Unser US-Kollege Tim Stevens war einer der ersten, die die Google Glass Explorer Edition in die Hände bekommen haben und hat jetzt nach ein paar Tagen im Alltag sein Review abgeliefert. Nach ein paar Minuten sind die Basics gelernt und der Start in die Datenbrillenwelt kann losgehen.
Anpassbar ist noch relativ wenig: Zwar lässt sich bestimmen, ab welchem Neigungswinkel des Kopfes das Display aktiviert wird, Lautstärke und die Helligkeit des Displays lassen sich aber nicht ändern, auch Bluetooth und WiFi können nicht ein- und ausgeschaltet werden. Die Klangqualität des Bluetooth-Headsets ist eher mittelmässig, was beim Telefonieren stört, aber wohl daran liegt, dass Google Glass eher auf die Aufnahme von Umgebungssound ausgelegt ist.
Technisch gibt es sowieso noch einiges zu tun: so hält der Akku nicht mal einen ganzen Tag und der verbaute TI OMAP 4430-Prozessor gehört auch nicht mehr zu den allerneuesten. Das Bild des Displays ist allgemein gut abzulesen, nur in starkem Sonnenlicht macht es Probleme, nicht so gut ist die Farbdarstellung mit ihrer teilweise starken Verfälschung. Die 5-Megapixel Kamera mit 720p hat Probleme bei Dunkelheit und liefert dann Ergebnisse wie eine schlechte Handykamera, macht aber bei guten Lichtverhältnissen recht ordentliche Fotos mit gutem Kontrast und satten Farben.
Dafür ist die Navigation erwartungsgemäß eines der Killerfeatures von Google Glass, ebenso wie die Möglichkeit, via Hangouts Freunden mal schnell etwas zu zeigen, oder Fotos zu machen, ohne dass man zuerst das Handy oder die Kamera hervorkramen muß.
Google Glass trägt sich so gut oder schlecht wie jede andere Brille auch, wobei die Kombination mit herkömmlichen Brillen zwar grundsätzlich möglich ist, aber oft unbequem und teilweise die Brillengläser verdeckt.
Was die Sicherheit (mal abgesehen von den diversen Fragen, die sich in Sachen Privatsphäre in der Öffentlichkeit stellen) angeht, ist Google Glass von Haus aus noch komplett offen: sollte man die Datenbrille liegenlassen, kann sich jeder gleich Zugang verschaffen, denn einen Lockscreen gibt es bisher nur über die externe App Bulletproof, außerdem ist der Root laut Saurik in unter einer Minute möglich. Bis Google die Zukunft auf den Rest der Menschheit loslässt, bleibt also noch einiges zu tun, allerdings ist die Explorer Edition ja auch als erweiterter Prototyp vor allem für Entwickler gedacht, was auch am Preis abzulesen ist: 1500 Dollar wird die endgültige Version wohl nicht kosten, es wird gemunkelt, dass es am Ende so um die 200 Dollar werden könnten. Nach dem Break findet ihr Videos und ein Klangbeispiel, das komplette Review nach dem Quelle-Link.

Google Glass: Unboxing

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Aufgesetzt: Google Glass

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