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HTC One mini: Ab August zu haben, 449 Euro (Preview, Hands-On)


Leak um Leak um Leak um Leak hat sich das HTC One mini jetzt endlich an die real existierende Smartphone-Oberfläche gekämpft: Wurde aber auch Zeit! Aber: Das Warten hat sich gelohnt, zumindest unserer Meinung nach. Wir haben uns den Neuling bereits für euch anschauen können und dabei auch Alleinstellungsmerkmale gegenüber seinem großen Bruder entdeckt: mehr hinter dem Klick.





Das One mini verfügt im Großen und Ganzen über die Spezifikationen, die uns bereits immer wieder eingeflüstert wurden. Ähnlich wie Samsung beim Galaxy S4 mini hat sich auch HTC eher für Mittelklasse-Komponenten entschieden, die der Performance des Smartphones allerdings nicht sonderlich schaden dürften. Der Prozessor ist ein Snapdragon 400 von Qualcomm, verfügt also lediglich über zwei und nicht vier Kerne. Die Taktgeschwindigkeit: 1,4 GHz. Die Grafik wird von einer Adreno 305 gesteuert. Der Akku schrumpft im One mini auf 1.800 mAh Kapazität. Auch beim RAM hat HTC halbiert: 1 GB stehen zur Verfügung. Der interne Speicher liegt bei lediglich 16 GB, vielleicht die größte Enttäuschung beim One mini, denn in der Unibody-Konstruktion ist kein Slot für eine Speicherkarte vorgesehen. Versionen mit mehr Speicher sind laut HTC aktuell nicht geplant. Von den 16 GB stehen rund 11 GB für Apps, Bilder, Musik und Videos zur Verfügung, 25 GB in der Wolke kommen dazu. Wie nützlich die sind, hängt wie immer von euren persönlichen Nutzungs-Szenarien ab und natürlich auch vom Mobilfunk-Vertrag. A propos: Hier macht HTC keine Kompromisse, auch das One mini funkt dank des Snapdragon 400 im LTE-Netz (800 MHz, 1.800 MHz und 2.600 MHz), HSPA+ wird ebenso unterstützt. Im Telefon kommt eine microSIM zum Einsatz. WiFi (a/b/g/n) mit 2,4 und 5 GHz, Bluetooth 4.0 und die üblichen Sensoren runden das One mini ab.


Auf dem One mini läuft Android 4.2.2, profitiert also genau wie sein großer Bruder von den Features der immer noch aktuellen Version von Googles OS. Gedeckelt wird Android mit Sense 5, genau wie bei großen One. Das heißt: BlinkFeed steht genauso zur Verfügung, wie die speziellen Features der Kamera, HTC Zoe inklusive.


(zwei Mal UltraPixel - links: HTC One, rechts: HTC One mini)

Das One mini verfügt über die fast gleiche UltraPixel-Kamera wie das reguläre One. Das heißt: Der Sensor ist mit 1,3' gleich groß, ebenso verbaut sind die F/2.0 Blende und das 28mm-Objektiv. Auch der intelligente Blitz steht zur Verfügung. Was fehlt ist die optische Bildstabilisation. Die Software-Features sind ansonsten die gleichen. Die Kamera auf der Vorderseite löst mit 1,6 Megapixeln knapp schlechter auf, nimmt Videos mit 720p auf, verfügt über einen BSI-Sensor und eine F/2.2 Blende. Gestrichen hat HTC den Weitwinkel.

Gute Nachrichten beim One mini gibt es für all diejenigen, die sich mit den Kurzvideos, den Zoes, besonders angefreundet haben. Das One mini verfügt nicht nur über die mit dem Update auf Android 4.2. hinzugekommenen neues Themen für die Shorties, sondern lässt euch erstmals eure eigene Musik für die Filmchen verwenden. Software analysiert eure Tracks in Sachen Geschwindigkeit und Beat-Struktur, damit Rhythmus und Bildschnitt gut aufeinander abgestimmt werden können. Ein Video wurde uns bei der Präsentation gezeigt, es scheint zu funktionieren. Dieses Feature soll den One via Software-Update auch zur Verfügung gestellt werden, wann das passiert, ist allerdings unklar.


Das One mini verfügt über ein 4,3"-Display mit 720p-Auflösung/341 ppi. Das IPS+-Panel ist mit Gorilla Glas 3 überzogen, entspricht aber lediglich dem super LCD 2 Standard. Eine Tatsache, die uns ebenso wenig störte, wie die reduzierte Auflösung im direkten Vergleich mit dem großen One. Die Betrachtungswinkel sind hervorragend, Pixel praktisch nicht zu erkennen. Ebenfalls an Bord ist das Lautsprecher-Pärchen auf der Vorderseite. Auch beim kleineren Formfaktor kann man also boomsounden.


Eben jener Formfaktor hat uns bei unserem kurzen Hands-On ausgesprochen gut gefallen. HTC hat am Design so gut wie nichts geändert, das 128 Gramm schwere Smartphone liegt ausgesprochen gut in der Hand, nur ist alles näher dran. Auffällig jedoch ist die neue, komplett umlaufende Kunststoff-Umrahmung. Wie sich die im Alltag schlägt, muss abgewartet werden. USB und das primäre Mikro befinden sich nach wie vor auf der Unterseite, die Lautstärke-Regelung erfolgt rechts. Aus der großen Laut/Leise-Wippe wurden beim One mini zwei einzelne Knöpfe.




Wie sich das HTC One mini im Alltag schlägt, muss ein ausführlicher Test zeigen, ein entsprechendes Exemplar wurde uns zeitnah versprochen. Ebenso bald sollte das neue Smartphone im Handel verfügbar sein. 449 Euro ist die unverbindliche, nicht subventionierte Preisempfehlung, die großen Carrier in Deutschland werden den Neuling aber ebenfalls ins Programm nehmen, der Straßenpreis dürfte sich deutlich preisgünstiger einpendeln.

Auf den ersten Blick hat HTC das One überzeugend geschrumpft. Wie sich der kleinere Akku verhält und wie der Snapdragon 400 generell das Telefon und die Apps verarbeitet, wird unser Test zeigen.

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