
Wir mussten lange warten auf Honeycomb. Sehr lange. Europa hinkt hinterher, wie immer eigentlich. Motorola ist der erste Hersteller, der die Version 3 von Android jetzt in Deutschland auf einem Tablet ausliefert, knapp vor Acer mit dem Iconia Tab A500. In ein paar Monaten schon werden wir uns diese Kombination aus Hard- und Software aus einer Fülle von Angeboten aussuchen können, auf den Preis und etwaige Alleinstellungsmerkmale achten können, außer einem Stylus haben die Hersteller, die bereits Tablets angekündigt haben, aktuell jedoch wenig anzubieten, egal ob mit Honeycomb oder ohne. Und im Moment haben Tablet-Fans eben diese Auswahl noch nicht. Motorola nutzt die Entwickler-Allianz mit Google, um als erster am Markt zu sein. Zunächst nur in der 3G-Variante, exklusiv bei der Telekom. Zu einem - gelinde gesagt - abstrusen Subventionsangebot. Der Listenpreis für das 3G-Modell liegt bei 699 Euro, die WiFi-Version, die demnächst folgen soll, schlägt mit 629 Euro zu Buche. Wir haben uns das Motorola Xoom genauer angesehen.
HARDWARE
Bei der Ankündigung des Motorola Xoom klangen die verbauten Komponenten noch nach einer verführerischen Zukunftsvision, mittlerweile kann jeder Hersteller, der weniger anbietet, sein Tablet gleich wieder in der Schublade verschwinden lassen. Android 3.0 ist eine neue User Experience, die als Verkaufsargument noch nicht ausreicht, Honeycomb ist Neuland für die potenziellen Nutzer. Also drückt man auf die Hardware-Tube. Bei Motorola kann die sich sehen lassen, auch wenn mittlerweile seit der Ankündigung viel Zeit ins Land gegangen ist und die Konkurrenz gemerkt hat, dass man mit weniger nicht hinkommt. Ein Tegra-2-Prozessor von NVIDIA, getaktet mit 1GHz, 1GB DDR 2 RAM, 32GB interner Speicher, ein 10,1"-Display mit einer Auflösung von 1280x800p, WiFi (2,4 GHz und 5 GHz 802.11b/g/n), GPS (nur beim 3G-Modell), Bluetooth 2.1, Micro USB, HDMI. Das Xoom wiegt 730 Gramm und kommt mit zwei Kameras. Die rückseitige verfügt über 5 Megapixel und nimmt Videos mit 720p auf, die auf der Vorderseite für Videotelefonie verfügt über 2 Megapixel.

Auf der oberen Kante gibt es eine Slot für die SIM-Karte und eine microSD-Karte, die allerdings erst nach einem Software-Update verwendbar sein wird. Bei 32GB internem Speicher stört das nicht weiter, warum es Google und Motorola nicht geschafft haben, dieses Feature von Anfang an verfügbar zu machen, bleibt dennoch rätselhaft. Das Xoom ist eindeutig dafür optimiert, mit beiden Händen waagerecht gehalten und bedient zu werden. Auch wenn ein Hochkant-Betrieb natürlich möglich ist, das Interface passt sich der Orientierung problemlos an. Hält man es aber waagerecht, erreicht man alle Knöpfe problemlos. Das sind der Ein/Ausschalter, der sich auf der Rückseite des Geräts befindet (ungewöhnliche Platzierung, die aber total Sinn macht), und die Lautstärke-Regler auf der linken Seite. Die zu bedienen stellt sich leider als erstaunlich fitzelig heraus.


