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Motorola RAZR ab November in Deutschland. 549 Euro, kein LTE (Hands-On)

Gestern New York, heute Berlin. Motorola geht mit dem RAZR auch in Europa an den Start, das neue Flagschiff-Smartphone kommt im November bei uns in den Handel und kostet ohne Vertrag 549 Euro in der 16GB-Variante. Als Mobilfunk-Provider sind o2 und die Telekom bereits mit an Bord. Der Hersteller hat das Android-Telefon mit 4,3"-Super-AMOLED-Advanced-Display (was für ein Wort) und qHD-Auflösung von 960x540p heute in Berlin der europäischen Presse gezeigt. Im Gegensatz zur US-amerikanischen Variante ist das europäische Modell kein LTE-Telefon: wäre ja auch zu schön gewesen. Dafür punktet das RAZR mit leichtgewichtigen 127 Gramm, einer Dicke von lediglich 7,1mm und versprochenen 9,4 Stunden Telefonie. Dafür soll der 1780mAh-Akku sorgen, der einen Doppelprozessor mit 1,2GHz befeuert. Das RAZR verfügt über 1GB RAM, 16GB Speicher (erweiterbar via microSD-Karte), eine 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite (inklusive 1080p Videos) und eine 1,3-Megapixel-Kamera für Videotelefonie auf der Voderseite (mit 720p Video). Das RAZR ist das erste Gerät von Motorola, das mit einer Micro SIM betrieben wird. Wir haben nach der Keynote von Alain Mutricy und einer Demo-Session ein bisschen Zeit mit dem RAZR verbringen können, unsere ersten Eindrücke hinter dem Break.


Das RAZR wird mit Android 2.3.5. ausgeliefert, das Update auf Ice Cream Sandwich soll im ersten Quartal 2012 erfolgen, darauf haben Mitarbeiter von Motorola immer wieder hingewiesen. Da Nutzer von Motos in der Vergangenheit jedoch immer wieder vertröstet wurden in Sachen Software-Updates, sind wir eher skeptisch, lassen uns im kommenden Jahr jedoch gerne vom Gegenteil überzeugen. Gleichzeitig hat das RAZR Software-seitig genügend Alleinstellungsmerkmale, die Nutzern das Warten auf Ice Cream Sandwich versüßen sollen. Im Mittelpunkt steht hier MotoCast: Dieser Service streamt Inhalte vom heimischen Rechner auf das Mobiltelefon. Musik, Video, Bilder: In unserer Demo-Session ging das flott und überzeugend, und zwar über 3G und nicht per WiFi-Verbindung. Der Nachteil ist natürlich, dass der Rechner dafür immer in Betrieb sein muss, nicht gerade umweltfreundlich. Die gute Nachricht dabei ist jedoch, dass bis zu fünf Mobilgeräte auf einen Rechner zugreifen können, der Service soll demnächst auch für andere Motorola-Geräte zur Verfügung stehen, inklusive Xoom. Gleichzeitig können unendlich viele Rechner in diesen Service eingebunden werden, Dokumente im MS-Format können auf dem Telefon auf diese Weise ebenfalls angeschaut und auch editiert werden.



Bildergalerie: Motorola RAZR: Im Dock


Smart Actions
Eine weitere Software-Komponente sind die so genannten Smart Actions, mit denen vor allem die Batterie des RAZR geschont werden soll, die aber auch im Alltag hilfreich sind. So kann zum Beispiel festgelegt werden, dass GPS automatisch abgeschaltet wird, wenn man nach Hause kommt etc. Das System ist frei konfigurierbar, Aktionen wie eine automatische SMS an den nervenden Dauer-Anrufer sind ebenfalls möglich.

Design & Performance
Das RAZR ist ein ziemlich Hingucker, da besteht kein Zweifel. Das Smartphone ist dank Metallgehäuse und Kevlar-Verstärkung enorm leicht und liegt dabei sehr gut in der Hand, die Verarbeitung ist vorbildlich. Dazu kommt eine spezielle Nano-Beschichtung, die das Telefon unempfindlich gegen Nässe und Schmutz macht. Sogar die Komponenten im Inneren des RAZR sind auf diese Weise beschichtet, hier sollte also nichts schiefgehen. Die Performance war auf den Vorserien-Geräten ok, aber leider auch nicht mehr. Es scheint das übliche Problem zu sein, dass die MOTO-Skin über Android mit seinen optischen Effekten einfach nicht ausreichend für den Doppelprozessor optimiert ist. Final war die Software auf den Handys heute in Berlin eh noch nicht, während der Demo-Session war der eine oder andere Neustart notwendig. Und dennoch: Das RAZR spielt ganz vorne mit, dafür sorgt schon das fantastische Display und die wirklich faszinierende Form. Testgeräte wurden uns für Anfang November versprochen, dann können wir uns länger und ausführlicher mit dem Smartphone auseinandersetzen.

Zubehör
Auch hier kann man einiges an Geld ausgeben. Neben den bekannten Docks (ideal, wenn man Inhalte des Telefons auf dem Fernseher anschauen will), gibt es eine Bluetooth-Tastatur und eine neue Bluetooth-Touch-Maus, den Smart Controller. Vom Design her erinnert uns das Teil ein wenig an die Microsoft Arc Touch. Knüller ist hier allerdings, dass man über die Maus auch Telefonate annehmen kann. Das RAZR ist außerdem mit den neuen Lapdocks kompatibel, die Anfang kommenden Jahres bei uns in den Handel kommen sollen. Ihr erinnert euch. Die Kompatibilität zu Smartphones von heute und morgen ist allerdings gegeben: Das Telefon wird nicht mehr in das kleine Laptop gesteckt, sondern per Kabel angebunden. Das sieht ein wenig merkwürdig aus, erfüllt aber seinen Zweck.

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