


Den Wi-Drive an den Start zu bekommen, ist denkbar einfach. Zunächst muss die App geladen, dann der Wi-Drive als WiFi-Zugangspunkt in den Einstellungen ausgewählt werden. Via Passwort kann der Zugriff auf die Daten gesichert werden. Der Vorteil des Wi-Drive ist, dass die Internet-Verbindung erhalten bleibt, das Gerät also als Brücke fungieren kann. Danach geht es zurück in die App und die Files stehen allen Usern zur Verfügung: Filme, Bilder, Musik und Dokumente sind erreichbar, die maximale Reichweite des Wi-Drive liegt bei ca. zehn Metern.

Beim Streamen von Musik gibt es rein gar nichts zu bemängeln, die Verbindung ist sicher, schnell und zuverlässig. In Sachen Video muss man sich allerdings zunächst etwas gedulden: Der Wi-Drive braucht rund 20 Sekunden, um genug Daten zu buffern, dann sind wir auch hier auf der sicheren Seite. Auch das Streaming unterschiedlicher Inhalte an mehrere Geräte hat in unserem Test verlässlich funktioniert.


So weit, so gut, oder? Einen kleinen Medien-Server für unterwegs? Für die lange Fahrt im Auto, bei dem alle das bekommen, was sie wollen? Mama, Onkel, Enkel, Musik, Filme, Bilder ... eine herrliche Kakophonie, wenn wieder alle ihre Kopfhörer vergessen haben. Das Problem liegt unserer Einschätzung nach aktuell im Preis. Die 16GB-Version kostet 99 Euro, für 32GB werden 129 Euro fällig. Das ist zwar für die Kombination aus Speicher, Akku und WiFi noch kanpp in Ordnung, wer sich beim Kauf eines iOS-Geräts für die kleine Variante mit wenig Speicher entschieden hat, erwartet von einem kleinen Familien-Server aber mit Sicherheit mehr als 32GB. Das Problem dürfte für Kingston noch eklatanter werden, wenn Android mit ins Boot kommt, einem OS, bei dem die Verwendung von SD-Karten bereits zum Alltag gehört. Also bitte: mehr Kapazität für einen günstigeren Preis. Oder aber die Integration mit anderen Services. Hier lässt sich Kingston natürlich noch nicht in die Karten schauen, bei unserem gespräch wurde aber angedeutet, dass die App stetig weiter entwickelt wird und auch über die Öffnung des Systems bereits nachgedacht wird. Das muss jetzt nur noch passieren.


