Auf der Rückseite finden sich neben der Kamera und dem Blitz noch die Lautsprecher, die restlichen Anschlüsse sind unten angebracht: Micro USB, mini HDMI, Netzteil und eine proprietäre Verbindung zum Dock, das beim Testgerät nicht dabei war, hier also auch keine Beachtung findet. Der USB-Anschluss ist übrigens nicht dazu da, um das Tablet über den Rechner mit Strom zu versorgen. Da tut sich rein gar nichts. Und es ist uns auch nicht gelungen, das Xoom via USB mit einem Mac zu verbinden, um ein paar Daten auszutauschen.
Die Rückseite des Xoom ist vor allem Aluminium, das obere Drittel ist aus schwarzem Kunststoff. Die Verbindung und Farbwahl dieser Komponenten erinnert stark an das erste iPhone, macht einen wertigen Eindruck und fühlt sich gut an. Vorne haben wir den Screen: Ende. Der ist nicht nur größer als der des iPad, sondern mit 1280x800p auch höher aufgelöst. Ähnlich wie beim Tablet von Apple werden Nutzer im täglichen Gebrauch des Xoom wenig an dieser Auflösung auszusetzen haben, erst beim Lesen von E-Books z.B. zeigt sich, dass da mehr gehen könnte und eigentlich 2011 auch müsste. Anders als bei Apple, wo die relativ schwache Auflösung schneller auffällt, wenn iPhone-4-Nutzer zum Beispiel die Status-Zeile mit Batteriefüllstand, Zeit und WiFi-Signal vergleichen und den Unterschied drastisch vorgeführt bekommen, dauert es beim Xoom deutlich länger, dass man sich ein besseres Display wünscht. Das hat im Auslieferungszustand des Tablets mit dem Farbklima von Honeycomb zu tun. Im Dunkeln ist gut Munkeln. Aber dazu später mehr. Klarer Kritikpunkt am Xoom sind die Lautsprecher. Hält man das Tablet mit beiden Händen und schaut einen Film bei angemessener Lautstärke, hat man das Gefühl, dass das ganze Gerät vibriert. Der Sound ist dabei zwar nicht übersteuert und unangenehm, klingt aber einfach nicht gut. Vielleicht ist dieses Phänomen der Konstruktion des Xoom geschuldet, also den zwei Komponenten auf der Rückseite. Hervorragend hingegen ist die Batterie-Leistung des Xoom. Die versprochenen zehn Stunden konnte das Tablet bei aktiviertem WiFi und 3G zwar nicht liefern, unter acht Stunden machte das Gerät aber nicht schlapp. Im Airplane-Modus sind zehn Stunden durchaus denkbar. Motorola macht hier alles richtig. Die 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite des Xoom macht ordentliche Bilder, auch die 720p-Videos gehen völlig in Ordnung.
Viel entscheidender, und hier verlassen wir langsam die Hardware und widmen uns der Software, ist das neue Kamera-Interface von Honeycomb. Das zunächst aufgrund des größeren Screens die Einstellungen viel übersichtlicher darstellt und sich schon allein deshalb besser bedienen lässt. Wer die Kamera benutzen will und vor allem wofür: Es bleibt uns ein Rätsel. Die Argumentation ist hier die gleiche wie beim iPad 2. Man läuft nicht mit einem Tablet durch die Gegend und macht Bilder. Das ist unhandlich, tätowiert einem das Wort Nerd auf die Stirn und unpraktisch ist es obendrein. Durch das spiegelnde Display ist es draußen so gut wie unmöglich zu sehen, was man fotografieren möchte. Dazu macht die schiere Größe des Geräts die Bedienung schwierig. Eine Tatsache bleibt jedoch: Wenn man heutzutage kein Tablet ohne Kamera bauen kann, dann muss es auch eine sein, die wirklich annehmbare Resultate liefert. Motorola hat das gut gelöst, im Gegensatz zu Apple beim iPad 2.

