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Hands-On: Huawei Ascend P6


Huawei hat heute im Londoner Roundhouse das Ascend P6 vorgestellt, das aktuell dünnste Smartphone der Welt. Nach Leaks, eigenen Teasern, auch als Video, galt das Design als gesetzt, über das Innenleben des neues Smartphones konnten jedoch lediglich Vermutungen angestellt werden. Prozessor? Android-Version? LTE? Jetzt wissen wir mehr. Interesse an allen Infos? Dann folgt uns bei einer kleinen Tour rund um das Ascend P6, hinter dem Klick.


Das Ascend P6 ist aus Aluminium gefertigt und 6,18mm dünn. Die Vorderseite wird dominiert von einem 4,7" großen IPS+-LCD-Display, das mit 720 x 1.280 Pixeln auflöst und mit Gorilla Glas der zweiten Generation bedeckt ist. Im Inneren arbeitet ein Quadcore-Prozessor mit 1,5 GHZ, den Huawei selbst entwickelt hat, die GPU hat darüber hinaus 16 Kerne. Das 120 Gramm leichte Gerät ist mit 2 GB RAM und 8 GB internem Speicher versehen (offiziell stehen knapp 5 GB dem User zur Verfügung, auf dem Gerät, das wir unter die Lupe nehmen konnten, waren es lediglich 3,8 GB), der über eine SD-Karte bis zu 32 GB erweiterbar ist, der Akku ist fest verbaut. Auf dem Ascend P6 läuft Android 4.2. Jelly Bean und die Huawei-eigene Skin Emotion UI in neuer Version 1.6. Interessanter Punkt dabei ist Air Sharing. Von den meisten Stellen im User Interface können zum Beispiel Bilder direkt mit anderen Geräten geteilt werden.



Die Kamera auf der Vorderseite löst mit satten fünf Megapixeln auf, die Hauptkamera auf der Rückseite verfügt über acht Megapixel (BSI-Sensor, f/2.0 und spezieller Makro-Modus bei 4 Zentimeter Mindestabstand) und einen LED-Blitz. Zum Einsatz in der Kamera kommt eine Technologie, die Huawei Image smart nennt und für eine besonders natürliche Farbreproduktion sorgen soll und außerdem mit allerhand extra Features daherkommt. Highlight ist der so genannte Szenen-Modus, in dem das Smartphone aus 200 Voreinstellungen immer die richtigen Einstellungen liefern. Je nach Lichtverhältnissen etc. Die Frontkamera soll nicht nur dank hoher Auflösung bessere Selfies abliefern, sondern liefert auch auf Wunsch automatische Bildverbesserungen bzw. Manipulationen. So soll die Software den Fotografen z.B. auf Wunsch verjüngen.

Der Lautsprecher liegt ebenfalls auf der Rückseite. Am Start ist hier Dolby Digital Plus Technik.

Was das Design - komplett in Europa unter der Federführung von Nick Woodley konzipiert - angeht, ist das Ascend P6 ein gewaltiger Sprung nach vorne für Huawei, nicht nur wegen des Aluminiums als verwendetes Material. Die schmale Form, das abgerundete "Kinn" des Smartphones und die klare Rückseite haben einen eindeutigen Wiedererkennungswert, dagegen wirken ältere Telefone von Huawei wie "von der Stange". Die Rundung am unteren Ende kommt nicht von ungefähr: Sie soll an einen Buchrücken bzw. die Wölbung von Papier erinnern, wenn man ein Buch aufschlägt.Einzig der Alu-Rahmen an den Seiten des Smartphones beschwört Erinnerungen an das iPhone 4 und iPhone 4S herauf.






Wo wir schon gerade auf die rechte Seite des Ascend P6 schauen: Dort befindet sich der An/Ausschalter, die Lautstärkewippe und zwei Slots. Einer für die MicroSIM, der andere für die SD-Karte. Die linke Seite ist komplett frei, wäre da nicht ...


... dieser kleine "Zahnstocher" am unteren Ende. Was man auf den ersten Blick vielleicht noch für eine sportlich positionierten Kameraauslöser halten könnte, ist tatsächlich ein herausnehmbarer Pin, mit dem sich die SIM- und SD-Karten-Fächer jederzeit öffnen lassen. In der Einlassung am Gerät befindet sich außerdem der Kopfhöreranschluss. Ob sich diese Doppelbelegung als sinnvoll erweist und wo man den Pin ablegt, wenn man ein Headset verwenden will, muss ein Test im Alltag zeigen.

Huawei verzichtet beim Ascend P6 überraschender Weise auf LTE, zumindest in Deutschland. Die maximale Downloadgeschwindigkeit liegt bei 21,6 MBit/s. Das könnte schlicht und einfach dem dünnen Design des Smartphones geschuldet sein. Der Akku bringt 2.000 mAh Leistung mit (zum Vergleich: Das HTC One kommt auf 2.300 mAh). 14,5 Stunden 3G-Telefonie verspricht Huawei, über 28 Stunden im 2G-Netz. Die Standby-Zeit liegt bei 416 bzw. 315 Stunden. Auch im Ascend P6 kommt Huaweis Power Manager zum Einsatz, der Strom sparen soll. Das hat uns schon beim P1 gut gefallen.

NFC glänzt beim Ascend P6 leider ebenfalls durch Abwesenheit.

Was ist sonst noch an Bord? GPS/GLONASS, WiFi (b/g/n) und Bluetooth 3.0. Neben den üblichen Sensoren (Annäherung, Kompass, Umgebungslicht, Lage und Beschleunigung) kommt das Ascend P6 - genau wie das Galaxy S4 von Samsung - mit einem Temperaturmesser. 20 GB Online-Speicher bei Bitcasa bekommen Käuferinnen und Käufer kostenlos dazu, automatischer Upload für Bilder und Videos inklusive.

Das Ascend P6 ist in schwarz und weiß (ab Juli), sowie in pink (ab August) erhältlich, der Preis des Smartphones liegt in Deutschland bei 449 Euro.

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