Laut iphone-ticker.de plant die Telekom zu Ende April eine Anpassung der Spotify-Option für Mobilfunkkunden. Wer die Musik-Flatrate des Streaming-Anbieters über die Telekom zum handelsüblichen Preis von zehn Euro bucht, muss sich über den so verursachten Datenverkehr keine Gedanken machen. Das durch das Streaming verursachte Volumen wird nicht gegen das vertraglich zugesicherte Datenpaket angerechnet: ein Aufreger in Sachen Netzneutralität.

Die Vertragsanpassung behält dieses Modell zwar prinzipiell bei, hat jedoch einen großen Unterschied. Verbraucht man sein gebuchtes Datenpaket mit anderen Diensten und Services, z.B. YouTube, bevor dem Monatsende, wird der gesamte Datenverkehr gedrosselt, Spotify inklusive. Zwar wird der durch das Musik-Streaming verursachte Traffic nach wie vor nicht auf das gebuchte Volumen angerechnet, wer sich aufgrund anderer datenhungriger Dienste jedoch regelmäßig mit der Datendrossel konfrontiert sieht, kann zukünftig auch Spotify nicht mehr bis Monatsende nutzen.

Iphone-ticker berichtet weiter, dass die Telekom alle Kunden mit zugebuchter Spotify-Option demnächst über die Änderungen informieren will und den Vertragspartnern des mittlerweile nicht mehr verfügbaren "Complete Music Mobil"-Tarifs ein Sonderkündigungsrecht einräumen will.

UPDATE:
Die Telekom bestätigt mittlerweile die Umstellung:
Das Inkrafttreten einer neuen EU-Verordnung zur Netzneutralität zum 30. April 2016 kann sich künftig nach Verbrauch Ihres Datenvolumens auch auf die Nutzung von Spotify auswirken. Nach Verbrauch des Inklusiv-Volumens muss auch der Datenverkehr beim Streamen von Musik gedrosselt werden. Wichtig: Auch weiterhin belastet die Nutzung von Spotify Ihr Datenvolumen nicht! Wir setzen die Regelungen der Verordnungen ab dem 28. April 2016 um. Die Beschränkung der Bandbreite auf max. 64 kbit/s im Download und 16 kbit/s im Upload macht Musikhören im mobilen Netz faktisch unmöglich.

 

Jetzt mit Drossel: Telekom passt Spotify-Option im Mobilfunknetz an (UPDATE)