
Mark French unterrichtet Mechanik an der Purdue University, Indiana, und ist auf eine unterhaltsame Methode verfallen, um seinen Studenten die Besonderheiten der Lavaldüse näherzubringen - was es mit dieser genau auf sich hat, fragt ihr am besten den nächsten Raketeningenieur, der euch über den Weg läuft (Update: Andy hat das Thema unten in einem Kommentar netterweise kurz und verständlich zusammengefasst). So oder so: die Lavaldüse kommt an entscheidender Stelle in der Ping-Pong-Kanone zum Einsatz, die French konstruiert hat und Tischtennisbälle mit Mach 1,2 oder 1.448 km/h oder 402 m/s verschießt, was beim Aufprall auf einen Tischtennisschläger zum glatten Durchschlag führt. Nettes, verständliches Detail der Kanone: als Auslöser fungiert das Nachgeben von ein bis drei Lagen Gaffer, mit denen die Druckkammer verschlossen wird, wobei mit drei Lagen Tape die Mach 1,2 erreicht werden. Action ab Minute 5:40 im Video nach dem Break.
[via gizmag]


















Leserkommentare (Seite 1 von 1)
Andy @ Feb 5th 2013
Zur Lavaldüse:
Das Verhalten von Gasen unterhalb der Schallgeschwindigkeit kennen die meisten: Wenn man den Durchmesser des Rohrs durch das es strömt verkleinert, erhöht sich die Geschwindigkeit des Gases. Was die meisten nicht wissen: oberhalb der Schallgeschwindigkeit kehrt sich dieser Effekt um - das Gas fließt schneller, wenn der Durchmesser größer wird. Lavaldüsen sind nun genau so geformt, dass sie sich verjüngen bis das Gas Mach 1 erreicht und ab dieser Stelle wieder breiter werden - somit erhält das Gas die größte Geschwindigkeit.
waldt1 @ Feb 5th 2013
danke für die verständliche zusammenfassung!