Dänisches Design hin oder her - wer will schon 8000 Dollar für ein 55-Zoll großes 4K-TV-Gerät von Bang & Olufsen bezahlen, wenn es für die Hälfte ein überlegenes OLED-Modell von LG gibt? Das hat sich möglicherweise auch B&O gedacht, denn künftig wird die Produktion der teuren Fernseher an LG Electronics ausgelagert. Design und Akustik bleiben aber in Händen des dänischen HiFi-Spezialisten, der mit dem Deal jährlich 150 Millionen Kronen (20 Millionen Euro) einzusparen hofft. „Wir haben bei der Entwicklung und dem Bau von TVs bedeutende Geldsummen verloren, weil wir nur geringe Stückzahlen herstellen", sagte CEO Tue Mantoni Bloomberg. „Wir produzieren ungefähr 30.000 Fernseher im Jahr, LG hingegen etwa 40 Millionen."

Bang & Olufsen arbeitete mit LG bereits beim kürzlich vorgestellten LG G5 zusammen: Eines der austauschbaren Magic Slot-Module ist ein qualitativ hochwertiger DAC von B&O, mit dem die Musikwiedergabe deutlich verbessert werden soll.

Bang & Olufsen verhandelt derzeit mit einem unbekannten Interessenten über einen teilweisen oder kompletten Verkauf des Unternehmens. Eine bindende Übereinkunft sei aber noch nicht erreicht worden.

[Bild: Flickr / Jimmy Baikovicius]

 

LG baut künftig Hochpreis-Fernseher von Bang & Olufsen