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Forschung: Designerdrogen ausdrucken mit dem 3D-Drucker und der passenden App


Forscher an der Universität von Glasgow haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich mit einem im Handel erhältlichen herkömmlichen 3D-Drucker Medikamente und Drogen ausdrucken lassen. Professor Lee Cronin hat seine Forschungsarbeit dazu in der Nature Chemistry veröffentlicht und glaubt, dass es schon bald für Ärzte und Patienten möglich sein wird, sich ihre Medikamente selbst nach Bedarf und für sie persönlich zugeschnitten auszudrucken. Das Verfahren ist dabei etwas komplexer als bei der Methode der Universität von Leeds und nutzt sogenannte "reactionware vessels": spezielle Polymergels, in denen die chemischen Reaktionen ablaufen. Die Technologie ist noch nicht ganz serienreif, auch wenn sie in größeren Maßstäben und etwas langsamer als gewünscht schon funktioniert. Neben dem Einsatz in Drittweltländern träumt Cronin davon, dass sich Patienten dereinst per App ihre Medikamente ausdrucken könnten, um den Weg zur Apotheke zu sparen, aber auch der eine oder andere Drogenproduzent und Konsument dürfte hellhörig werden (ganz zu schweigen von den Zulassungsbehörden). Und wer es übertreibt, kann sich ja einfach eine neue Leber ausdrucken.

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Fraunhofer: Strom ohne Kabel dank magnetischer Kopplung



Forscher des Fraunhofer Instituts haben eine neue Methode entwickelt, um mikroelektronische Implantate berührungslos mit Strom zu versorgen. Das System besteht aus einem Sender- und einem Generatormodul: Das Sendergerät ist so klein, dass es sich am Gürtel befestigten lässt. Da es eine Reichweite von etwa 50 Zentimetern hat, kann sich das Empfängergerät fast überall im Körper befinden oder sogar in ihm unterwegs sein. Beispielsweise ließe sich so der Medikamentenwirkstoff einer Dosierkapsel zielgenau freisetzen.

Aber wie funktioniert das Verfahren? Ein durch einen Motor angetriebener Magnet im Sender erzeugt ein magnetisches Drehfeld, welches eine Magnetkugel im Empfänger in Rotation versetzt und dadurch Strom erzeugt. "Durch die magnetische Kopplung lässt sich die Energie durch alle nichtmagnetischen Materialien wie etwa biologisches Gewebe, Knochen, Organe, Wasser, Kunststoff oder sogar verschiedene Metalle transportieren. Außerdem hat das so hergestellte Magnetfeld keine schädlichen Nebenwirkungen für den Menschen", erklärt Holger Lausch vom Fraunhofer. Es existieren bereits Prototypen, die hinsichtlich "Reichweite, Baugröße und Leistungsfähigkeit skalierbar sind". Das ermöglicht den Einsatz der patentierten Technik auch in ganz anderen Gebieten als der Medizin: So könnten die Module Akkus kabellos aufladen oder in Bauteilen eingeschlossene Sensoren mit Energie versorgen.

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Permoveh: Rollstuhl kann seitwärts und diagonal fahren (Video)



Das Permoveh (Personal Mobile Vehicle) ist ein Rollstuhl mit vier Rädern, der sich nicht nur auf der Stelle drehen, sondern problemlos auch seitwärts und diagonal bewegen kann. Komori Masaharu von der Universität Kyoto hat dazu ein cleveres Rad-im-Rad-System entworfen, bei dem sich viele kleine Räder in den großen drehen und so die Seitwärtsbewegung möglich machen. Leider bisher nur ein Prototyp, könnte aber durchaus die Mobilität von Menschen mit Gehbehinderung deutlich verbessern. Video nach dem Break.

[Via Dvice]

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Sensoren im Körper decken Energiebedarf mit HipHop-Bässen


Die Schlaumeier am Birck Nanotechnology Center der Purdue University haben ein MEMS (Micro Electro Mechanical Systems, hierzulande schlicht Mikrosystem gerufen) ausgetüftelt, das aus den Schwingungen von HipHop-Bässen Energie für Sensoren im Patientenkörper gewinnt. Damit soll das lästige Batterieproblem medizinischer Sensoren gelöst werden, die direkt im Körper ihren Dienst verrichten. Laut den Forschern braucht es nur "ein paar Minuten" solide Beschallung mit Bass Sounds zwischen 200 und 500 Hz, um einen MEMS-Kollegen, der Temperatur oder Druck misst, für eine Stunde mit Saft zu versorgen. Damit werden in der SciFi-Zukunft aus schnöden Wartezimmern dann wohl pumpende Tanzflächen.