FAZIT - HARDWARE
An der Hardware des Xoom gibt es wenig zu bemängeln. Es ist mit 730 Gramm nicht gerade ein Leichtgewicht, außerdem deutlich dicker als die direkte Konkurrenz, das iPad 2. Dennoch liegt es gut in
HONEYCOMB
Android 3.0 ist nicht einfach nur ein Update, es ist ein Neuanfang. Es verabschiedet sich von einem User Interface, dass mittlerweile auf zig Millionen Smartphones installiert ist und trotz diverser Skins in seinen Grundfunktionalitäten bekannt ist, keine wirkliche Lernkurve mehr erfordert. Honeycomb geht andere, neue Wege. Im Gegensatz zu Apple und iOS konfrontiert Google die User mit einer neuen Desktop-Metapher, die einiges Umdenken erfordert und an einigen Stellen noch nicht schlüssig ausformuliert ist. Das Design von Honeycomb zieht Inspiration aus der guten, alten Zeit, in der Computer gleichbedeutend mit Ehrfurcht vor einer Zukunft war, die zwar irgendwie immer näher rückte, aber noch nicht wirklich fassbar war. Hintergrundbilder, Fonts, Icons sind fast schon geheimnisvoll dunkel und folgen einer 8Bit-Ästhetik, die zwar unseren vollen Respekt bekommt, vor allem aber bis ins Mark nerdig ist. Bei einigen Herstellern dürften hier schon bei der ersten Präsentation die Alarmglocken geschellt haben, weil man glaubte, das den eigenen Kunden nicht wirklich zumuten zu können. Wir finden Honeycomb einfach nur sexy, auch wenn die Navigation eben noch nicht in allen Belangen wirklich fertig zu sein scheint.

Unten links finden sich drei Buttons, alle aus Software. Honeycomb-Tablets haben keine Knöpfe mehr im Rahmen, so soll die Navigation im Hoch- und Querformat gewährleistet werden. Der linke Button bringt einen immer einen Schritt zurück, der mittlere katapultiert uns auf den Homescreen zurück und der dritte zeigt die letzten fünf geöffneten Apps in genau dem Zustand, in dem man sie verlassen hat. So kann man schnell zwischen Apps hin- und herwechseln, Honeycomb macht das Multitasking so deutlich intuitiver nutzbar als iOS.

Unten rechts wird die Uhrzeit angezeigt, Akku-Füllstand, WiFi- bzw. 3G-Signal, außerdem hat man eine Übersicht über die zuletzt eingegangenen Notifikationen diverser Apps, z.B. Gmail oder Facebook. Auch hier punktet Honycomb.


Die Notifikationen bei iOS sind störend und nicht elegant, bei Android sind sie einem nicht im Weg. Auch wenn das Design dieser "Service-Leiste" einfach nur an Windows erinnert und ein wenig mehr Innovation bei der Entwicklung uns sehr gefreut hätte.

Ein Druck auf die Uhrzeit lässt ein PopUp-Menü aufklappen, in dem man einige Funktionen direkt erreichen kann: WiFi, Helligkeit des Displays, Flugmodus oder auch die Einstellungen für die Display-Orientierung. Oben links gibt es die Such-Box und die Sprachsteuerung, oben rechts wiederum gelangt man zu seinen Apps und zu den Einstellungen für den Homescreen. Der ist komplett Widget-basiert und arbeitet vor allem mit funky 3D-Effekten.




So kann man seine Musik- und Büchersammlung schon auf dem Homescreen durchsuchen. Die Animationen sind flüssig, die gesamte Bedienung macht viel Spaß. Das Hin- und Herwechseln zwischen der Ober- und Unterkante des Screens kann einem aber auch auf die Nerven gehen, es dauert seine Zeit, bis man sich daran gewöhnt hat. Und 100% ergonomisch ist das auch nicht. Hinzu kommt, dass der Zugang zu den Apps innerhalb von Programmen nicht mehr besteht. Schaut man sich also z.B. seine Bilder an, muss man zunächst zurück auf den Homescreen und dann zu den Apps. Die anderen Buttons (zurück, Homescreen, aktive Apps) sind auch in Programmen präsent. Müssen sie ja auch, aber ganz unbewusst rechnet man damit, dass auch der Zugang zur App-Sammlung immer da ist. Das ist noch nicht ganz stimmig und wir rechnen fest damit, dass das auch Google bewusst ist und in einem kommenden Update vereinfacht bzw. vereinheitlicht wird.
Apps
Das große Manko von Honeycomb ist aktuell, dass es kaum Programme gibt, die für größere Bildschirme optimiert sind. Klar, Android skaliert, bei vielen Apps funktioniert das aber mehr schlecht als recht. Motorola Deutschland, von denen wir das Xoom zum testen bekommen haben, hat uns immer wieder darauf hingewiesen, dass Angry Birds schon jetzt perfekt auf Honeycomb läuft. Schöne Sache, aber nicht genug. Google ist mit Android 3.0 jetzt ungefähr an dem Punkt, an dem Apple beim Launch des ersten iPads war. Und auch wenn für iOS immer noch einige Standards (Skype, Facebook z.B.) nicht für das iPad optimiert wurden, ist die Auswahl Tablet-spezifischer Software mittlerweile doch enorm groß. Bei Google herrscht große Leere. Bei allem Verständnis dafür, dass solche Dinge Zeit brauchen, zeigt es doch ein weiteres Mal das Missverhältnis zwischen der Plattform und den Entwicklern. Das kann man sich nicht mehr leisten, um gegen die Konkurrenz zu bestehen. Umso überzeugender präsentieren sich hingegen einige der Programme, die bereits installiert sind.


