
Die japanische Staatsbahn JR Tokai hat einen Prototypen des neuen Shinkansen-Zugs L0 auf die Schiene gebracht. Wir bleiben aus alter Verbundenheit beim Namen Shinkansen, auch wenn es sich bei diesem Prototypen natürlich nicht um einen regulären Zug, sondern um eine Magnetschwebebahn handelt. Mit 500 Stundenkilometern soll der ab 2027 Tokyo und Nagoya, ab 2045 auch Osaka und Tokyo miteinander verbinden. Große Projekte bedürfen eben einer sehr langfristigen Planung. Abgesegnet wurde die neue Zug-Generation vor fünf Jahren, am Prototypen wurde ein Jahr gearbeitet. Die Zeitersparnis ist hingegen gewaltig: Aktuell braucht man von Tokyo nach Nagoya 90 Minuten, bald sollen es dann nur noch 40 Minuten sein. Hoffentlich werden die Bau- und Entwicklungskosten des Projekts nicht auf einen Schlag auf die Fahrgäste umgelegt: Die liegen bei rund 112 Milliarden US-Dollar. Bis es soweit ist, essen wir bestimmt noch den einen oder anderen Teller Fan-Nudeln.



















Leserkommentare (Seite 1 von 1)
kofola @ Nov 29th 2012
Es handelt sich hierbei um eine Magnetschwebebahn (wie der Transrapid), welche nicht auf Schienen fährt, sondern auf Spulen schwebt.
gerhard.uhlhorn @ Nov 29th 2012
Äh, auch der Transrapid fährt auf einer Schiene. Nur hat er keine Räder, sondern er schwebt auf einem Magnetkissen. Dadurch hat er keine rotierenden Räder mehr, welche durch die hohe Drehzahl zerreißen könnten.
Liq @ Nov 29th 2012
Ich glaube, die Japaner haben schwebende Autos bevor die DB es schafft 1x Pünktlich zu sein. Dabei würde denen sowas hier bestimmt helfen
pelle @ Nov 30th 2012
kofola hat recht. es handelt sich um einen der beiden versuchszüge MLX01 des JR-Maglev-projektes, hat also mit dem Shinkansen garnix zu tun, allerdings unterscheidet sich die magnetschwebetechnik der japaner erheblich von der des transrapid.
ICE32008 @ Nov 30th 2012
Wenn ich schon wieder lese die DB schafft es nicht pünktlich zu sein könnte ich schon wieder kotzen. Im übrigen einen solchen Zug kann man auf Grund der hohen Besiedelung in Deutschland nicht fahren lassen.
Boeingflieger @ Nov 30th 2012
als ob Japan nicht dicht besiedelt wäre. Nein, die deutschen sind nur langsam zu blöde, einfach mal ihrem eigenen Ideenreichtum nachzugeben und etwas zu bauen. Den Transrapid haben wir schon zu Tode geprüft u. schikaniert, S21 ist das nächste. Die Japaner trauen sich was, da können wir locker noch was davon lernen. Und nicht dauern meckern und gegen alles sein, was sich Neues bietet.
nurso @ Dec 1st 2012
blöd nur das Japan viel dichter besiedelt ist
Liq @ Dec 5th 2012
Was hat denn bitte eine dichte Besiedlung mit Innovation zu tun? Diese Bahn ist vermutlich sogar leiser als eine herkömmliche auf Schienen betriebene Bahn. Es würde problemlos funktionieren. Das Problem sind die Kosten die man nicht tätigen will. Lieber steckt man Milliarden in Sinnlose Flughäfen und Bahnhöfe die keiner Braucht anstatt das Geld mal in bessere Verkehrsnetze und InterCity Anbindungen zu stecken und die DB, auf die sehr viele angewiesen sind, mal komplett neue zu Strukturieren. Aber leider ist die Politik voll von Lobbyismus wo Geldgeile Säcke Hirntot Dinge planen.
Aber es ist wie immer in Deutschland: man hält lieber die Klappe weil, ist ja einfacher und man will ja nicht dass die Nachbarn schlecht reden.
(Sorry für diese Ausschweifung aber es passt irgendwie)
emilio47 @ Dec 1st 2012
...und was machen die Leute mit den "gesparten" 50 Minuten? Steht eine solche Investition noch in irgedeinem Verhältnis zum Nutzen? Vielleicht brauchen sie den Zug ja aber auch, um beim nächsten Atom-GAU die Bevölkerung schneller evakuieren zu können?