Wir verlegen die folgende Geschichte mal in unsere Breitengrade, um sie anschaulicher erzählen zu können. Da baut sich die Polizei in Hannover für zig Millionen Euro ein neues Funksystem. Doch nach Fertigstellung lässt die Enttäuschung nicht lange auf sich warten: Die Beamten hören vor allem weißes Rauschen und Störgeräusche, wenn zwei Streifenwagen nah beieinander downtown unterwegs sind. Die Stadtverwaltung und die Bundesnetzagentur haben den Schuldigen schnell ausgemacht: Vodafones Mobilfunknetz, konkret die 2G-Frequenzen, das Rückrat der tagtäglichen Kommunikation also.

Genau das hat sich gerade in Oakland in den USA abgespielt. AT&T hat darauf hin 16 entsprechende Sendemasten vom Netz genommen. Obwohl Experten das eigentliche Problem eher im fehlerhaften Funksystem der Polizei vermuten. Um Geld zu sparen, habe man das System nicht ausreichend getestet, bzw. in die völlig falsche Technik investiert. Im Keller der Polizeibehörde haben die Beamten zum Beispiel überhaupt keinen Empfang. Nun ist es abgeschaltet, das 2G-Netz von AT&T im schönen Oakland. Loswerden will der Mobilfunker die Frequenzen sowieso, 2017 soll ganz regulär abgeschaltet werden. Jetzt kann man schon mal proben. Und den Nicht-3G-Kunden erklären, warum sie im Interesse der öffentlichen Sicherheit nicht mehr telefonieren können. Wobei: An Verbindungsprobleme sind AT&T-Kunden eh gewöhnt. Hört man immer wieder.

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Mobilfunk-SNAFU in Oakland: AT&T schaltet 2G-Frequenzen ab, damit die Polizei arbeiten kann (Video)
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