
Tony Fadell und Matt Rogers waren unter den führenden Köpfen bei der Entwicklung von Apples iPod-Familie, jetzt haben sie sich selbstständig gemacht, um ein Produkt an den Start zu bringen, das ebenfalls ein rundes, intuitives UI hat: Vorhang auf für Nest, das schlaue Thermostat. Richtig gehört: eines dieser bisher unauffälligen Kästen zum Regeln der Heizung oder der Klimaanlage. Das Thermostat von Fadell und Rogers hört auf den kuscheligen Namen Nest und ist einerseits lernfähig, andererseits umfassend programmier- bzw. fernsteuerbar. Letzteres natürlich via iOS-App und eine WiFi-Anbindung (Android-App ist in Arbeit ...), interessanter scheint allerdings die Sensor-Schlitzohrigkeit des Geräts, die etwa die Heizung herunterfährt, wenn länger niemand im Raum ist. Dabei stellt sich natürlich wie bei allen "intelligenten" Haushaltsgeräten die Frage, wie die Gesamtenergiebilanz aussieht, ob das Ding also wirklich ökologisch wertvoll ist, bleibt abzuwarten. In den USA ist das Nest bereits für rund 250 Dollar zu haben.




















Leserkommentare (Seite 1 von 1)
Harry @ Oct 25th 2011
Ist ja toll. Für jeweils 20€ hab ich sowas ähnliches an meine Heizungen gebaut, in wenigen Minuten ohne App programmiert und im ersten Jahr über HK-Rückzahlung mehr als rausbekommen. Ok, wenn man mal Krank zu hause statt im Büro ist muss man die automatische Temperaturabsenkung eben mit einem Handgriff übersteuern... und nicht ganz so "hübsch". Dafür sieht man gar nicht, das an der Heizung ein automatischer Thermostat dran ist.
anoy @ Oct 26th 2011
ist wohl für die USA gedacht, da heizt man bisher anders:
Heizung voll aufdrehen und wenn es zu heiß ist, die Klimanlage zum Runterkühlen nehmen ;-)
Ich denke nicht, dass diese Fachfremden Entwickler sich je mit europäischen Thermostaten (Danfoss, Techem...) auseinandergesetzt haben.
andi @ Oct 31st 2011
@anoy:
Ich sehe das in Europa anderst. Es wird einem die beste Technik verbaut, aber der Heizungstechniker kann sie einem nicht erklären, weil er sie selbst nicht versteht.
Meine Eltern werden z.B. mit Ihrer Wärmepumpensteuerung ziehmlich alleine gelassen. Bei den vielen Einstellmöglichkeiten haben sie schlicht Angst etwas an der Heizung zu verstellen.
Ich finde jedoch an dem Teil richtig gut, dass Wettervorhersagen mit in die Heizungssteuerung einbezogen werden. Ich brauche mein Haus morgens, nach der Nachtabschaltung, nicht auf 21-22°C Hochheizen, wenn mich wie jetzt Aussentemperaturen von 17°C und Sonnenschein erwarten. Große Fensterflächen und die Hohe Umgebungstemperatur am Tag reichen völlig aus um mein Haus auf 23°C Innentemperatur zu bringen.