Vor allem der Browser ist mit seiner Performance absolut beeindruckend und die Nähe zur Desktop-Version von Chrome, Tabs inklusive, hieven das WWW auf dem Xoom auf ein wirklich neues Level. Auch dank einer akzepatblen Flash-Funktionalität. Auch Gmail profitiert vom großen Display und arbeitet verstärkt mit Kontext-Menüs, die einem die Arbeit erleichtern. Jedoch spürt man auch hier, dass die Feinabstimmung zwischen Programm und Nutzerführung noch nicht ganz ausgereift ist.

Auch YouTube wurde komplett überarbeitet, begrüßt einen nun mit einer Panorama-Übersicht aktueller Clips à la Safari und profitiert - natürlich - vom großen Screen.

Unübersichtlich und nicht gut gelöst hat Google unserer Meinung nach die Umsetzung des Markets unter Honeycomb. Der ist unübersichtlich, lässt sich skurriler Weise nicht im Hochkant-Modus betreiben und macht die ohnehin problematische Suche nach Apps nicht einfacher.


Performance
Honeycomb flitzt auf dem Motorola Xoom. Ladezeiten von Apps sind generell kaum spürbar, der Wechsel zwischen Programmen führt zu keinem Stottern und das OS als Ganzes verhaspelt sich während des Tests so gut wie nie. An der Tagesordnung hingegen sind noch Abstürze. Wenn schon, denn schon. Auf unserem Testgerät läuft Android 3.01 und während wir das Gerät hatten, wurden keine Updates jenseits von Apps angeboten. Diese Abstürze waren kein großes Problem, überraschten uns aber doch. Gerade, weil sie oft gerade Teile von Honeycomb betrafen und gar nicht spezifische Programme. Hier zeigt sich ein weiteres Mal, dass Honeycomb wohl noch nicht so ganz fertig ist. Aber an unseren Status als Beta-Tester haben wir uns längst gewöhnt.
TJA ...
Honeycomb ist in seiner ersten Version nicht so konsumentenfreundlich wie iOS, das steht fest. Macht das was? Uns nicht wirklich, beim Kampf um den großen Aha-Effekt im Laden könnte der Unterschied aber entscheidend sein. Beim Xoom kommt ein hoher Preis dazu, der deutlich über dem des Einstieger-iPads liegt. Die Hardware von Motorola ist der von Apple in vielen Belangen überlegen, das dürfte sich aber an einem konkreten Vergleich der User Experience schwer vermitteln lassen. Für Auskenner bleibt festzuhalten: Google hat den Sprung auf das Tablet ohne große Blessuren geschafft, jetzt ist es vor allem an den Entwicklern, die neue OS-Version mit Inhalten zu füllen. Motorola hat mit dem Xoom zwar keine neue Hardware-Ikone geschaffen, dafür aber umso souveräner bewiesen, dass das Know How aus dem Telefon-Business auch auf größere Geräte übertragen werden kann.









