
Hallo, ONE X, hallo neues HTC-Schlachtschiff. Mit diesem Smartphone will HTC im Highend-Segment für Aufregung sorgen. Und die technischen Spezifikationen sprechen dafür, dass das auch gelingt. Das ONE X läuft mit einem Quadcore-Prozessor, dem Tegra 3 von NVIDIA, verfügt über 1 GB RAM, 32 GB Speicher für Daten, ein 4,7"-HD-Display (1080x720p) mit HTCs neuer SLCD2-Technik, die die gleichen Betrachtungswinkel wie ein IPS-Panel verspricht. Das ONE X ist 9mm dünn, hat ein Unibody-Gehäuse aus Polykarbonat, eine 8-Megapixel-Kamera mit 1080p-Videos, einen - fest verbauten - 1.800mAh-Akku und lässt sich in eine optional erhältliche Docking-Station für Schreib- oder Nachttisch einklinken. Das HTC ONE X läuft mit Ice Cream Sandwich und Sense 4.0 und ist ab April bei uns erhältlich. Alle Details hinter dem Break.

HTC zeigt in Sachen Prozessor und Leistungsfähigkeit mit dem ONE X, wohin der Schaltkreis-Hase läuft. Der Tegra 3 von NVIDIA ist genau genommen ein 5-Kern-Prozessor. Die vier Hauptkerne laufen mit 1,5GHz, der fünfte Kern taktet im ONE X bei maximal 500 MHz und soll, so hat uns HTC versichert, große Teile des Tagesgeschäfts im Smartphone erledigen. Und so auch eine lange Batterielaufzeit garantieren. Immerhin ist der Akku nur 1.800 mAh "dick". Alles kein Problem, sagt HTC, die Abstimmung von Hard- und Software auf die technischen Rahmendaten hätte bei der Entwicklung im Fokus gestanden. Erst bei Prozessor-intensiven Aufgaben, wie Games, würden die vier Kerne des Tegra 3 ihre volle Kraft ausspielen. Und dass da Luft nach oben ist, haben die ersten Tests bereits gezeigt.
Die Luft im Gehäuse scheint hingegen eher dünn zu sein. So setzt HTC beim ONE X auf eine microSIM-Karte und hat auch keinen Platz für einen microSD-Steckplatz gelassen. Nutzer müssen mit den 32 GB Speicher im Gerät auskommen. Rund 29 GB stehen dabei für eure Daten und Apps zur Verfügung. An das Telefon gekoppelt ist jedoch ein kostenfreier Dropbox-Account. Neben den 2 GB, den man bei diesem Cloud-Service sowieso umsonst nutzen kann, spendiert HTC noch 23 GB zusätzlich für zwei Jahre.
In alter HTC-Tradition präsentiert sich auch das ONE X als Unibody-Konstruktion. Der Werkstoff ist allerdings Polykarbonat und kein Aluminium. Nokia lässt grüßen. Das ONE X macht einen ausgesprochen wertigen Eindruck, vor allem wie das Gorilla-Glass an den Seiten des Smartphones auf das Plastikgehäuse trifft sieht sensationell aus. Wenn wir schon beim Glas und beim Display sind: Der 4,7"-Screen arbeitet mit der Super-LCD2-Technik und HD-Auflösung. HTC-Mitarbeiter haben während unseres Briefings immer wieder betont, dass Super LCD2 absolut ebenbürtig mit der IPS-Technik sei, wenn es um die Betrachtungswinkel geht. Da können wir uns fast zu 100% anschließen. Verbessert wird die Darstellung auf dem Display durch optische Lamination, einem Prozess, bei dem das Glas und das Panel luftdicht aufeinander sitzen. Apple hat diesen Prozess beim iPhone 4 und dem iPhone 4S bereits im Einsatz.

Auf der Rückseite finden sich fünf Pogo-Pins, die die Verbindung zu einem optional erhältlichen Dock herstellen, über das das ONE X geladen, aber auch Musik gehört werden kann. Aber auch drahtlos spricht das ONE X, genau wie die anderen beiden Smartphones ONE S und ONE V verstärkt mit der Außenwelt. Ebenfalls ist erhältlich ist ein neuer Streaming Adapter, der HTC Media Link HD, der Inhalte noch einfacher auf den Fernseher leiten soll. Die Betonung liegt hier auf Plug&Play, bei HTC selbst war man mit der bisherigen DLNA-Lösung nicht sonderlich zufrieden und das soll jetzt viel besser werden. Integriert ist auch die Funktion, dass man das ONE X, während man beispielsweise einen Film vom Handy auf den Fernseher streamt, als Zweitbildschirm nutzen kann, um Informationen zum Film, den Schauspielern etc. abrufen kann. Erstmalig erleben kann man dieses Feature bei HTC Watch, eine entsprechende API wird zur Verfügung gestellt.