[via gizmag]

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Endoskopie-Kamera segelt gesteuert durch den Körper


Ihr kennt das Prinzip von Endoskopie-Kameras? Man schluckt sie und sie treten ihre tapfere Reise durch den Körper an, während sie alle paar Sekunden einen Schnappschuss von euren Innereien macht. An der Universität von Tel Aviv hat man jetzt eine neue Kapsel entwickelt, die sich über die Magnetströme des Magnetresonanztomographen (MRI, MRT) steuern lässt. Dafür haben sie in die Kapsel Kupferspulen und flexible Polymere eingebaut, die unter dem Magnetfeld zu vibrieren beginnen und wie ein Segel funktionieren. Ein erster Test in einem Aquarium im MRI hat schon mal funktioniert. Und wir sind einen Schritt näher an der phantastischen Reise. Ich geh jetzt mal einen anderen Körperreiseklassiker, "Auf der Jagd nach dem Nierenstein", nachholen.

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Stanford entwickelt elastische und druckempfindliche künstliche Haut (Video)


Forscher an der Stanford University haben eine berührungsempfindliche elastische Haut aus Kohlenstoffnanoröhren entwickelt, die auch die Druckintensität registrieren kann. Sie besteht aus zwei Schichten deren Entfernung zueinander gemessen wird und nimmt ihre ursprüngliche Form sofort wieder an, sobald der Druck nachlässt. Neben Robotern mit künstlicher Haut und der Entwicklung von Hautprothesen für Schwerstverletzte dürfte auch die Sexspielzeugindustrie ein reges Interesse an der Neuentwicklung zeigen. Seht selbst im Video nach dem Break.

[via TechCrunch]

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Untersuchung kreidet frühkindliches Lernen am Bildschirm an

Hilfe, ein schwarzer Bildschirm! Sollte der Sprössling so oder ähnlich auf dieses herzige Spielzeug reagieren, hält er den Mietvertrag für den digitalen Parkplatz vermutlich schon in eisernen Fäustchen. Und damit ist er keine Ausnahme, wie aus einer kürzlich veröffentlichten Erklärung der Amerikanischen Akademie für Pädiatrie (AAP) hervorgeht: 90 Prozent der Kinder (in den USA) unter zwei Jahren werden von ihren Eltern mit elektronischen Medien bespielt / gefördert, und fast jedes dritte Kind ab drei Jahren hat einen Fernseher im Schlafzimmer. Wie auch immer die Zahlen bei uns sein mögen - aus der Studie (erster Quelle-Link) geht hervor, dass man Kleinkinder besser ohne Bildschirm bei Laune hält, weil sonst sprachliche Hemmungen und Schlafprobleme drohen.

Den garantiert analogen Holzlaptop oben im Bild könnt ihr übrigens für 40 Euro bestellen (2. Quelle-Link). Oder selber basteln, mit Hilfe des ausgeschlafenen Nachwuchs natürlich.

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Video: Virenforschung in 3D und Augmented Reality


Dass Augmented Reality nicht nur für spröde Marketingeffekte gut sein kann, beweist das Molecular Graphics Lab von Arthur Olsen am Scripps Research Institute in La Jolla/Kalifornien. Dort hat man Virusmodelle am 3D-Drucker produziert. Nun lässt sich via Webcam die Wechselwirkung mit bestimmten Medikamenten, Enzymen etc. besser visualisieren. Wie wird interagiert? Wie kann man die Rückkopplungen noch besser optimieren? Seht mehr dazu im Video nach dem Break.

[Via DVICE]


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Bakterientötende Kleidung steht kurz vor der Marktreife

Wenn man die mit einer 2-AQC (wir überlassen das den Chemiestudenten es zu einer Formel zu entbröseln) beschichteten Baumwollfetzen Licht aussetzt, dann entwickeln sie laut Medgadget die Fähigkeit Bakterien und Pestizide abzuweisen. Gut also für Baumwollfarmer. Oder Menschen die im Krankenhaus arbeiten. Andere organische Verbindungen müssen auch dran glauben. Wir haben ein wenig Angst vor solchen Entwicklungen, vor allem wenn sie in kürze schon auf den Markt kommen könnten, hoffen aber die EU nimmt den Forschungen der University Of California in Davis noch mal mit einer Extra-Prüfung unter die Lupe.

