
Das neue iPad bringt zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen. Doch es sind nicht LTE oder die bessere GPU, die Apples drittes Tablet so attraktiv machen.
Ein - ganz subjektiver - Kommentar, jenseits der bei Engadget üblichen Fakten-Huberei. Nicht böse sein, Android.
LesenDas neue iPad von Apple ist genau das Tablet, auf das ich gewartet habe. Zugegeben, die Nutzer-Szenarien eines Tablets sind zahlreich, unterschiedlich und mit meinem - das gebe ich gerne zu - ist in Cupertino wahrlich kein Geld zu verdienen.
Mein Leben ist Text. Lesen, schreiben, redigieren: beruflich und privat. Und mit Text ist auf dem iPad 2, der Version, die bis gestern noch aktuell war und auch weiterhin, 100 Euro billiger, im Angebot bleibt, ist nicht viel Staat zu machen. Das ist eine Erkenntnis, die sich Schritt für Schritt, schleichend geradezu, bei mir verfestigt hat. Denn auch wenn das Display als solches brillant ist, perfekte Betrachtungswinkel hat, lässt die Pixeldichte zu wünschen übrig. Diese zu wenigen Pixel haben mich bislang daran gehindert, meinen täglichen Gerätepark zu verkleinern. Bislang war es unmöglich, mich von meinem Kindle zu trennen. Lesen auf dem iPad bereitet mir Schmerzen und zwar nicht, weil es ein LCD-Display ist und eben kein augenfreundlicher E-Ink-Screen.
Schuld an diesem Dilemma war zuerst Apple selbst, dann auch andere Smartphone-Hersteller, die mit Retina-Display und ähnlichen HD-Varianten die Latte so hoch gehängt haben, dass ein Tablet schmerzlich baden geht. Baden gehen muss. Nicht, weil man das Lesen eine Buches oder Textes nicht möglich wäre, ich habe mich derart in diese HD-Displays verliebt, dass sich bei jedem Anschalten des iPad 2 ein mürrisches Geräusch aus meinem Mund quält: Natürlich geht der erste Blick ganz automatisch, Nerd-erprobt, in die Status-Zeile am oberen Bildschirm-Rand zur Uhrzeit, dem Batteriestand. Dort liegen die Pixel gut sichtbar am Silizium-Strand, jeder einzelne gut sichtbar.
Das wird jetzt anders, massiv anders, ein Quantensprung in die richtige Richtung geradezu. Und die Android-Konkurrenz schaut in die Röhre, wieder mal. Das ist, und das ist wichtig, meine ganz private Röhre, denn wie gesagt: Mein User-Verhalten ist speziell. Die Apps, die ich bislang für das Tablet von Apple gekauft habe, lassen sich an einer Hand abzählen. Und für die Spiele, an denen ich aus reiner Langeweile ab und zu scheitere, brauchen, wenn es nach mir geht, keine Retina-Auflösung. Folglich brauche ich auch keinen Quadcore-Prozessor von Firma XY, nur um vielleicht später zu merken, dass genau das Spiel, das ich vielleicht doch wirklich knacken will, mit genau diesem Prozessor nicht kompatibel ist. Auch Mega- oder Gigahertz-Werte interessieren mich nicht die Bohne, weil ich weiß, dass iOS so gut für die Hardware optimiert ist (und umgekehrt), dass die Kriege hinter dem Komma vollkommen irrelevant ist. Das ist skurril, zeigt aber auch, wie schnell die Zeit vergeht. War doch Apple genau die Firma, die zu PowerPC-Zeiten eben diesen Megahertz-Mythos erfunden hat, um vor der Intel-Konkurrenz nicht völlig das Gesicht zu verlieren und Adobe und Microsoft weiterhin an Mac OS zu binden. Dieser Mythos, dieser Kampf wird mittlerweile in der Android-Welt ausgefochten, das hat der MWC gerade wieder bewiesen. 1,2GHz vs. 1,4GHz, Snapdragon vs Tegra 3, Grafikbeschleuniger X vs Grafikbeschleuniger Y. Sollen sie doch. Wenn auf meinem Galaxy Nexus der Twitter-Client beim Scrollen stottert wie ein betrunkener Poker-Spieler, dann bedeutet das schlicht und einfach, dass Schnelligkeit nicht Optimierung bedeutet. Kann mir jemand iOS auf meinem Galaxy Nexus installieren?