Das ONE X unterstützt NFC (Google Wallet inklusive), erlaubt Downloads mit bis zu 21Mbps, ist mit den üblichen Sensoren ausgestattet, funkt via WiFi auf 2,4 und 5 GHz, hat natürlich GPS, Bluetooth 3.0 und wiegt 126 Gramm.
Testgeräte wurden uns für Mitte März zugesichert.


















Leserkommentare (Seite 1 von 1)
Marv @ Feb 26th 2012
Warum ist ausgerechnet das One X aus ollem Plaste -.-
René @ Feb 26th 2012
naja siehs mal so, metall gehäuse verschelchtern den emfpang. außerdem sind sie schwerer und können nicht gefärbt werden, sodass sie lackiert werden müssen und der lack geht bei einem kratzer ab.
im wesentlichen kommt es auf das gefühl an, also auf die oberfläche. die ist nicht bei jedem plastik gleich. aber hier setzt htc auf ein finish aus einem material welches in der raumfahrt verwendet wird, soweit ich das verstehen konnte. solange sich das gut anfühlt sehe ich hier kein problem sondern vorteile, obwohl ich den kühlen touch von metall doch schon mag ;)
Marv @ Feb 26th 2012
Mag sein, ich fand bisher die Alu Unibodys vom gefühl deutlich wertiger und hat sich schöner angefühlt.
Finde es immer total komisch wenn man ein HTC besitzt und mal ein Samsung Galaxy S2 oder so in der Hand hällt, das fühlt sich im Vergleich immer total billig an...
Das One X werd ich mir dennoch mal genau ansehen :)
Batiste @ Feb 26th 2012
Hallo =)
sind die Androidbuttons Hardwaretasten?
Oder ist das so gelöst wie beim Galaxy nexus dass die auf dem Screen eingeblendet werden?
LG Batiste
Thaddeus Herrmann @ Feb 26th 2012
Hardware-Tasten. HTC hält daran fest, um - Zitat der Presseabteilung - Platz auf dem Display für wirkliche Inhalte freizuschaufeln.
Gee-Jay @ Feb 26th 2012
Das Display ist HD-Ready, also 720p, nicht Full-HD 1080p.
4.7-inch (1280 x 720 resolution)
http://www.htc.com/ch-de/smartphones/htc-one-x/#specs
DaErnst @ Feb 26th 2012
Sehr schade das sie keine wechselbaren akkus mehr haben...
schulte @ Feb 27th 2012
Pogo-Pins??????
Es gab einmal eine Richtlinie der GSMA, nach der Handys über MicroUSB zu laden sind, um den proprietären Kabelsalat zu vermeiden.
u.a. http://www.heise.de/newsticker/meldung/Einheitliche-Handy-Netzteile-ab-2010-187530.html
Laut Specs bei HTC wird die Option "Laden" unter Pogo-Pins und NICHT bei MicroUSB aufgeführt.
Was also wieder bedeutet, viele viele neue Netzteile kaufen, wenn's mal ein wenig bequemer sein soll.
Wechsel-Akkus gibt es ja nicht mehr! Naja - auch ein Geschäftsmodell.
Dabei besteht dazu keinerlei Veranlassung. MicroUSB ist leistungsfähig genug und mittels Lagesensor und NFC (siehe u.a. Sony) lassen sich alle Sonderfälle behandeln (Schlafzimmer, Auto, Büro, etc.)
sowow @ Feb 27th 2012
Das mit dem MicroUSB kannst du ja mal Apple erzählen, die meist verkauften Smartphones sind immer noch iPhone 1 bis 4S und kein iPhone verwendet MicroUSB.
Außerdem ist das HTC trotzdem über USB Kabel aufladbar, die Pogo Pins sind zusätzlich da und erlauben das einfache Auflegen auf eine "Docking" Station für Audioübertragung ... wäre nervig wenn man dann noch zusätzlich das USB kabel für Strom einstecken müsste.
