Endlich nimmt mal jemand die Etymologie von Hochzeit ernst, und veranstaltet das Fest in Weiß im All. Wir können zwar nur mutmaßen, daß sich in 結婚 irgendwo ein Raumschiff verbirgt, aber es sind die Japaner, die glückliche Paare ab 2011 dank der Kooperation von
Rocketplane und
First Advantage zumindest in den Suborbitalraum schiessen wollen. 100 Kilometer Höhe reichen aber auch allemal, um bei ausgeschalteten Triebwerken Schwerelosigkeit entstehen zu lassen, was uns zu der durchaus relevanten Überlegung bringt, ob ein schwereloses Brautpaar den Kuss und die Ringübergabe nicht vorher in ein paar Parabelflügen üben sollte. Für lässige 1,4 Millionen Euro bekommt man eine Stunde Flug im All, einen Livestream für die daheimgebliebenen, Kleid, Photo und Videoalben so wie 4 Tage Vorbereitungszeit und ein paar andere Kleinigkeiten. Wir haben unsere japanischen Freunde gefragt, ob eine Reinigung für das Brautkleid irgendwo auf
spacewedding.jp erwähnt wird, schliesslich nennen Amerikaner solche suborbitalen Fluggeräte nicht ohne Grund "Vomit Comet" (Kotzkomet), aber auch die haben keinen Hinweis auf dieses schönste Nebensache aufstrebender Hobbyspacetouristen. Vorbestellungen ab 1. Juli.