Leserkommentare (Seite 1 von 1)
jo @ May 2nd 2011
Erstes Tablet Android 3 Tablet in Deutschland? Hab mein Acer A500 seit Donnerstag den 28.04.2011 - da war das Xoom noch nicht erhältich - oder etwa doch? Grüße, Jo
Thaddeus Herrmann @ May 2nd 2011
Na, da hast du aber Glück gehabt! Ein knappes Rennen. Und? Daumen hoch beim Acer?
ThiasJ @ May 2nd 2011
Wo hast du das geholt? Laut Amazon kommt es erst morgen, bzw wird erst morgen geliefert!
jo @ May 2nd 2011
Hab es beim Mediamarkt erstanden und es ist echt super bin total begeistert!
Die Verwendeten Materialien (gebürstetes Aluminium) machen einen sehr Qualitativen Eindruck.
Besonders hervorzuheben ist der richtige USB 2.0 Anschluss :)
Verwende es jetzt öfter als mein iPad 2!
PS: Vibrationen wie beim Xoom berichtet wurden gibt es zum Glück nicht.
Blubb @ May 2nd 2011
Rein von der Optik würde ich ja auch zum Iconia neigen (Hard- und Sodtware sind ja ohnehin quasi identisch). Aber 3G ist für mich ein Muss, also warte ich immer noch gespannt dass mein Xoom endlich versandt wird. :)
JoKo @ May 2nd 2011
Ich hatte das Xoom am Sa im Telekomladen ca. 2 Stunden in der Hand. Die Telekom selbst sorgt leider schon dafür, dass es keine überzeugende Userexperience gibt - Ich musste meinen eigenen WiFi-Hotspot verwenden, um überhaupt mal online gehen zu können - nachdem etwa zehn Minuten lang der Alarm nicht aufhören wollte zu piepsen und man ihn einfach komplett abschaltete (so konnte ich auch die Akkuperformance mittesten...).
Nachdem ich mich ca. 15 Minuten mit Honeycomb auseinandergesetzt und mir meine ganz persönlichen favourite Apps heruntergeladen hatte wollte ich es nicht mehr aus den Händen geben. Ja, ein Live-Wallpaper ist beim ersten Mal abgestürzt, beim zweiten Versuch lief es einwandfrei. Das war es aber auch mit Abstürzen.
Das Browsen macht einfach nur Spaß; die Widgets (z.B. Lesezeichen) alleine wären für mich ja schon ein Kaufgrund gegenüber dem iPad und die Menüführung ist zwar anders, aber meiner Ansicht nach keineswegs schlechter als bei Android auf Smartphones.
Vor allem: Ich hatte das Gefühl, ein vollwertiges Gerät in der Hand zu halten, auf dem ich sogar (mit externer Tastatur) arbeiten würde.
Ein gefühlt vollwertiger Rechner fürs Sofa also, in wertiger Hardware und ohne das beklemmende Gefühl, dass mich bei iOS immer überkommt - für mich ist das xoom das eindeutig bessere Tablet. Auf dem großen Display und dank dem hervorragenden Browser braucht man nicht mal zwingend Apps. Man hat ohnehin die volle Web-Experience.
Aber genug des Lobes. Das Gerät ist signifikant dicker als das iPad und wird nach 2 Stunden auch unangenehm schwer in den Händen. Die Gerätevibrationen - schon bei normaler Lautstärke - kann ich nur bestätigen. Es schmälert den wertigen Eindruck des Gerätes, da auch der Aluminiumteil des Gehäuses vibriert.
Für mich steht aber ohnehin fest, dass ich unterwegs sicherlich nur über Kopfhörer Medien konsumieren werde und zu Hause wird das Tablet an den Verstärker angeschlossen.
Mein Fazit: Der Preis und einige kleine Mankos schmälern die Freude, aber holen werde ich es mir trotzdem. Das Gerät ist deutlich zukunftssicherer als das iPad dank LTE-Upgrade, SD-Card, HD-Screen etc. und Honeycomb macht einfach Spaß.
