Schon mal davon geträumt, einach auf einen Slomo-Knopf zu drücken, um die Hektik wenigstens visuell etwas abzubremsen? Das Schöne am verspiegelten "Decelerator"-Aluhelm des deutschen Künstlers Lorenz Potthast ist, dass er nicht nur genau das ermöglicht, sondern je nach Bedürfnis auch auf unterschiedliche Weise. Der Träger sieht seine Umgebung ausschließlich über ein Display, das Videoaufnahmen einer vorne am
Helm fixierten Kamera abspielt. Via Fernbedienung kontrolliert er (oder jemand anders) die Geschwindigkeit mit den drei Einstellungen Auto, Press und Scroll. Während Auto die
Zeitlupe in festgelegten Intervallen abspielt und wieder vorspult, lässt sie sich mit Press gezielt für bestimmte Momente aktivieren. Im Scroll-Modus hingegen kann der Nutzer die Geschwindigkeit selbst anpassen. Die Rechnerei übernimmt ein oben im Helm eingebautes Netbook, und ein LCD zeigt den Passanten, was der Helmträger gerade sieht. Einen guten ersten Eindruck verschafft das Video nach dem Break, mehr Infos und Bilder findet ihr hinter dem Quelle-Link.
[Via
The Verge]
Leserkommentare (Seite 1 von 1)
Olli @ Nov 17th 2012
Haha das ja ein interessantes Video :D By the way made in BREMEN :D Hauptbahn Bremen bzw. Skaterbahn davor :D sehr cool
Lorenz Potthast @ Nov 18th 2012
Hier gibt es das Video auch auf deutsch, damit sich niemand mein grauenhaftes Englisch anhören muss:
http://vimeo.com/44615898
gadgeteer @ Nov 18th 2012
So wird die (scheinbare!) Abkopplung von der ungebenden Realität also auch mobil und komplett? Als ob wir das nicht durch mobile Geräte nicht schon genug praktizieren würden. Fokussierung der Wahrnehmung statt (weitere) Verzerrung fände ich als (Denk-) Ansatz sehr viel interessanter.
Alternative zum Zeitlupenhelm: Einfach mal hinsetzen und versuchen die Umgebung (ohne zwischengeschaltete Technik) bewusst wahrzunehmen, sehen, hören, spüren.... Entschleunigung fängt immer im eigenen Kopf an ;-)
michse @ Nov 19th 2012
so siehts aus!