Wasser und Fett - das sind die Hauptbausteine, aus denen Forscher der Universität Oxford die oben abgebildete Kugel erstellt haben. Oder besser gesagt, sie haben das kaviarartige Gebilde mithilfe eines speziellen 3D-Druckers ausgedruckt. Anders als die meisten 3D-Drucker schichtet er das Ausgangsmaterial nicht in dünnen Schichten, sondern druckt in Tropfen. Dabei entstehen keine Figürchen, Schusswaffen oder Schädelteile, sondern ein neuartiges Gewebe, das eine ähnliche Konsistenz wie Hirn- oder Fettgewebe aufweist und sich wochenlang hält.

Besitzen die Tropfen unterschiedliche Salzkonzentrationen, bilden sie nach dem Druck dank Osmose sogar von alleine Formen aus, die der Drucker so nicht liefern kann. Zurzeit spuckt er einen Tropfen pro Sekunde aus und setzt maximal 35.000 Tropfen zusammen. Letztlich begrenzen aber alleine Zeit und Geld die Ausdehnung der Strukturen. Längerfristig stellen sich die Wissenschaftler einen medizinischen Einsatz ihrer 3D-Netze im menschlichen Körper vor, so könnten sie beispielsweise Medikamente transportieren oder beschädigtes Gewebe ausfüllen. Videos nach dem Break.

[Via National Geographic]




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3D-Drucker der Universität Oxford produziert synthetisches Gewebe (Videos)