T-Mobile USA schließt sich mit dem Mitbewerber MetroPCS zusammen. Beide Unternehmen haben den Merger gestern bestätigt. Die Deutsche Telekom soll 74 Prozent des neuen Unternehmens halten, MetroPCS bekommt 26 Prozent und 1,5 Milliarden US-Dollar. Beide Markennamen bleiben bestehen, allerdings sollen MetroPCS-Kunden mittelfristig ihre CDMA-Handys gegen GSM-Geräte von T-Mobile tauschen. Auf den somit freien Frequenzen soll der LTE-Ausbau vorangetrieben werden. Auch das neue Unternehmen bleibt die Nummer vier auf dem US-Markt und kommt nicht an die Kundenzahl von Sprint heran, von Verizon und AT&T ganz zu schweigen. MetroPCS verkauft vor allem Prepaid-Karten.

Bereits im März 2011 hatte die Telekom versucht, sich in den USA einen Partner zu suchen. Der Merger mit AT&T für 39 Milliarden US-Dollar war jedoch an den Regulierungsbehörden gescheitert.

Das US-Mobilfunkgeschäft ist für die Telekom defizitär. In den Hochzeiten der Dotcom-Blase hatte sich die Telekom mit der Übernahme von VoiceStream in den USA eingekauft. Der langfristige Plan des Zusammenschlusses mit MetroPCS scheint weiterhin zu sein, sich aus den USA zurückzuziehen. Mit besseren finanziellen Aussichten für das neue Unternehmen soll der Börsengang vorangetrieben werden, der dann ein schrittweises Abstoßen der Anteile gewährleisten könnte.

0 KOMMENTARE

T-Mobile USA und MetroPCS schließen sich zusammen