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Hands-On: NTT DoCoMos Atem-, Körperfett-, Hunger- und Lebensmitteltester (Videos)


NTT DoCoMo hat zwar auf dem Phone-Sektor abgesehen von mehr und mehr Android-Handys dieses Jahr auf der CEATEC nicht so viel zu bieten, aber die Gadgets der Forschungsabteilung haben es in sich: neben dem Handy-Akku der nur zehn Minuten zum vollständigen Laden braucht zum Beispiel diese Atem-, Körperfett-, Hunger- und Lebensmitteltester fürs Handy. Videos nach dem Break.

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Maus mit integriertem Stressmesser (Video)



Zur Stressbewältigung im Büro haben wir bereits einen Ball zum Quetschen des Bildschirminhaltes und den unübertroffenen Kopfschlafsack Ostrich vorgestellt. Wer wissenschaftlichere Methoden bevorzugt, kann möglicherweise bald auf eine Computermaus mit Stressalarm zurückgreifen: Ein Sensor zeichnet auf, wie das Blut durch die Fingerspitze pulsiert und ermittelt daraus den Stressgrad. Interessiert? Im Video nach dem Break erklärt ein Forscher der Tokyo Metropolitan University, wie das dort entwickelte Stress-Meter funktioniert.

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Waschmaschinen-taugliches eT-Shirt überwacht Herzschlag und Temperatur


Spanische Wissenschaftler an der Universidad Carlos III de Madrid haben ein T-Shirt zur Überwachung von Patienten entwickelt, das nicht unbedingt unter Rocket-Science-Verdacht steht, dafür aber verdammt praktisch ist: das eT-Shirt kann nämlich samt der Sensorik fürs Elektrokardiogramm gewaschen werden. Das Modul mit Thermometer und Bewegungssensor muss zwar vorher noch herausgeknöpft werden, aber immerhin. Die gesammelten Daten aller Sensoren werden unterdessen per ungenannter Nahfunktechnik ans Krankenhausnetzwerk übermittelt, soll ein Patient daheim überwscht werden, muss ein entsprechendes Netzwerk installiert werden. Und damit kein Patient abhanden kommt, gibt´s auch noch eine Tasche fürs optionale GPS-Modul. Video nach dem Break.

[via ecouterre]

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Medizinhorror: Microspinnen die im Blut schwimmen

Ihr wollt kleine Spinnen in eurem Blut? Nicht als Horrorfilm, sondern als eine Möglichkeit Medikamente gut zu platzieren? Ok. Selber schuld. An der Penn State University hat man die ersten spinnenartigen Maschinchen entwickelt, die durch Venen krabbeln und Medikamente verteilen können. Steuern lassen sich die Dinge aus Gold und Silizium über einen sogenannten Grubbs Katalysator durch diverse Chemikalien. Erweitert werden sollen sie dann in Zukunft noch durch Nanobots, um Tumore - endlich Sciencefiction - zu entfernen, oder Verkalkungen abzuarbeiten. Angst? Wir auch.

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Transplantationsmedizin: Herz in der Box schlägt weiter (Video)


Ein großes Problem bei der Herztransplantation ist, dass sich Spenderherzen gekühlt nur etwa sechs Stunden halten, spätestens dann müssen sie neu verpflanzt werden. Dadurch können ideale Spender/Empfänger-Kombinationen oft allein durch die Entfernung voneinander nicht zustandekommen, einige Spenderorgane überleben den Transport auch gar nicht. Forscher an der UCLA haben nun das OCS (Organ Care System) entwickelt, eine durchsichtige Box, in der Spenderherzen komplett angeschlossen und mit Spenderblut und Sauerstoff versehen so lange weiterschlagen können, bis sie beim Empfänger implantiert werden. Das System scheint schon sehr zuverlässig zu funktionieren, momentan wird gerade eine zweite klinische Studie gemacht. Videos nach dem Break.

[via DVICE]

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Video: The Eyeborg Project - Kamera statt Auge


Der Filmemacher Rob Spence verlor vor einigen Jahren ein Auge und hat daraufhin beschlossen statt einer üblichen Prothese eine Videokamera zu implantieren. Die Kamera ist aber nicht als Sehorgan ans Gehirn angeschlossen, sondern fungiert als Lifecast-Kamera, die die Videos auf externe Speicher ablegen kann. Spence kooperiert seitdem mit der Firma Square Enix, um eine Langzeitdokumentation über das Leben mit der Hightech-Prothese zu drehen. Als Vorabteaser gibt es einen Kurzfilm, der zum Launch des Computerspiels "Deus Ex: Human Revolution" releast wurde. Wie weit sind wir wirklich vom Cyborg entfernt? Einblicke liefert das Video nach dem Break.

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