Es gilt eine Tatsache zu akzeptieren. Apple hat es geschafft, in Sachen Hardware, Alleinstellunsgmerkmalen, Hinguckern, Verzahnung von Hard- und Software, der Konkurrenz immer einen Schritt voraus zu sein. Früher war das genau andersrum, eine erneute Umkehrung dieses Verhältnis ist nicht in Sicht. Die vertikale Integration, das rigide Regiment, zahlt sich aus. Langfristig. Und man sieht immer klarer, warum Steve Jobs, die Lizenzierung von Mac OS an Hardware-Hersteller als eine der ersten Amtshandlungen nach seiner Rückkehr nach Cupertino wieder eingestellt hat. Schindluder und Preisdruck bring ein OS nicht zwingend nach vorne. Wer daran glaubt, muss bei Microsoft in die Lehre gehen. Und weit mehr im Ärmel haben, als halbgare Hardware und ein Open-Source-OS.
Ich mag Android. Nein, anders: Ich unternehme in regelmäßigen Abständen neue Anbandel-Versuche. Das Galaxy Nexus ist die aktuelle Liebesgeschichte mit Hindernissen. Was auf Telefonen noch tolerierbar ist, wird auf Tablets schnell unangenehm. Es geht mir dabei nicht darum, das eine OS gegen das andere auszuspielen, aber Android ist noch immer nicht für Tablets gemacht, auch wenn die Displays mittlerweile mehr hermachten als beim iPad. Von der fehlenden Adaption bei Apps ganz zu schweigen. Die Beispiele könne noch so banal sein, die Fakten bleiben: Android-Entwickler haben immer noch nicht das Interesse an Tablet-Adaptionen, das die Plattform so dringend bräuchte. Und so lange ich auf der iOS-Tastatur doppelt so schnell bin wie in Ice Cream Sandwich - was mir übrigens auch iOS-Verächter und amtliche Android-Fans bestätigt haben - ist die Sache eh entschieden.
Dass das neue iPad einen noch schnelleren Prozessor hat ist toll. Dass die Grafikleistung noch besser geworden ist, ist prima und wird nicht nur Gamer freuen. LTE ist ein klasse Bonus, egal wann und zu welchem Preis dieser neue Standard in meiner Straße ankommt. Eine bessere Kamera? Wunderbar, obwohl es eigentlich heißen muss: Das dritte iPad hat erstmals auch eine Kamera, oder hat wirklich jemand jemals ernsthaft versucht, mit dem Schnappschuss des iPad 2 irgendetwas anzustellen?
Der eigentliche Schlüssel liegt im neuen Display. Wenn die kinderleichte Bedienung des iPads, das Manövrieren, jetzt noch besser aussieht, Spiele geradezu glänzen, Fotos, Filme und Serien (der BBC iPlayer, Apple verdient doch Geld an mir) noch kräftigere Farben haben, schneller starten, dann ist das genau der Wow-Effekt, der im Media-Markt Android einen empfindlichen Dämpfer verpassen wird. Wer mit Papa einkaufen geht, achtet doch nicht auf 100 Euro. Ein Tablet ist und bleibt ein Luxusprodukt. Noch.
Ja, iOS ist reglementiert, ja, Apps verschwinden aus dem Store, ja, Apple hat ein Problem damit, Konkurrenz zuzulassen. Nein, ich will mir auch nicht alles via iTunes anschauen und anhören, ja, es bringt mich zur Weißglut, dass die einzige Version des VLCs, die jemals auf einen Schnaps im App Store vorbeigeschaut hat, nicht die Files auf dem iPad abspielt, die ich der Software zumuten will. Erledigt. Dumm gelaufen. Ich kann damit umgehen. Irgendwie. Nein: Es ist kein Wunder, warum Apple Marktführer ist: Das iPad fühlt sich besser an und mit einem guten Gefühl verdient man Geld, nicht mit Nerds, die ein Tablet erst hacken und dann rooten.
