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Frankreich verbietet die Wörter "Facebook" und "Twitter" in Radio- und TV-News


Oh, mon dieu. In Frankreich ist es von nun an verboten, als Radio- und TV-Nachrichtenmoderator die Wörter "Facebook" und "Twitter" in den Mund zu nehmen, es sei denn es geht dezidiert um die beiden Firmen als Nachrichteninhalt. Französische Nachrichtenorganisationen dürfen neben dem auch nicht mehr die Zuschauer darauf hinweisen, die jeweilige Facebook-, oder Twitter-Seite zu folgen oder zu checken. Grund dieser Verbannung ist ein Erlass der französischen Regierung vom 27. März 1992, das die Promotion von kommerziellen Unternehmen in News-Formaten verbietet.

Interessant die Stellungnahme des Conseil Supérieur de l'Audiovisuel (CSA). Die CSA-Sprecherin Christine Kelly erklärt die Sachlage wie folgt: "Wieso sollten milliardenschwere Firmen wie Facebook bevorzugt werden? Gibt es nicht viele andere soziale Netzwerke, die genauso Beachtung finden sollten? Das verzerrt den Wettbewerb. Wenn Facebook und Twitter genannt werden, ist es als würde man Pandoras Büchse öffnen, andere Social Networks werden sich beschweren, wieso nicht sie genannt würden." In alter französischer Tradition schlagen wir indes die Alternativen "Gazouiller" und "Visagelivre" vor.

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