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Review: Beyerdynamic A 200 p: Kopfhörerverstärker nicht nur für unterwegs


Wir hatten kürzlich erst über den A 200 p von Beyerdynamic berichtet, mittlerweile konnten wir den Kopfhörerverstärker mit hochwertigem Audiowandler von Wolfson selbst ausprobieren. Der Hersteller will mit dem kleinen AddOn für Smartphone, Tablet und Co. die Klangqualität von mobilen Geräten verbessern, in dem die internen Wandler, die Chips also, die die digitalen Musikdateien in das analoge Signal für den Kopfhörer zurückrechnen, umgeht. Die Wandlung findet im A 200 p selbst statt. Lest unseren Test hinter dem Break.

Bildergalerie: Beyerdynamic A 200 p



Angeschlossen wird das 55 x 55 x 13 Millimeter kleine und 51 Gramm schwere Kästchen an den Lightning-Port eurer iOS-Geräte bzw. an den USB-Stecker von Android-Geräten. Googles Betriebssystem wird ab Version 4.1 unterstützt, allerdings nur auf Smartphones, die Audio in digitaler Form über USB ausgeben können. Das sind laut Beyerdynamic aktuell lediglich acht Handys: HTC Butterfly, LG G2, Motorola Moto G, Samsung Galaxy Note 3, Samsung Galaxy S3 und S4, Samsung Galaxy Express, Sony Xperia M und Xperia V. Nicht gerade viel Auswahl. Unter OS X und Windows lässt sich der A 200 p ebenfalls einsetzen. Löblich: Beyerdynamic liefert alle entsprechenden Kabel mit. Im Gerät selbst ist ein Akku verbaut der bis zu elf Stunden durchhalten soll. Das erscheint uns realistisch. Aufgeladen wird der A 200 p ebenfalls über USB.

Ist der A 200 p zwischen Handy und Kopfhörer geschaltet, erfolgt auch die komplette Steuerung der Musik über das kleine Gerät. Die Lautstärke lässt sich über das im Bild gut sichtbare Drehrad in 135 Schritten regeln. Hier gilt es zu beachten, dass die bei uns erhältliche Version einen übervorsichtigen Limiter eingebaut hat, der sich jedoch mit einen Tastendruck schnell ausschalten lässt. Nicht nur die Lautstärke, sondern auch die sonstigen Kommandos wie Start/Stop, vor und zurück müssen am A 200 p ausgeführt werden. Die Kopfhörerfernbedienung liegt beim Einsatz brach.


Hört man denn nun den Unterschied, werdet ihr euch fragen. Die Antwort: ja, ganz eindeutig. Der Einsatz der hochqualitativen Wandlers von Wolfson (unterstützt wird Audio bis 24 Bit und 96 kHz) führt zu einer klareren und präzisieren Musikwiedergabe, unabhängig vom verwendeten Kopfhörer. Je besser der ist, desto überzeugender auch das Ergebnis. Natürlich muss man eine genaue Kosten/Nutzenanalyse vornehmen, ehe man sich für die 300 Euro teure Streichholzschachtel entscheidet.

1.) Musik auf unseren mobilen Geräten ist in der Regel komprimiert. Auch wenn die entsprechenden Algorithmen mit den Jahren natürlich besser geworden sind: Das volle Frequenzspektrum ist nicht mehr da. Je nach euren Voreinstellungen in iTunes und Co werden die hörbaren Ergebnisse also unterschiedlich ausfallen. Da Speicherplatz in Smartphones aber längst nicht mehr so knapp ist wie noch vor ein paar Jahren - das Gleiche gilt für den Festplattenplatz zu Hause - haben sich hoffentlich auch die Komprimierungsgewohnheiten geändert.

2.) Der A 200 p selbst. Eigentlich ist das Gerät ja ein Widerspruch in einer Welt, in der alles immer mobiler wird. In der Jackentasche macht sich die Kiste noch ganz gut, in der Hosentasche jedoch stört es dann doch. Das Problem ist nicht neu und wurde von uns z.B. beim Bose QC 20 angemahnt. Bestimmte Audio-Lösungen scheinen einfach Platz zu brauchen. Aber ähnlich wie Noise Canceling eignet sich auch der A 200 p am besten für bestimmte Einsatz-Szenarien. Für den Zug vielleicht oder das Flugzeug. Oder tatsächlich für Zuhause: Wer dort viel Musik am Rechner über den Kopfhörer hört, hat kein Problem. Für unterwegs liefert Beyerdynamic ein kleines Lederetui mit, das sich an den Gürtel klemmen lässt. Das ist uns - ganz ehrlich gesagt - zu oldschool.


Ein Wort noch zum Preis. 300 Euro für ein Audio-AddOn ist natürlich eine Investition. Aber es ist eben auch die alte Leier. Qualität kostet, Audio kostet. Das will nicht jeder, das braucht auch nicht jeder. Und wer auf guten Klang Wert legt, hat hoffentlich auch schon einen guten Kopfhörer. Ihr wisst schon. Die ohne integrierten Subwoover. Wer so unterwegs ist, sollte den A 200 p ruhig antesten. Wer hingegen mit seinen Ohr-Nöpsis für 9,95 € zufrieden ist, kaufe lieber eine extra Portion Popcorn beim nächsten Kino-Besuch.

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