Microsoft steigt ins Telefon-Business ein. Nicht nur als Betriebssystem-Entwickler mit gewissen Hardware-Vorgaben, sondern mit eigener Hardware. Die baut Sharp für den Software-Riesen, die auch die Sidekicks gebaut haben. Microsoft hatte den Erfinder dieser QWERTZ-Geräte für Messaging-Fanatiker, Danger, vor ein paar Jahren gekauft. Project Pink nennt sich die ganze Geschichte, ein Begriff, der schon seit langer Zeit durch die Blogs geistert. Die Software-Basis für die beiden ersten Geräte, Kin One und Kin Two, dürfte die gleiche sein, wie die von Windows Phone 7, bietet aber ein komplett anderes Interface. Im Fokus stehen, wie schon bei den Sidekicks, die sozialen Netzwerke. Dazu kommt ein spezieller Browser - ohne Flash und Silverlight, dafür mit Pinch To Zoom. Die beiden Handys laufen in einem geschlossenen System, es gibt keinerlei Unterstützung für Apps von Drittanbietern. Weitere Details, tonnenweise Bilder des Interfaces und zwei Videos nach dem Break.

Microsoft Kin One und Kin Two: soziale Smartphones

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Kin One (hier links om Bild), über das schon als "Turtle" spekuliert wurde, ist ein fast quadratischer Slider mit QVGA-Display, 4GB Speicher und einer 5-Megapixel-Kamera, Kin Two verfügt über ein HVGA-Display, 8GB Speicher und eine 8-Megapixel-Kamera. Der Formfaktor ist ein klassischer "Landscape-Slider". Beide Handys verfügen über 3G, Bluetooth und WiFI. In den USA hat Verizon die Rechte an den Handys gesichter, für die europäische GSM-Variante ist Vodafone an Bord. Die Bilder, die man mit der Kamera macht, sollen laut Microsoft automatisch online gesichert werden, im Browser bekommt man jederzeit eine Preview seiner gesamten Mediensammlung, die auch nachträglich dann wieder auf das Telefon geladen werden können. Nicht nur das: Das gesamte Interface mit allen Inhalten kann über ein Programm des Rechners zu jeder Zeit auch ohne Telefon angschaut werden. Kin Studio heißt die Software.

Walkthrough: Kin Kamera

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Walkthrough: Kin Studio

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Nach der Vorstellung von Windows Phone 7 ist das User Interface der beiden Kins schon das zweite Experiment von Microsoft in Sachen Nutzer-Führung in kurzer Zeit. Die zwei Haupt-Elemente heißen "Spot" und "Loop". "Loop" ist eine Art Homescreen, auf dem alle Infos der sozialen Netzwerke zusammenlaufen. "Spot" bezeichnet ist eigentlich nur einen grünen Punkt am unteren Rand des Displays. Über diesen Knopf lassen sich Informationen jeglicher Art an Kontakte aus dem Adressbuch weiterleiten: Das können Bilder sein, Videos, aber auch Karten oder einfach nur Status-Updates.

Walkthrough: Kin Spot

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Walkthrough: Kin Loop

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Beide Telefone bieten volle Zune-Integration, Spiele sind allerdings ausgenommen. Sogar Mac-User werden bedacht: Die können ihre (DRM-freie) Musik über ein Zusatzprogramm mit den neuen Handys synchronisieren. In den USA sollen die Geräte schon im Mai auf den Markt kommen, der verkaufsstart in Europa ist für den Herbst geplant.





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Microsoft: Kin One und Kin Two sind neue Windows-Handys mit Schwerpunkt auf sozialen Netzwerken. Ab Herbst auch in Europa
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