlüsselt sei. Selbst ein nur mäßig begabter Angreifer könne Kontrolle über einen von deutschen Behörden infiltrierten Computer übernehmen. Zudem schicke das Programm seine Informationen zur Tarnung der Steuerzentrale zunächst an einen Server in den USA, womit die Steuerung der Computerwanze jenseits des Geltungsbereiches des deutschen Rechts stattfinde. "Das Sicherheitsniveau dieses Trojaners ist nicht besser, als würde er auf allen infizierten Rechnern die Paßwörter auf '1234' setzen", kommentiert ein CC-Sprecher. Das und mehr Unerfreuliches in der Pressemitteilung des CCC hinter dem Quelle-Link. (Bild:CCC)

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