Zurück zu mir und meinem speziellen Nutzerverhalten. Viel wichtiger ist, dass ich meinen Kindle hoffentlich verkaufen kann, mich von einem Gerät, einem Kabel trennen darf, ein Device weniger putzen, aufladen, bestücken muss. Und gleichzeitig all das nutzen kann, was ich bei Apple und iOS sowieso täglich nutze. Nur besser aufgelöst. Mit endlich ausreichend Pixeln. Übrigens, Apple: Bei iBooks kann ich leider dennoch und immer noch nicht einkaufen, ihr habt nicht die Bücher, die ich lesen will.
Das Display ist das wichtigste Element eines Geräts heutzutage. Und so schließt sich der Kreis, denn worüber ich mich freue, werden die Gamer, Rezepte-Sammler, Mediathek-Gucker genau so positiv empfinden wie ich. Dass der Rest stimmt, darauf kann man sich bei Apple in der Regel verlassen. Bei Android leider immer noch nicht. Super-AMOLED, sd-Karten, HDMI-Ausgänge ohne nötigen Adapter, das problemlose Side-Loading von Apps und die ach so offene Architektur von Googles OS hin oder her.



















Leserkommentare (Seite 2 von 3)
Sven @ Jul 12th 2012
Hach das liest sich gut, und es ist sehr belustigend zu lesen wie hier wieder Hater unterwegs sind die einfach von Einsicht weit entfernt sind.
Werdet doch einfach glücklich mit euren Androidtablets und akzeptiert das es auch Leute gibt die auf unproblematische Elektronik stehen ;)
Schöner Artikel.
marc @ Mar 8th 2012
darum gehts im kommentar, die hardware ist das eine aber eine funktionseingeschränkte software die aber optimal integriert ist machen den unterschied usibility eben.
und es stimmt das android zu viele lücken hat statt den sehr guten gesamtbestand einmal zu konsolidieren und an dem hauptthema nämlich der benutzerfreundlcihkeit und dem feeling zu arbeiten.
ich selber nutze ein sgs 9000 mit miui, liebe die benutzerfreundlichkeit, stelle aber immer wieder fest das open source zu problemen führen kann wenn diese nicht kontrolliert und vernünftig integriert wird.
Bjørn @ Mar 8th 2012
man man man .. geht doch nicht immer von dem extremen aus, von den die tage vor nen store campen oder die ein produkt hacken und rooten.. die masse will das ding einfach benutzen.. ich selbst würd mein android nicht gegen ein ipad oder iphone tauschen wollen.. aber für meine mutter und schwester gibt es nichts besseres.. glaubt mir ich habe alles versucht mit einer affenruhe habe ich alles mehrfach erklärt usw.. das beste für die beiden ist nen ipad....also was solls... der verfasser hat schon in vielen sachen recht... recht gut geschrieben finde ich... lob.
Xiniar @ Mar 8th 2012
Ohje armer Redakteur, er wird nun die ganze Wut aller Android-Anhänger zu spüren bekommen.
Powder_Pimp @ Mar 8th 2012
Meine Güte,
was scharrt Ihr denn so mit Hufen? Dieser Artikel steht unter dem Überschriftzusatz "Kommentar". Wer nicht weiß, was das bedeutet - Ihr schreibt so etwas mit jedem Eintrag hier selbst. Er beinhaltet eure eigene Meinung, nicht die der Redaktion oder von sonst wem. Und so etwas ist mir hier, neben dem üblichen stapeln reiner Fakten, gerne willkommen.
Ich sehe diesen Beitrag als eine persönliche Argumentationskette im Bezug auf Tabletnutzung, konkretisiert an einem(!) Anwendungsbeispiel. Für irgendein System muss man sich am Ende immer entscheiden. Die Entscheidung fällt hier "pro Apple", na und? Jemanden deswegen als Propagandisten zu bezeichnen...
Ich nutze selbst kein Tablet, werde dies aber in der nicht allzu fernen Zukunft wohl tun, da diese Gerätegattung zunehmend interessanter wird. Von daher bin ich über jedes einzelne Anwendungsbeispiel dankbar. Ihr habt eine andere Meinung? Super, dann teilt diese doch mit und argumentiert, anstatt den OP nur anzublöken oder seinen kompletten Beitrag aufgrund nur einer Euch nicht passenden Aussage als Mist abzutun.
