iCloud-Nutzer müssen seit nunmehr fast einem Jahr auf iPhone und Co. auf Push E-Mail verzichten, Schuld ist eine Patentstreitigkeit zwischen Apple und Motorola, wir erinnern uns. Ein Gericht in Großbritannien hat das diesem Streit zugrundeliegende Patent von Motorola nun für ungültig erklärt. Die heutige Google-Tochter hatte das Patent 1995 eingereicht, 2002 wurde es erteilt. Entwickelt wurde das Protokoll ursprünglich für Pager. Motorola hatte ursprünglich gegen Microsoft geklagt - darauf bezieht sich auch die Entscheidung in London -, das gleiche Patent aber auch dazu genutzt, um in Deutschland gegen Apple vorzugehen. Der Richter am High Court argumentiert, dass das Patent einen Synchronisations-Vorgang beschreibt, der für Experten schon damals offensichtlich war und daher nicht patentwürdig sei. Die Entscheidung in London ist zunächst eine gute Nachricht für Microsoft und deren Live-Messenger- und Active-Sync-Protokolle. Aber auch in Deutschland dürfte das Urteil nicht unbemerkt bleiben.

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Motorolas Sync-Patent in England für ungültig erklärt, bekommen iCloud-Nutzer in Deutschland Push E-Mail zurück?