Heute ist in großen Teilen des Netzes ein 24-stündiger Blackout als Protest gegen den Entwurf des US-Gesetzpakets
SOPA (Stop Online Piracy Act) und PIPA (Protect Intellectual Property Act), das von diversen Medienkonzernen wie zum Beispiel der News Corp und der MPAA (Motion Picture Association of America) und Teilen der Musikindustrie angestrengt wurde, um Datenpiraterie zu bekämpfen. Die Kritiker befürchten, dass mit der geplanten Infrastruktur die das Sperren ausländischer Webseiten mit geklauten Inhalten vereinfacht, auch Zensur und Einschränkung der Meinungsfreiheit einhergehen wird. Zu den Kritikern gehören neben Wikipedia, deren englischsprachige Seite nur über Umwege zu erreichen ist auch Google, Mozilla, BoingBoing, Hackaday, Craigslist, Reddit, Wordpress, Facebook, ebay, Techcrunch, The Verge, Twitter und unzählige weitere.
Leserkommentare (Seite 1 von 1)
Jens @ Jan 20th 2012
Ich finde es schon erstaunlich, was das Internet den Bürgern für eien Macht gibt. Doch nicht nur den Bürgern. Auch die Lobby-arbeit wird dadruch erleichtert. Ich finde es ja gut, dass sich Nutzer politisch engagieren, bei Firmen finde ich es jedoch immer fragwürdig. Auch wenn Facebook und Wikipedia sicher keine kapitalistischen Unternehmen im herkömmlichen Sinne sind. Dennoch gehen diese Unternehmen (erfolgreich) gegen Gesetzesentwürfe vor...Solange dies im Sinne der Bürger geschieht ist das ja auch gut und schön. Doch ich finde, dass sollte man immer mit vorsicht betrachten...