Ich, für meinen Teil, danke Dir Thaddeus.
markus @ Mar 8th 2012
haha, wie ihr euch alle aufregt...
kommentare sind nunmal subjektiv und mal ganz abgesehen davon hat der autor in den meisten punkten recht. das behaupte ich jetzt ohne selbst ein apple nerd zu sein.
haters gonna hate! :p
Matthias D. @ Mar 8th 2012
ein massiv subjektiver Artikel. und ohne wirklich neue Erkenntnis. fazit: Zeitverschwendung!
fatbaron @ Mar 8th 2012
Das Ipad 2 hat eine PPI von 132.
Der Kindle 2 hat eine unwesentlich höhere PPI von 167.
Da sehe ich den Vorteil nicht so wirklich in der - im Artikel hochgelobten - Auflösung. Vorteile sind hier eher das viel geringere Gewicht, die deutlich besser Akkuleistung und das ermüdungsfreie Lesen durch die fehlende Hintergrundbeleuchtung.
Und da bessert sich ja beim Ipad 3 nix. Im Gegenteil. Noch bissl dicker, noch bissl schwerer (3x so schwer wie der Kindle).
Zum digitalen Lesen bleibt der Kindle deutlich im Vorteil meines Erachtens. Wer so ein IPAD mal 2h im Bett über sich gehalten hat lesenderweise, weiß, was ich meine.
Außerdem haben die angekündigten Full-HD Transformer-Geräte ein anderes Bildverhältnis, damit zwar weniger Pixel, aber die PPI-Zahl unterscheidet sich und unwesentlich. Denke nicht, dass man da einen Unterschied sehen wird.
Wobei wir wieder beim ruckelnden Android und dem geschlossenen Apple-System wären. Take your pick.
peterd @ Mar 8th 2012
Davon abgesehen, dass der Text furchtbar geschrieben ist (Dass das neue ... ist toll, tonnenweise Superlative, fehlende Buchstaben, fehlende Wörter, Superkommasätze etc) ist der Kommentar so nichts sagend, wie die Argumentationen (Einmal sind Android-Displays crap, dann doch nicht - was?) Naja - subjektiv und objektiver Quatsch.
Fritz @ Mar 8th 2012
Also erstmal danke ich dem Schreiber mich überredet zu haben, mir kein IPad zu kaufen!
Booor - Alter, beim nächsten mal lies dir den Text danach durch!
jojo @ Mar 8th 2012
"Dieser Mythos, dieser Kampf wird mittlerweile in der Android-Welt ausgefochten, das hat der MWC gerade wieder bewiesen. 1,2GHz vs. 1,4GHz, Snapdragon vs Tegra 3, Grafikbeschleuniger X vs Grafikbeschleuniger Y. Sollen sie doch. "
"Es gilt eine Tatsache zu akzeptieren. Apple hat es geschafft, in Sachen Hardware, Alleinstellunsgmerkmalen, Hinguckern, Verzahnung von Hard- und Software, der Konkurrenz immer einen Schritt voraus zu sein."
Amen. Das wird besonderes umso deutlicher, wenn man das Zusammenspiel von iPad, Mac und AppleTV und z.B. 55 Zoll Fernseher sieht und bestaunen darf und das sage ich als wirklich neutraler User, der u.a. ein glücklicher Galaxy S Besitzer seit langem ist. Auch meine Eltern können davon ein Lied singen. Gerade diese Usability und Einfachheit bei diesem Zusammenspiel ist der größte Bonuspunkt, den Apple Android weit voraus hat. Natürlich wäre das alles auch mit einem Android Tablet technisch möglich, aber eben sicherlich und das kann niemand abstreiten, mit mehr Konfigurationsarbeit.
Man muss der Realität nunmal ins Auge gucken. Was mich verwundert ist vor allem, dass es doch gerade die ganzen Android Fans sind, die die technischen Daten so miteinander vergleichen. Darum verstehe ich nicht, wie das Retina Display einfach so plötzlich heruntergespielt wird. Natürlich gibt es auch Full HD Tablets von Android, aber diese kommen eben nicht an das von Apple heran. Abgesehen davon, sind Android Tablets, die vergleichbare Leistungsdaten mitbringen, sogar um 100,- Euro teuer ... von daher
Und das sind nunmal die nackten Fakten, die der Autor versucht hat wiederzugeben. Nicht mehr und nicht weniger.
funk.mariechen @ Mar 8th 2012
Mein 'persönlicher' Tip:
In den Laden gehen - anschauen, oder Gerät von einem Bekannten ausleihen - dann selber sehen und spüren:
Es sind nicht GHz oder USB-Anschlüsse, die begeistern, sondern: Flüssig-fluffiges-machen-was-es-soll-und-Millionen-Apps.