Meines kommt von amazon. Ich habe es zu einem "Tagespreis" von 612 Euro (3G-Version) bekommen.
Stefan Sarzio @ May 2nd 2011
Die für mich wichtigste Frage: wer wird die Updates liefern? Google oder Motorola?
dennyweiser @ May 2nd 2011
frage:
kann man den einen usb stick verwalten und sich dinge runterziehen zb in eine app?!
danke!
magges @ May 3rd 2011
Irgendwie schon komisch, jetzt werden die Widgets bei Honeycomb so gelobt ... jetzt mann man schon auf dem HomeScreen seine Büher durchblättern
*gähn*
Ein vergleichbares Interface hatte schon das WeTab - das hatte mich damals schon überzeugt, leider war die Hardware und die Umsetzung des Konzepts mehr als mangelhaft...
Jaa Jaaaaa Jaaaaaa! @ May 6th 2011
Was für ein beeindruckender Test!
Ein SD Slot!!!!!! (von dem nichtmal erwartet wird, dass er geht)
Ein USB-Port!!!!!! (der zwar gehen soll aber irgendwie doch nicht)
Ein Dock-Connector!!!!!!! (von dem keiner weiss ob er geht)
Eine Gigapixelkamera (die kein Mensch braucht, aber die trotzdem besser ist!!!!!)
Ein Gerät das möglicherweise jemanden zufrieden stellen kann (der sich aus ideologischen Gründen besseren Geräten verweigert).
Wohlan Ihr Nerds und Svens (ach nee der wartet ja auf die 99€ Knarzlösung mit OGG-Aufkleber) werft Euer gesammeltes Taschengeld Motorola in den Rachen. Und schön mindestens bis Weihnachten 2013 in den Foren verteidigen wie überlegen es ist - auch wenn USB und SD immer noch nicht gehen (geschweige denn drahtloser Austausch, und nicht über einen zünftigen Kabelverhau!)
Martin @ May 11th 2011
Guten Tag alle zusammen,
ich wollte bei meinem D1 laden das xoom holen, kostet aber dort 745 Euro und das ist aber teuer.
im Internet gibt es das xoom schon für 600 euro, meine frage ist wenn ich es im Internet bestelle, kann
ich dann noch trotzdem meine D1 karte VOLL auf dem xoom verwenden?
da ich eine Multi sim benutzte wäre das nicht schlecht.
Danke schon mal im Voraus
Gruss Martin
Hendrik @ May 16th 2011
Hab mir das Xoom geholt und bin maßlos enttäuscht. Es ist viel zu schwer und richtig schick sieht es auch nicht aus, aber ok, das wußte man ja vorher. Das Bildschirmdrehen aber ist doch ein Witz ! Das dauert gefühlte Ewigkeiten ! Und sowas konnte das iPad schon vor einem Jahr besser. Im übrigen ist das Honeycomb-App-Angebot der nächste Witz... was soll ich mit einem Tablet ohne Software ?
Ich habs zurückgegeben und werde mir ein iPad 2 holen. Da gibts zehntausende an dedizierten Apps und die Grafik ist auch deutlich schneller. Und wer bitte schließt im Jahr 2011 noch USB-Kabel an ein Tablet an ? Um ne externe Festplatte anzudocken und anschließend durch die Untiefen des Dateibaumes zu geigen?
Ich war auch mal so ein Apple-Hater, aber irgendwo muß man dann doch das beste Produkt für sich raussuchen und die Ideologie beiseite schieben. Wenn man ein sinnvolles Tablet kaufen will, gibts nur das iPad, jedenfalls für normale Leute. Und das iPad kann ich auch in 12 Monaten noch zu guten Preisen gebraucht verkaufen, aber was bekomme ich in 1 Jahr für diesen Motorola-Murks noch heraus ?
Meine Android-Telefone waren neu auch immer billiger als ein iPhone, aber nach wenigen Monaten dann so wertlos, dass ich mit dem iPhone besser gefahren wäre. Fazit: In Zukunft nur noch Apple, so schwer mir das auszusprechen fällt.