Mit 3D-Druckern kann man bekanntlich mehr als nur harmloses Plastikspielzeug herstellen. Immer wieder hört man von beunruhigenden Versuchen, Waffenteile auszudrucken, aber es gibt auch erfreuliche Nachrichten: In dieser Woche wurde in den USA zum ersten Mal einem namentlich nicht genannten Mann in einer Operation ein Implantat aus Polyetherketonketon eingesetzt, das drei Viertel seines Schädels ersetzt und aus dem 3D-Drucker stammt. Polyetherketonketon (PEKK) ist ein biokompatibles Polymer, das für Röntgengeräte kein Problem darstellt. Zuerst wurde der Kopf des Patienten dreidimensional gescannt, danach wurde das passgenaue Implantat gedruckt. Erstellt wurde das Schädelimplantat von der Firma Oxford Performance Materials, welche für das Vorgehen im Februar die Zulassung der US Food and Drug Administration erhielt. Oxford Performance Materials zufolge könnten in den USA monatlich etwa 500 Personen von der neuen Technologie profitieren, mit der vergleichsweise einfach individuelle Implantate hergestellt werden können.

0 KOMMENTARE

Patient erhält Implantat aus dem 3D-Drucker, das 75 Prozent seines Schädels ersetzt