Das hat vormals mein Blackberry in die Tonne verfrachtet, beim IPad 2 war der Abstand zur Konkurrenz letztes Jahr deutlich genug, um gleich eine klare Kaufentscheidung zu treffen. Das hat mit 'I-hörigkeit' nichts zu tun - es sind nun mal die deutlich ausgereifteren und spaßigeren Geräte.
My 2¢
Foliengriller @ Mar 8th 2012
Ich kann dem Artikel nur zustimmen: Obwohl ich mein neuestes high-End Android Tablet (Samsung galaxy tab 7.7) abgöttisch liebe, geht manches auf meinem parallel genutzten IPad 1 besser... nur eben nicht Lesen und Filme schauen.
Wenn man beide Systeme parallel nutzt kann man schnell die Vorteile von Apples geschlossenem, optimiertem System erkennen: Alles läuft flüssig, Apps funktionieren zuverlässig, Es gibt reichlich Tablet-optimierte Software - Alles Dinge die bei Android nicht oder nicht so gut funktionieren.
Das Killerkriterium für IOS ist jedoch (leider immer noch) die Standbyzeit: Obwohl mein Galaxy Tab 7.7 laut Tests zum 12 Stunden non-stop HD Filmeschauen taugt und damit Alle derzeit erhältliche Ipads schlägt, verliert es doch über Nacht 30-50% Akkukapazität (3G + WLAN an), während es beim IPad (3G + WLAN an) nur 1-2% sind...
Im Endeffekt muß das Android Tablet jeden Tag an die Steckdose, während das iPad auch ohne Ladegerät auf Dienstreisen darf....
Alex @ Mar 8th 2012
Ich bin absoluter Android Fan... so. ABER ich bin mittlerweile vom iPad immer mehr angetan und überlege mir ob ich das neue nicht kaufen werde. Der Kommentar ist komisch, teilweise wiedersprüchlich aber die Grundaussage kann ich durchaus unterstreichen, Apple bietet das bessere Gesamtkonzept, IM TABLET BEREICH! Bei Smartphones ist seit Ice Cream Sandwich einiges besser geworden auch wenn das mit den Updates noch ein dicker Kritikpunkt ist. Allerdings muss man auch berücksichtigen das Apple nur ein Produkt pro Jahr raus bringt und es somit wesentlich leichter hat alles Kompatibel zu halten. Dafür sind sie aber auch längst nicht so vielseitig. Ich selber hatte schon zwei Android Tablets. Aber wie gesagt, das iPad rückt immer näher in meinen Kaufbereich :D mal gucken was die nächsten Monate noch so kommt...
Dachskiller @ Mar 8th 2012
Wenn ich sehe das man ein Android Tablet (in meinem Fall Motorola Xoom) nicht mal eben an einen Ubuntu/Debian Rechner anschließen kann um Daten darauf zu kopieren, ohne extra Software zu installieren...
Android soll doch Opensource sein, wie Ubuntu , warum wird dann Ubuntu nativ unterstützt.
Wer mal eben kurz etwas surfen will, oder Mails checken will, der ist mit einem Android Tablet ja vielleicht gut aufgehoben. Wobei intuitiv für die meisten Anwendungen ein Fremdwort ist.
Wenn selbst erfahrere Linux-Profis lieber zu einem iPad anstatt zu einem Android Tablet greifen, dann sollte man sich vielleicht mal fragen wieso. Der Gedanke hinter Android ist ja ganz gut, aber es gibt einfach noch extrem viel was verbessert werden muss. z.B. die extrem vielen Hardware-Versionen. Ohne feste Standards für CPU, GPU, Auflösung usw. wird Android und damit auch der Nutzer das nachsehen haben. Das Look and Feel sind beim iPad eben besser, noch...