Die Pogo Pins sind sehr viel unempfindlicher als irgendwelche Stecker, wer schonmal ein Gerät mit eingestecktem microUSB fallen gelassen hat weiß wovon ich rede.
schulte @ Feb 28th 2012
@sowow:
Danke für den Tipp. Das macht es dann doch gleich wieder besser :-)
Typisch(?) das mit Apple. Eigentlich gehörten die auch zu den Unterzeichnern. Egal - was kümmert die ihr Geschwätz von gestern. Und da ich kein Apple-Kunde bin, ist es mir auch ziemlich egal. Ich bin da eher HTC-branded mit einer Tendenz zu Samsung. Aber andere Mütter haben auch schöne Töchter. Schaun wir mal, was das neue Acer (Tablett und Phone) so kann oder vielleicht dann doch das neue RAZR.
So müssen sich Frauen beim Schuhe kaufen fühlen
ciao
schulte
florian.dumbeck @ Mar 27th 2012
@schulte: Würde Apple den Dockconnector austauschen gegen MicroUSB, was denkste dann was die Zubehörhersteller sagen? Sehr viele Soundsysteme sind auf den Dockconnector ausgerichtet, damit sie mit allen iPhones und iPods kompatibel sind. Das ist dann ein sehr großes Spektrum. All diese Geräte sind dann weniger nützlich oder sogar nutzlos! Und wer es nicht weiß, Apple bietet für den Preis eines gewöhnlichen MicroUSB Kabels ein winziges Adapterlein, in form des Dockconnectors an, der dann das MicroUSB auf Dock.. umschwenkt. Ich finde das ist eine adäquate Lösung um den Richtlinien gerecht zu werden, sowie praktisch, da ich in meinem Auto nun 1 Kabel brauche für iPhone und für mein HTC (ist ja auch der Sinn der Sache) und zu Hause in die Anlage kommt das iPhone über den Dockanschluss.
Es wäre jedenfalls unmöglich die iPhones mit MicroUSB auszustatten, das gäbe ordentlich ärger ;) Sowohl bei Kunden als auch bei Herstellern ;)
BocBocMan @ Feb 27th 2012
Ich find das Sense ist nicht mehr so schön wie früher!
tschuikow @ Mar 9th 2012
Ist denn der Akku wenigstens in der Werkstatt, oder über ein Auseinanderbauen des Gerätes wechselbar?
Oder muss man das Gerät wegschmeissen wenn der Akku hinüber ist?
florian.dumbeck @ Mar 27th 2012
Ja, das Gerät ist nicht mehr verwendbar wenn der Akku kaputt ist. Man wird es auf keinen Fall reparieren können oder reparieren lassen können. Ich schmeiß mein iPhone auch immer weg wenn der Akku kaputt ist und kauf mir dann ein Neues.
Don @ Mar 31st 2012
als ich das erste mal vom one x gelesen habe war ich begeistert.
Aber dann kamen die negativen Punkte wie Akku/sd-karte, was ein absolutess nogo ist!
mal ganz ehrlich, warum fangen jetzt alle hersteller mit diesem bullshit an.
Wenn mein desire keinen wechselbaren akku hätte, könnte ich es oft, bei intensiver nutzung nachmittags wegpacken,
da der akku dann aufgibt.
Dann sollen sie das ding dick machen und nen 2500mah akku reinpacken, aber so: nein danke htc
wenn ich ein smartphone habe, sollte es auch über den tag kommen können, auch bei sehr intensiver nutzung und wenn nicht muss man den akku wechseln können.
Und dann der dreck mit dropbox:
für kleine dateien ist es ja ok, aber was bringen mir 25gb cloud-drecks-speicher, wenn eine normale datenflatrate max. 1gb schnelles internet-volumen pro monat beinhaltet?
Richtig, rein garnichts, da reichen mir nämlich genau 1gb und dann kann man sonst schon nichts mehr machen.
Wenn ich bock auf soviele einschränkungen habe, dann kann ich mir auch ein iphone kaufen und da hält der akku wahrscheinlich sogar noch länger.
Tschüss HTC und mal warten wer demnächst mal wieder ein akzeptales smartphone bringt.
HTC und Sony schonmal nicht.
Wirds wohl samsung oder huawei