Das Smart Home hat bekanntlich seine Tücken. Wenn der Kühlschrank das Gmail-Passwort ausplaudert und die LED-Beleuchtung nicht mehr brav gehorcht, stecken meistens Sicherheitslücken dahinter. Aber die schlauen Geräte können auch Ärger verursachen, ohne dass ein findiger Hacker sein Unwesen treibt. Beim Thermostat Nest führte ein Update vom Dezember dazu, dass sich die Batterie im Eiltempo leerte und die Nutzer im wahrsten Sinne des Wortes eiskalt erwischt wurden.

Erwischt, weil sich der Bug erst im Januar zeigte, wie Nest-Mitbegründer Matt Rogers der New York Times sagte. Und eiskalt, weil Nutzer wie der Autor Nick Bilton wegen des deaktivierten Geräts mitten in der Nacht in einer ungeheizten Wohnung von einem schreienden Baby geweckt wurden. Klar, es gibt schlimmeres als ein deaktivierter Temperaturregler. Zumindest solange man nicht verreist ist und kein Rohrbruch droht, denn das tote Thermostat ließ sich trotz App-Steuerung nur vor Ort und mithilfe eines USB-Kabels wiederbeleben.

Bei Bilton führte die kalte Nacht zu folgender Erkenntnis: Kleine Störungen können bei smarten Geräten zu gigantischen Problemen anwachsen. Er denkt darüber nach, seinen Nest deswegen abzuschaffen. Nest hingegen wiegelt ab. Man gehe davon aus, dass das Problem bei 99,5 Prozent aller Kunden schnell behoben werden konnte.

 

Kaltes Nest: Software-Bug legt schlaues Thermostat lahm