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IFA 2009: Fraunhofer Institut stellt Zukunft der Telespiele vor: Schiffe versenken




Das hätte so gut werden können: Auf der IFA stellen Fraunhofer-Forscher vor, wie ein Spieleabend aussieht, bei dem sich die Mitspielerinnen und Mitspieler via Internet gegenüber sitzen, schreibt die Fraunhofer-PR-Maschine. Doch wer an EyeToy- oder Project-Natal-ähnliche Konferenzgames denkt, denkt nicht wie die F-Forscher. Ihre "leistungsstarken Komprimierungstechnologien" führen sie lieber mit Memory, Mensch ärger dich nicht und Schiffe versenken vor. "Eines von vielen Exponaten, die vier Fraunhofer-Institute im TecWatch in Halle 5.3. zeigen."
Den Fraunhofern geht es freilich weniger um Unterhaltung und Multiplayer-Action als darum, das kranke Pferd "Telekonferenz" mithilfe von verbesserten Übertragungstechniken zu retten. Wie sexy dieses Thema ist, beweist schon das Mission Statement des dahinter stehenden EU-Projekts TA2: "How can technology help to nurture family-to-family relationships? This is the question asked by the collaborative project "Together Anywhere, Together Anytime"(TA2)." Was wir uns bei so viel Forscherforschheit fragen: Noch nie was von Skype gehört?
English version & mehr cutting edge PR-Zukunftsphantasien und ein Video nach dem Break
TA2 auf der Cebit 2009, Video von Golem.de (mehr Informationen):



Pressemitteilung: Gemeinsam Spielen via Videokonferenz


Ruckelnde Bilder und unverständlicher Ton – Erfahrungen aus dem beruflichen Alltag wenn es um Video- und Telekonferenzen geht. Dank leistungsstarker Komprimierungstechnologien geht das auch anders – sogar im privaten Umfeld. Auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin (4. bis 9. September) stellen Fraunhofer-Forscher vor, wie ein Spieleabend aussieht, bei dem sich die Mitspielerinnen und Mitspieler via Internet gegenüber sitzen. Eines von vielen Exponaten, die vier Fraunhofer-Institute im TecWatch in Halle 5.3. zeigen.

In den 60er und 70er Jahren gab es eine Fernsehsendung mit dem Titel »Spiel ohne Grenzen«. Mehrere Teams aus unterschiedlichen europäischen Ländern traten gegeneinander an, um sich in verschiedenen Geschicklichkeitsspielen sportlich zu messen. Heute, im digitalen Zeitalter, hat das Spielen ohne Grenzen eine andere Konnotation: Internet-Spiele zum Beispiel verbinden Menschen aus unterschiedlichen Ländern. Meist allerdings sehen und hören sich die Teilnehmer nicht direkt. Anders im von der EU geförderten Projekt Together Anywhere, Together Anytime TA2. 13 Partner aus sieben Ländern haben es sich zur Aufgabe gemacht, neue Technologien und Konzepte zu entwickeln, um die Kommunikation von Gruppen via Internet einfacher und besser zu machen. Zum Beispiel um eine möglichst natürliche Situation zu erzeugen, so als ob auch weit entfernte Mitspieler mit am Tisch säßen. Denn mobil wie wir heute sind, ist es selbstverständlich, zum Studieren oder Arbeiten in eine andere Stadt oder ein anderes Land gehen. Da macht es Freude, trotzdem am Abend gemeinsam mit der Familie oder Freunden zu spielen, fast so als wäre man zuhause. Einer der Forschungspartner ist das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen.

Die Forscher dort sind dafür verantwortlich, dass qualitativ hochwertiger Ton übertragen wird. Damit das gelingt, haben sie die »Audio Communication Engine« entwickelt. Sie besteht aus aufeinander abgestimmten Einzelkomponenten, die die Klangqualität und Verständlichkeit von Video- und Telekonferenzen im Vergleich zu heutigen Systemen stark verbessern: Kernstück für den guten Ton ist der MPEG-Audiocodec »Enhanced Low Delay AAC«, der HiFi-Klangqualität bei niedrigen Datenraten und Verzögerungszeiten garantiert. Ein Echounterdrücker beseitigt störenden Widerhall, damit sich Benutzer frei im Raum ohne Headset bewegen können. Eine anspruchsvolle Signalverarbeitung, die vom Aufbereiten der Mikrofonsignale bis hin zur mehrkanaligen Lautsprecherwiedergabe reicht, sorgt dafür, dass es ohne besonderen Installationsaufwand in jedem Wohnzimmer gelingt, die Entfernung zwischen den Freunden verschwinden zu lassen. Und auch an die konkrete Umsetzung denken die Fraunhofer-Wissenschaftler: Die Technologie soll sich künftig in vorhandene Geräte wie Fernseher, Settop-Box und Hifi-Anlage integrieren lassen.

Besucherinnen und Besucher der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin können das System in Augen- (und Ohren)schein nehmen und selbst Memory, Schiffe versenken oder »Mensch ärgere Dich« spielen – TecWatch Halle 5.3.


**English version**
Close, but no cigar. Researchers from the Fraunhofer Insitute presented their vision how a gaming night with the family could look like if the player only saw each other via internet-conference-technologies. But don't even start to think about an EyeToy or even Project-Natal-like gaming experience: The researchers present their "powerful compression technologie" with parlor games like "Ludo", "Battleship" or other board games. "One of the many exhibits of the four Fraunhofer Institutes at TecWatch in Hall 5.3" that everyone is able to try out.
Frankly, the researchers didn't want to show off with an entertainment revolution or good old GoW-multiplayer action, but try to safe the sick horse "teleconference" with improved data transmission technologies. That's such a sexy topic, that even the mission statement of the related EU-project "TA2" drools: "How can technology help to nurture family-to-family relationships? This is the question asked by the collaborative project "Together Anywhere, Together Anytime"(TA2)." Reading this, we asked ourselves: They don't know about Skype, do they? More cutting edge scientist-pr and a video after the break.

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