Kaum zu glauben, dass Sony es geschafft hat einen Vollformat-Sensor in einer Kompaktkamera unterzubringen. In der RX1 wird der gleiche 24,3-Megapixel-Exmor-CMOS-Sensor verbaut wie in der heute eingeführten A99. Leider kann man die fast ein halbes Kilo schwere Cybershot nicht mehr wirklich klein nennen, besonders wegen des fest verbauten Zeiss-Sonnar T* 35mm f/2.0 Objektives, das markant aus der Vorderseite lugt, das aber aufgrund des kleinen Gehäuses größer aussieht, als es wirklich ist. Es lässt sich leider nicht tauschen, wie viele gehofft hatten, aber Sony kommentierte, dass es bei dem kleinen Formfaktor den Objektivanschluss vermeiden wollte, um Platz zu sparen. Unsere US-Kollegen konnten die Neue bereits befingern, nach dem Break gibt es Fotos und ein kurzes Video.

Sony Cybershot RX1

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Das fix verbaute Objektiv wird zwar die einzige Option bleiben, aber dafür ist es speziell für die Kamera und den Sensor entworfen worden. Es verfügt über eine 9-Lamellen-Blende und manuelle Einstellungsmöglichkeiten für Blende und Fokus, zusätzlich zur mechanischen Makro-Einstellmöglichkeit für Nahaufnahmen.

Ergonomisch fühlt sich die Kamera wie eine etwas klobigere Form der RX100 an, aber hier mit einem vernünftigere Handgriff. Sony bietet zudem einen optionalen TGA-1-Griff mit an, der aber mit 250 Dollar nicht gerade billig ist. Einen eigenen Bildsucher gibt es leider nicht, dafür muss das 3-Zoll-1.229K-Pixel-LCD mit VGA-Auflösung herhalten. Für 600 Dollar erhält man optional den XGA-OLED-Bildsucher dazu, ähnlich dem der NEX-5R und F3.

Oben rechts an der Kamera befinden sich Modus- und Belichtungs-Einstellungsmöglichkeiten und der Auslöser. Auf der linken Seite ein ausklappbarer Blitz, der wie bei der NEX-6 und 7 nach hinten geklappt werden kann. Neben dem Display das Control-Rädchen und und weitere manuelle Einstellmöglichkeiten, sowie ein Schalter für den Film-Modus, dazu kommt außerdem noch ein programmierbarer Funktionsbutton.

Bei der Bildqualität kann man von Sonys 23,4-Megapixel-Sensor mit Bionz-Prozessor ähnlich hochwertige Ergebnisse erwarten, wie bei der A99, auch dank 14-Bit-RAW-Dateien auf der SD-Karte. Damit hören die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Modelle aber auf, der Autofokus der XR1 ist ähnlich dem der NEX-7 Kontrast-basiert, was sich besonders bei wenig Licht bemerkbar macht und der 5-fps-Burst-Mode kommt auch nicht an die höherwertige Klasse ran. Natives ISO reicht hier von 100 bis 25.600 und kann durch Multi Frame Noise Reduction auf 50 bis 102.400 erweitert werden, wobei mehere Schüsse zu einem "besseren" kombiniert werden. Filmemacher werden sich über 720p AVCHD 2.0 bei 60p und 24p freuen und den HDMI-Anschluss, über den ein externer Monitor angeschlossen werden kann. Auch eine Anschlussbuchse für ein Mikro ist vorhanden.

Wie schon erwähnt ist die RX1 eher an professionelle Fotografen gerichtet, mit einem Preis von 2.800 Dollar wenn sie November erscheint. Das ist der selbe Betrag den man für die A99 hinlegen muss, die für das gleiche Geld mehr Funktionalität mitbringt, aber auch weitaus schwieriger zu verstauen ist. Um das Paket komplett zu machen, braucht man dann noch den Objektivüberzug für 180 Dollar und die Ledertasche für 250 Dollar. Darüber hinaus ist die Kamera mit vielen Zusatzoptionen aus Sonys Alpha Reihe kompatibel. Wenn die RX1 ihre Versprechungen erfüllt, könnte sie zu einer wesentlich günstigeren Alternative zur Leica M9 werden.

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Sonys Cybershot RX1 bekommt einen Vollformat-Sensor trotz Kompaktklasse