Unsere Kollegen von Engadget US haben gestern das
Kindle DX ausgepackt und getestet: Der große Bruder des
Kindle 2 ist dabei vor allem durch seine "ernsthaft schreckliche" Tastatur aufgefallen. An seiner neuen Größe, die der eines Taschenbuchs entspricht, gibt es allerdings nichts auszusetzen, und auch das dadurch entstandene zusätzliche Gewicht wird nicht als unangenehm empfunden - man nimmt das Kindle automatisch in beide Hände, was den Vorteil hat, dass der Richtungssensor nicht unbeabsichtigt ausgelöst wird. Denn anders als beim iPhone wechselt der Bildschirm des Kindle DX schon ab einer Drehung von 45 Grad seine Richtung. Die Ausrichtung festzustellen ist zwar möglich, geht aber nur über Umwege. Ebenfalls störend aufgefallen ist, dass es anders als beim Kindle 2 auf der linken Seite keine Navigation für die vorherige/nächste Seite mehr gibt, was im Landscape Mode ziemlich nervt.
Die Tastatur ist zu weit auseinandergezogen, die Tasten zu klein, schlecht plaziert und sie sollen sich so gummig anfühlen, dass man kaum weiss, ob man nun eine gedrückt hat oder nicht. Klar, der Kindle ist in erster Linie zum Lesen da und nicht zum Schreiben, aber die Kindle-Zielgruppe der Studenten macht auch gerne mal Notizen, was mit dieser Tastatur nahezu unmöglich zu sein scheint.
Der PDF-Support kommt mit Standard-Layouts gut zurecht, aber bei größeren Formaten stößt er an seine Grenzen, denn es gibt kein Zoom. Da der E Ink Bildschirm nicht der Schnellste ist, verliert man dann schnell die Übersicht.
Fazit des amerikanischen Engadget-Teams: das Kindle DX ist ein größeres Kindle 2 mit mehr Speicher - aber Amazon hätte mehr Gedanken in seine Entwicklung stecken müssen, denn der Unterschied zu einem "richtigen" Buch fällt nach wie vor nicht so eindeutig aus, dass man es unbedingt haben müsste.