
1972, vor Betamax und VHS, konnte man seine Lieblingsfilme im Fernsehen auch schon aufzeichen. Das Cartrivision-System hielt damals Einzug in gemütlichen Wohnstuben. Die Qualität war natürlich saumäßig (10 Frames pro Sekunde, die dann gedehnt wurden, komplett gruselfusel), aber immerhin ging es. Doch nicht nur Aufzeichnungen waren möglich, man konnte auch Filme leihen, und hier wird's klasse: Die Leihkassetten von Cartrvision hatten ihr eigenes DRM. Ok, es war eher ein ARM, also eine Lösung, die analoger hätte nicht sein können. Video zum System und weitere Infos nach dem Break.
Die Idee dahinter kennen wir aus heutigen Tagen. Wir leihen einen Film (=laden einen aus einer Online-Bibliothek), zahlen dafür einen bestimmten Preis und dürfen ihn dann auch nur einmal schauen. Was heute digital funktioniert, wurde damals in der Hardware, also den Cartridges gelöst: Die ließen sich einfach nicht zurückspulen. Das konnte nur eine spezielle Maschine im Logistikzentrum der Firma ... schon damals konnte man die Filme einfach per Post bestellen und dann wieder zurückschicken.