Paul @ Mar 9th 2012
Der Kommentar trifft es sehr gut, ich gehe sogar noch weiter:
Wer einmal ein iPad hatte, für den ist ein Androiden-Tablett sowas wie der Kosmos Elektro-Baukasten aus den 70ern: nett, nicht ohne Reiz, aber BASTELKRAM !
iOS dagegen ist perfekt, die Hardware ist jetzt sogar über-perfekt - dagegen stinekn die Androiden vollkommen ab. Mehr als 199 Euro für ein TOP-Android-Tablet kann niemand mehr ernsthaft verlangen!
fährmann @ Mar 9th 2012
schön, wie er sagt, dass apple an ihm kein geld verdient, weil er ja kaum apps kauft :) das gerät war also umsonst?
Halbvier @ Mar 9th 2012
Man muss zugeben, was Apple da macht ist schlicht das perfekte Timing. Jetzt mit diesem hochauflösenden Display zu kommen und dann noch zu behaupten 4x schneller als NVidia Tegra 3, tja dann kann Android einpacken.
Das ist aber nur die halbe Wahrheit. In der Praxis wird sich das, wie alles andere auch, relativieren.
Android kommt mit 1920x1080 Tablets und Quadcore. ok, vielleicht nicht ganz so genial wie das iPad, aber worauf Apple besteht sind Technische Daten (war das nicht ein Terrain von Android?!). ICS läuft jedenfalls extrem flüssig.
Warum kaufe ich mir kein iPad? Ganz einfach, für mich zu begrenzt. Ich bin kein Spieler, ich mag iTunes nicht, und ich will neue Sachen ausprobieren (das ist beim iPad verboten, viele Apps fliegen aus dem Store oder kommen erst garnicht rein) ... deshalb kann ich nur auf Android zurückgreifen. Und seit ICS bin ich auch sehr zufrieden.
Apple ist derzeit auf seinem Zenit... aber meiner Meinung nach ist es damit in spätestens 2-3 Jahren vorbei, weil sie mehr und mehr Probleme mit den Kunden bekommen, so wie schon bei dem Problem vom neuen Final Cut Pro. Es wird gestrichen und vereinfacht, ... aber das wird langfristig nicht funktionieren. Und die Qualität hat massiv gelitten. Schaut man sich MacOS und Lion an, dann sträuben sich mir die Haare. Bugs ohne Ende, so extrem das man zurück zu Snow Leopard muss.
Und so etwas rächt sich irgendwann. Ich überlege mir im nächsten Jahr, meinen Mac zu verkaufen und dann ganz auf Android umzusteigen. Da habe ich alles was ich brauche und jegliche Freiheiten.
florian @ Mar 9th 2012
Ein sehr gelungener Artikel der endlich einmal in den Vordergrund stellt was dorthin gehört: Mehrwert liegt nunmal im Auge des Betrachters, nicht nur im Wortsinn bezogen auf das Display. Ich habe selbst lange auf WebOS als Alternative gehofft und bin auch jetzt noch ganz subjektiv der Meinung es hätte ein anderes Schicksal verdient. Aber soviel Spaß mir das Basteln damit auch bringt, ausgereifte Anwendungen für meine speziellen Zwecke (mobile Literaturverwaltung z.B.) findet sich nur in Apples App-Store. Und da sich erst aus der Kombination Tablet & Software das Werkzeug ergibt das man auf die eigenen Bedürfnisse zurechtschneidert ist Hardware allein eben doch nur von relativer Bedeutung.
Es wird nicht lange dauern bis andere Tablets technisch nachziehen, keine Frage. Sobald der Mix aus Hard- und Software so viel Mehrwert erwarten lässt dass sich ein Umstieg lohnt werde ich zugreifen - auch bei Android, obwohl es ohne Zweifel Googles trojanisches Pferd ist. Aktuell jedoch wird es trotz Apples Gängelung bei Multimeida-Inhalten ein neues iPad werden.
Und für alle Apple-Hater: Wohooo! Tears, moar tears plz... ;).
spam100 @ Mar 9th 2012
Bitte mehr Kommentare und persönliche Einschätzungen zu Produkten. Blöd gelaufen ist, dass man den ersten Kommentar gleich zum Reizthema Apple verfasst hat. Da hauen sich doch immer alle sofort die Köpfe ein.
Grüße ofnofn - ein Nexus S Nutzer ohne Tablet